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Hangover


921 1 257
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| 20.06.2011, 15:14 |
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Herrvorragend auf den Punkt gebracht, Horizon.
Ich realisiere auch immer mehr, dass etwas vorbei ist, mit dem ich leben, aber nicht glücklich werden konnte auf Dauer.
Der Mangel an Selbstreflexion wird ihr weiterhin das Leben schwer machen, mir aber nicht mehr.
Meine Augen schauen nach vorne. Und ich sehe Menschen, die sich selber kennen, die wissen, wer oder was sie sind, und wo sie hingehören.
Die sich entwickeln, sich hinterfragen und mich begeistern können mit ihrer Klarheit.
Auch ich habe ignoriert, dass wir beide festsaßen, uns einiges vormachten.
Das ist vorbei, auch wenn es ab und an einfach wehtut, dass das Vertraute vergangen ist.
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Horizon
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| 20.06.2011, 15:17 |
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| P.S.: Ich finde ganz allgemein, dass nach einer Trennung zunächst mal jedes Gefühl, dass man spürt, erlaubt ist. Es wäre ja noch schöner, wenn man mitten in der Riesenkrise darauf achten muss, dass die eigenen Gefühle "politisch korrekt" sind. Entscheidend ist wohl wie man damit umgeht und was man für sich daraus macht.
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Hangover


921 1 257
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| 20.06.2011, 15:26 |
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Aber sowas von richtig in meinen Augen!
Zumal Gefühle sich einstellen, ohne dass man unbedingt Wert darauf legt. Und sie sind immer ein Spiegel der Seele und der Gedanken.
Hört man auf sie, beobachtet man ihren Verlauf, erfährt man viel über sich.
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Horizon

38 1 19
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| 20.06.2011, 15:35 |
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Stimmt. Und das genau ist ja die Chance. Steht man in den Trümmern, kann man naturgemäß hinter die Fassade gucken. Auch hinter die eigene.
Ich glaube fest daran, dass ich mich nie wieder auf diese Art und Weise selbst betrüge. Und ich achte jetzt schon viel genauer darauf, mit wem ich mich umgebe. Und ich habe mir selbst versprochen, dass ich mir Zeit gebe. Zeit zu trauern, Zeit zu heilen, Zeit meinen Kern wieder in gleißendes Licht zu verwandeln und dann einfach lebe, lebe, lebe.
Mensch, ich muss sagen, heute ist echt ein guter Tag
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New York
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| 20.06.2011, 15:39 |
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ich weiß was du meinst horizon. ich hätte auch den schritt gehen können mich zu trennen. ich habe es nicht geschafft. warum? das frage ich mich jetzt auch. es gab situationen in denen ich die reißleine hätte ziehen müssen, hätte stopp sagen müssen. ich konnte nicht. wollte an der Beziehung festhalten, wollte das sozusagen auf biegen und brechen halten und habe immer gehofft, dass es sich ändert, dass er sich ändert und wieder der wird der er war. er hat mich geliebt bis zum schluss, liebt mich auch jetzt noch, nur für eine beziehung reicht es nicht. momentan auch nicht von meiner seite. wir haben einfach unterschiedliche vorstellungen vom leben. er geht in seiner Arbeit auf und ich möchte mein privatleben genießen. für ihn ist das unvereinbar und dass muss ich akzeptieren. aber ich kann nicht auf ihn sauer sein. ich versuche ihn zu verstehen. und ich versuche auch mich zu verstehen, mich wieder neu kennenzulernen. wer bin ich? was will ich? fühle mich manchmal wie ein "schwein im weltall", verloren. aber da gibt es auch diese momente die mich wieder hoffnung sehen lassen, mich nach vorne blicken lassen.
@erbse
gut dass du es gelassen hast. das bringt dir nichts. vielleicht legt sie sich ja auch nur einige dinge so zurecht wie sie es gerne hätte. sie redet schlecht über die beziehung, tja, dann redet sie aber nicht nur schlecht über dich sondern auch über sich. steh drüber auch wenn es schwer ist. nur ihr zwei kennt die wahrheit und die kann euch keiner nehmen.
@hangover
ich kann schon verstehen dass du sauer bist und es dir besser damit geht groll zu hegen. vielleicht würde mir damit auch besser gehen aber ich kann nicht...
habe ich das richtig verstanden dass du wieder in einer beziehung lebst? [/quote]
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Hangover


