Gabi2014
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Ich habe meinen Ehemann 2004 in einem Datingportal kennengelernt.
Schnell kam es zum ersten Treffen. Mit seinen Erzählungen, was er beruflich macht, wie er sich damals (Mitte der 80-iger) um seine Tochter gekümmert hat als seine erste Frau die beiden sitzen ließ usw. beeindruckte er mich. Ich dachte, endlich ein Mann dem sein Kind wichtig ist und der über ausreichende eigene Finanzen verfügt. Dass er zum damaligen Zeitpunkt etwas knapp bei Kasse war, erklärte