921 1 257
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| 20.06.2011, 15:48 |
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Ich habe jemanden kennengelernt, den ich schon als Mensch kannte. Nun habe ich sie auch als Frau wahrgenommen, und so nähern wir uns gaaaanz vorsichtig an.
Verbringen Zeit miteinander, wenn wir das wollen, reden, reden, reden und geniessen Nähe. Da sie ein vollkommen anderer Mensch als meine Ex ist, erfahre ich gerade Tolles.
Sie steht voll im Leben, weiß, wer sie ist, ist unglaublich selbstreflektiert, teilt den Großteil meiner Interesse und tut mir einfach gut.
Sollte es sich so weiter entwickeln, lacht die Sonne für mich mehr denn je.
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New York
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| 20.06.2011, 15:54 |
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Ich habe jetzt so blöd gefragt weil ich mich selber frage, wie ich mich jemals wieder auf einen menschen einlassen kann. momentan kann ich mir das gar nicht vorstellen und ich bin auch noch in der phase mir das nie mehr vorstellen zu können und das mit 30. stell sich das einer mal vor ich habe angst davor mich zu öffnen, wieder so einen schmerz, so einen verlust erleben zu müssen. mein umfeld meint dazu: das wird schon, gib dir zeit. das fällt mir gerade unglaublich schwer. vielleicht ist ja unterbewusst doch noch die hoffnung auf ein comeback da, ich weiß es nicht. schöne scheiße..
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Horizon

38 1 19
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| 20.06.2011, 15:59 |
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New York, das geht mir genauso. Ich empfinde mich derzeit auch als Beziehungsphobiker. Na und? Alles andere wäre doch auch seltsam, oder? Viel zu lange, viel zuviel auf sich genommen, viel zu viele Grenzen überschritten, sich selbst viel zu wenig geschützt und am Ende alles verloren. Liebe, Glauben, Vertrauen nichts davon hat getragen, nichts hat sich geändert und dann war es vorbei. Wo soll denn jetzt der Raum sein, all das zu ignorieren und sich auf etwas neues einzulassen.
Irgendwann setzt sich der Glaube an die Liebe, das Zusammenleben und die Möglichkeit echter Partnerschaft wieder durch und dann sind auch Deine Seele und Dein Herz bereit etwas Neues zu beginnen.
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Hangover


921 1 257
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| 20.06.2011, 16:01 |
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Keine Hektik, jeder merkt doch, wann er sich wieder einlassen kann.
Ich rede mit ihr über alles, sie kennt mich und meine Geschichte.
Dass mein Vertrauen extrem erschüttert ist, spüre ich (und sage ihr das auch, wenn ich es spüre).
Vorsichtig sind wir, und das ist gut so!
Auf ein Comeback hoffe ich aus den Gründen nicht, die ich mit Horizon ausgebreitet habe. Ich will keine Menschen in meinem Umfeld, die unreflektiert sind. Hab ich schmerzhaft lernen dürfen.
Meine Ex kann machen, was sie will. Weh tut die Erinnerung an die gemeinsame Nähe und Vertrautheit, die vielen Erlebnisse zusammen, nicht aber die Tatsache, dass es zuende ist.
Ihr Schicksal ist ihres, und aus bekannten Gründen möchte ich darin keine Rolle mehr spielen.
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New York
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| 22.06.2011, 07:03 |
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| Danke Horizon das macht mir Mut. Einerseits finde ich das Alleineleben gerade vollkommen ok, andererseits bin ich oftmals auch ziemlich einsam. Ich habe zwar viele Freunde, Bekannte und meine Familie aber einen Partner können auch diese nicht ersetzen. Ich denke mal die Wunden müssen erst heilen um anschließend zu Narben zu werden. Ich hoffe die Zeit hilft dabei und ist auf meiner Seite. Und wer weiß, vielleicht geht mein Wunsch nach einer eigenen kleinen Familie auch irgendwann einmal in Erfüllung.
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Neffi-Maus


501 1 69
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| 22.06.2011, 10:01 |
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Da gebe ich Hang recht....wenn man sich ersteinmal darüber klar geworden ist, wer man ist und worauf sich ein neuer Partner also einstellen muss, dann kann es nur noch besser werden.
Mein Ex ist auch von der Sorte: unreflektiert, affektiert, selbstverliebt..ach, was weiß ich nicht noch alles..da gibt es eine ganze Menge an Eigenschaften, die ich NIE mehr an meiner Seite wissen will.
Meinen neuen Partner habe ich dahingehend geprüft und für mehr als nur gut befunden..als er mir von seinem Drama im letzten Jahr erzählt hatte, schloß er den Bericht damit, dass er keine Lust mehr habe immer nur der Spielball für Leute zu sein, die selber im Leben noch nicht angekommen sind.
Und wem geht dann nicht das herz auf?
Hang,ich wünsche dir alles alles Gute mit der neuen Herzensdame^^
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Julian01

89 2 13
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| 05.07.2011, 01:08 |
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Hallo Hangover, ich habe gerade das gleiche durch wie du. Wurde auch nach 8 1/2 Jahren von der Frau meines Lebens verlassen. Von heute auf morgen, neuer Typ den sie interessant findet und sie liebt mich ja nicht mehr. Tja.
Finde es toll wie du mit der Situation umgegangen bist, wie du weitergemacht hast obwohl es innendrin sich anders aussah. Deine Schilderungen geben mir echt mal Mut das ich nach dem "Tal des Trauers" auch wieder zu meiner alten Stärke zurückfinde. Ich glaube auch das es bei mir weitergeht, eigene Wohnung ist in der Mache, Freunde halten auch zu mir, was will ich eigentlich mehr!
Ich danke dir wirklich für deinen Beitrag und hoffe das bei dir alles wieder einigermaßen cool ist.
Mfg und schönen Montag Abend
Julian
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Hangover


921 1 257
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| 05.07.2011, 07:54 |
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Moin Julian,
ich habe in 'meinem' Faden schon länger nicht mehr vom Verlauf der Genesung berichtet.
Es freut mich daher auch besonders, dass Du ihn ausgebuddelt und gelesen hast.
Tja, hat sie Dich auch nach einer veritablen gemeinsamen Zeit einfach abgestriffen. Gibt es also noch mehr Frauen da draussen, denen entweder der Ar... in der Hose fehlt, eine sterbende Beziehung anzusprechen und stilvoll zu beenden, oder die sich einfach nicht die Bohne selber kennen, so dass sie nicht merken, wenn etwas falsch läuft.
Toll gefühlt habe ich mich während der letzten Monate selten, aber im Vergleich zu den ersten Wochen scheint mir im Augenblick die Sonne aus dem Hintern. Meine Wohnung ist echt eine kleine Schatzschatulle, gemütlich und nach meinen Vorstellungen gestaltet. Die Nähe zu meinem sozialen Umfeld wird mich aufgrund von Schlafmangel und Leberschaden zwar früh ins Grab bringen, aber es macht unglaublich Spaß, meine Leute in Fußentfernung um mich zu wissen.
Sowieso...., die Leute....., was ich mal wieder über Freundschaft erfahren habe...
Ohne diese Säule im Leben säße ich jetzt nicht grinsend hier und dächte nicht an den feinen gestrigen Abend auf dem Geburtstag eines Freundes und der anschliessenden Nacht in den Armen meiner jungen Dame, die so alles ganz anders macht als die Ex.
Ja, alles in allem ist es bei mir wieder cool, wie du hofftest.
Ich habe herausgefunden, dass viele der negativen Gefühle, die ich nach dem ersten Schock (und auch dem zweiten und dritten...) verspürt hatte, mit verletztem Stolz zu tun hatten.
Die Verletzung heilt langsam zu, sie ist noch da, ich spüre sie letztendlich jeden Tag, aber das Zwicken wird leiser und der Schmerz dumpfer.
Es gibt Rückschläge, sogar heftige (Rückgabe der gemeinsamen Wohnung inkl. erstem Aufeinandertreffen seit März Mitte letzter Woche), aber das sind normale Reaktionen. Ich habe ja wohl nicht geglaubt, dass mich eine solche Zäsur nicht noch länger und nachhaltiger beschäftigen würde?
Man muss sich Zeit nehmen, Zeit geben!
Und man sollte alles so bewusst wie möglich erleben. Klingt paradox, weil man den Schmerz, der mich teilweise mit einer Macht weggespült hat, deren Existenz ich nicht für möglich gehalten hätte, ja eigentlich fix loswerden möchte, aber der Schmerz ist so ein Geselle, der erst geht, wenn man sich mit ihm unterhalten hat. Hartnäckiger Kerl...
Ich fand und finde es sehr wichtig in dem Prozess, den Schmerz am Schopf zu packen und herauszufinden, wer er eigentlich ist. Ich zumindest kannte diese Intensität noch nicht; verlassen zu werden war für mich neu (muss auch kein Hobby werden, habe ich beschlossen).
Irgendwann sollte man sich klar darüber sein, was einem denn eigentlich so wehtut. Ist es tatsächlich der Verlust der Traumfrau (des Traummanns)? Ja? Wieso dann dieses unrühmliche Ende? Welche Traumfrau schnippt mich einfach weg wie eine Kippe?
Neee, nix Traumfrau. Liebe: ja, Traumfrau: nein.
Viel verletzter Stolz, spielt eine Rolle, viel Angst vor dem Alleinsein, vor der Einsamkeit ist dabei.
Auch die Versagensgedanken bescheren Schmerz, und man projiziert alles Gute der Welt in die Beziehung und den Partner. Verzeihung: Ex-Partner.
Wut spielt eine große Rolle, Zorn über die Art des Verlassen-Werdens. Wir beide wissen, wovon wir dabei reden...
Auch Eifersucht ist mit im Topf, mir haben die Gedanken an 'sie' mit einem Neuen anfangs quasi den Verstand geraubt.
Also ran an die Gefühle, genau hinschauen und verstehen, was was eigentlich ist, und woher es kommt. Wie fühlt es sich an, wenn ich die Ex in Gedanken vom Thron hole, wie, wenn ich ausspreche, dass ich unter verletztem Stolz leide.
Wir zerbrechen nicht daran, dass wir verlassen wurden. Wir zerbrechen daran, das nicht aufzuarbeiten!
Natürlich trauere ich einigem hinterher, 8 Jahre sind kein Pappenstiel. Aber ich kann es nicht ändern, dass sie sich ander orientiert hat, und ich muss auch nicht auf Knien durch die Gegend robben, damit mich eine Frau zur Kennntis nimmt, die nach 8 Jahren von einer Sekunde auf die andere große Augen macht und sich quasi zwischen Frühstück und Mittag entliebt hat.
Wer solche Kunststücke kann, hat in meinem Leben nichts mehr zu suchen. Das ist doch albern!
Du wirst aus Deinem Tal der Tränen wandern, Du bist letztlich längst auf dem Weg. Die Größe der Schritte, das Tempo der Bewegungen bestimmst zum großen Teil Du.
Es dauert, Abkürzungen nehmen ist nicht. Aber es geht voran, das kann man spüren, wenn man sich selber bewusst ist (<- gaaanz wichtig!).
Viele, die hier seit Äonen trauern und sich ein Leben ohne den Ex auch nach Jahren noch nicht vorstellen können, lassen nicht los, lassen den Ex einfach nicht los. Das ist gefährlich und kostet unendlich mehr Kraft, als irgendwann einfach anzuerkennen, dass es vorbei ist und sich vom reagierenden Opfer zum agierenden freien Menschen zu wandeln.
Naja, jetzt habe ich hier einen langen Vortrag verzapft, das wollte ich eigentlich gar nicht.
Aber heute geht es mir einfach gut.
Ich habe viel verloren, aber ich habe ebenso viel gewonnen. Und an den bunten Tagen sehe ich das Gewonnene deutlicher als das Verlorene.
Jemand sehr liebes hier schrieb gestern (gestern?), sie fühle sich wie eine Schlange während des Prozesses der Ablösung und Neufindung. Häuten und abstreifen der alten Haut, immer und immer wieder. Das ist eine verdammt gute Beschreibung dessen, was ich kennengelernt habe seit März.
Also Julian, nicht kirre machen lassen, der Alarm spielt sich in Deinem Kopf ab. Damit kann man mehr anstellen, als man in der Phase der Hilflosigkeit glaubt.
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Matze_68

30 3 12
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| 05.07.2011, 17:57 |
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Suuuuuuper geschrieben, Respekt ! Besser kann man es nicht zusammenfassen. ich denke genauso wie du schreibst.
l.g. Matze
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PostFee

7 0
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| 06.07.2011, 09:26 |
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Hallo und Danke Hangover.
Ich wurde am Wochenende verlassen von meinem Freund. Nächsten Monat wären wir 4 Jahre zusammen gewesen. Bereits seit 2 Jahren lebten wir in unserer gemeinsamen Wohnung. Ich weiß manchmal nicht, wie ich das schaffen soll durch den Tag zu kommen, aber das, was du hier geschrieben hast, zu sehen, dass du es geschafft hast aus dem Loch zu kommen, in das ich jeden Morgen wieder aufs neue reinfalle, gibt mir etwas meine Kraft zurück. =)
Ich weiß ich muss stark sein und kann es schaffen.
würd gerne meine geschichte erzählen, aber die ist endlos lange =P )
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New York
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| 06.07.2011, 13:08 |
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@PostFee: erzähl doch einfach oder schreib es dir in einem Tagebuch oder in einer Art Brief von der Seele. Manchmal tut das unendlich gut und hilft unendlich bei der Verarbeitung.
@Hangover: du bist quasi mein pendant in männlich und ich finde es mega genial zu sehen das es noch andere Menschen gibt die an die Verarbeitung einer Trennung so herantreten wie du es tust.
Anfänglich konnte ich mir null vorstellen wie es jetzt weitergehen soll, wie ich meinen Alltag gestalten soll, wie mit der Enttäuschung, dem Schmerz, dem Verlust umzugehen. Doch jetzt merke ich wie gut es mir doch eigentlich geht. Dann fällt mir auf, dass ich ein paar Tage nicht an ihn gedacht habe und dann muss ich lächeln. Tja, meine Mutter hat immer gesagt: die Zeit heilt alle Wunden. Wie ich diesen Spruch früher gehasst habe aber wie recht sie doch immer wieder damit hat/hatte. Man muss loslassen. Sonst ist man die frei. Es geht weiter, jeden Tag aufs neue und ja, es ist schwer und ja, es tut weh. Aber das ist völlig in Ordnung. Man lernt sehr viel über sich selbst wenn man es zulässt. Man lässt sich auf neue Dinge ein, trifft neue Leute. Ich muss oft meinen sogenannten Schweinhund überwinden wenn es darum geht Dinge alleine zu machen die ich vorher immer als Paar gemacht habe. Noch dazu wenn nahezu alle Freunde in einer festen Partnerschaft stecken.
Wer weiß wofür die Trennung gut war? Ich denke das wird sich zeigen. Aber den Kopf in den Sand stecken das bringt absolut gar nichts. Es kommen so schöne Momente auf einen zu, ganz ehrlich. Ihr müsst es nur zulassen und daran glauben dass der Schmerz absolut weniger wird.
Lieber Gruß
Sara
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Hangover


921 1 257
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| 04.10.2011, 15:30 |
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Knapp 7 Monate sagt der Blick auf den Kalender.
Hm, denke ich noch an sie? Ja, tu ich. Ich habe 1/5 meines Lebens mit ihr verbracht. Sie ist ein Teil meines Lebens, vor allem ein gewaltiger Part der letzten Jahre.
Habe ich ihr verziehen, mich ohne die wichtigen Antworten nach dem Ende zurückgelassen zu haben? Nö, habe ich nicht. Das wird auch noch dauern.
Momentan kann man mein Verhältnis zu Madame in etwa so charakterisieren: Ich würde sie nicht mal anpinkeln, wenn sie brennt.
Muss ich aber auch nicht.
Aber ich habe letztens Bilanz gezogen. Was ist besser, was ist schlechter in meinem Leben seit Mitte März?
Es scheint, als ob, wenn ich mal den Faktor 'verletzter Stolz' rausrechne, dass sich eigentlich nichts in meinem Leben zum Schlechten gewandt hat.
Ihr werdet aufschreien, dass es dann vorher ja gar nicht so toll gewesen sein kann!
Tja, was soll ich sagen? Sicherlich fehlt mir einiges aus meinem 'alten Leben', aber mein aktuelles Leben entpuppt sich immer mehr als _mein_ Leben, denn ich gehe keine faulen Kompromisse mehr ein.
Und das schreibe ich nicht mit trotzig geschürzten Lippen, sondern mit einem klaren Blick auf das, was meinen Alltag derzeit ausmacht.
Ich wohne in Wurfweite meiner Tochter, meine Freunde sind weiterhin meine Freunde, nur dass ich mehr Zeit mit ihnen verbringe, und ich bin stärker geworden, stärker als je zuvor.
Ich bin mir selber viel bewusster, bin eine Sprosse nach oben geklettert auf meiner persönlichen Lebensleiter. Was ich will habe ich klarer im Blick, weil ich erkannt habe, was ich auf keinen Fall mehr will.
Ob das jetzt zwingend so schmerzhaft ablaufen musste? Weiß ich nicht. Mögen andere eleganter lösen können für sich. Ich musste offensichtlich barfuß durch die Hölle, um zu wissen, was mich ausmacht und was nicht.
Habt den Mut, den Verlust zu akzeptieren und auch das Positive darin zu sehen! Lasst Euch nicht dauerhaft vom Selbstmitleid verschlingen, sondern nehmt den Weg ins Auge, der sich Euch bietet.
Nix ist zuende, bis Ihr aufgebt.
(Ich habe eine wunderbare Frau an meiner Seite, die so auf Augenhöhe ist, dass ich heulen könnte vor Glück manchmal. In 106 Tagen verschwinde ich für 4 Wochen nach Laos und in einem Monat schreie ich meine Roten in Kopenhagen zum Sieg. So what? )
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Diver

360 0 5
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| 04.10.2011, 15:49 |
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hey hangover, danke für dein beitrag macht echt mut
diver
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Uli
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| 04.10.2011, 19:47 |
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Hallo,
lese hier im Forum seit 5 Wochen mit (exakt da wurde ich nach 6 Jahren plötzlich und unerwartet verlassen). Meine Gefühlschaos brauche ich hier ja nicht mehr zu beschreiben, bin immer noch auf schwankendem Boden, schlaflos, verwirrt und völlig fertig. Eure Beiträge waren und sind klitzekleine Lichtblicke und geben mir ein wenig Halt und Hoffnung auf Besserung. Besonders Hangover hat mir mit seinen Beiträgen geholfen, die schwersten Stunden zu überstehen, mich mit dem wirklich grausamen Schmerz auseinanderzusetzen, quasi mich mit ihm zu unterhalten. Danke dafür! Bisher habe ich mir keine Wut erlaubt, habe mir den Großteil der Schuld angelastet, aber so ganz langsam kommt sie durch! Mein Ex hatte hier in unserer kleinen Siedlung seit Monaten ein Verhältnis, Klassisch: alle wussten es, außer mir natürlich. Jetzt ist er gegenüber in ihre Wohnung gezogen nur mit Köfferchen "bewaffnet". Erfahren habe ich es durch den Ehemann, der nachts wutentbrannt bei uns vor der Türe stand.
Wir haben seitdem nicht mehr gesprochen, den Wechsel sang und klanglos
vollzogen. Habe es aber geschafft, die Kontaktsperre einzuhalten (nur durch euch), bin ich ein bisschen stolz drauf. Es ist ein harter Weg, das Tal tief und dunkel und kein Fahrrad in Sicht!
LG
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ReCharge
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| 04.10.2011, 19:50 |
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| Uli hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
lese hier im Forum seit 5 Wochen mit (exakt da wurde ich nach 6 Jahren plötzlich und unerwartet verlassen). Meine Gefühlschaos brauche ich hier ja nicht mehr zu beschreiben, bin immer noch auf schwankendem Boden, schlaflos, verwirrt und völlig fertig. Eure Beiträge waren und sind klitzekleine Lichtblicke und geben mir ein wenig Halt und Hoffnung auf Besserung. Besonders Hangover hat mir mit seinen Beiträgen geholfen, die schwersten Stunden zu überstehen, mich mit dem wirklich grausamen Schmerz auseinanderzusetzen, quasi mich mit ihm zu unterhalten. Danke dafür! Bisher habe ich mir keine Wut erlaubt, habe mir den Großteil der Schuld angelastet, aber so ganz langsam kommt sie durch! Mein Ex hatte hier in unserer kleinen Siedlung seit Monaten ein Verhältnis, Klassisch: alle wussten es, außer mir natürlich. Jetzt ist er gegenüber in ihre Wohnung gezogen nur mit Köfferchen "bewaffnet". Erfahren habe ich es durch den Ehemann, der nachts wutentbrannt bei uns vor der Türe stand.
Wir haben seitdem nicht mehr gesprochen, den Wechsel sang und klanglos
vollzogen. Habe es aber geschafft, die Kontaktsperre einzuhalten (nur durch euch), bin ich ein bisschen stolz drauf. Es ist ein harter Weg, das Tal tief und dunkel und kein Fahrrad in Sicht!
LG |
Willkommen! Vielleicht willst Du Deinen Fall ja in einem Thread posten, evtl. können wir gemeinsam etwas aufarbeiten.
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Hangover


921 1 257
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| 05.10.2011, 08:05 |
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Moin Uli,
ach, das ist einfach eine riesengroße Scheiße. Auch noch vor der eigenen Haustür, und auch noch so, dass alle Bescheid wussten. Quasi der Klassiker....
5 Wochen sind noch nicht viel, da ist der Panzer noch ganz dünn, oder noch gar nicht vorhanden. Nach Variante 2 klingst Du.
Aber wieso hast Du Dir die Schuld aufgebürdet? Ist das so ein Ehefrauen-Ding, frei nach dem Motto 'ich bin so langweilig und biete ihm nix'?
Und der Ar... wohnt jetzt Dir gegenüber? Direkt? Uff....
Wut zulassen ist wohl das adäquateste Mittel der Stunde.
Und ja, der Weg ist definitiv kein Spaß. Aber er wird leichter, ganz sicher.
Allerdings wirst Du dafür Dein Leben klären, ordnen müssen. Diese Gegenüber-Situation geht natürlich auf Dauer gar nicht.
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Uli
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| 05.10.2011, 09:44 |
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Guten Morgen,
vielen Dank für eure schnellen Antworten, wusste garnicht, dass ich mich noch so freuen kann!
Ja, mein Gerüst ist zusammengebrochen (ist nicht umsonst Vollhandwerk und ich bin kein Meister). Jetzt heißt es neu aufbauen, fester, stabiler. Nach 5 schrecklichen Wochen komme ich langsam bei mir an. Hab ein wenig Kraft mich selbst ehrlich zuzulassen und kann klarer denken und fühlen, mich und meinen Ex, den ich nur vernebelt idealisiert habe. Wir hatten problematische Zeiten, die unsere Existenz bedroht haben. Allerdings habe nur ich versucht, Lösungen zu finden, meistens auch gefunden. Unsere Beziehung war für mich immer stabil, von meiner Seite grenzenloses Vertrauen, dass wir zusammen alles schaffen.
Diesen anderen Menschen, so wie er ist, habe ich gerade erst kennengelernt und hätte ihn nie haben wollen. Das hilft schon.
Das Loch ist noch tief, aber meine Lebenserfahrung (bin 54) sagt mir jeden Tag, das wird. Positiv ist auch, dass meine Familie und Freundin, sogar Arbeitskollegen und Chef mich sehr unterstützen, das hat mich wohl vor dem Schlimmsten bewahrt!
Am Ende des Tals kann es für mich nur gut werden, da freue ich mich sehr drauf und gibt mir langsam meine Stärke zurück.
Wünsche euch einen hellen, freundlichen Tag!
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Hangover


921 1 257
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| 05.10.2011, 10:20 |
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Deine Lebenserfahrung ist mit Sicherheit eine große Hilfe. Wenn Du bereits harte Zeiten durchlebst hast, auch wenn das mit dem Partner war, weißt Du, dass man nicht im Loch bleibt, wenn man das nicht zulässt.
Das ist ein Riesenvorteil gegenüber den 'Anfängern' im Hinfallen.
Und wir wissen ja: Hinfallen ist nicht schlimm. Das passiert, das gehört dazu. Liegenbleiben ist das Drama. DAS gilt es zu vermeiden.
Bei aller Klarheit, die Löcher kommen natürlich noch. Aber das schaffst Du auch.
Stabilisier Dich erstmal in Ruhe, und dann bau Dir was Neues auf.
Dir auch einen hellen Tag!
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Hangover


921 1 257
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| 20.02.2012, 16:57 |
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Wo ich schon mal hier bin.....
War was? Ja.
Ist aber durch.
Thema kann geschlossen werden.
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norwid68

976 5 81
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| 20.02.2012, 21:50 |
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...und das ist auch gut so, hango
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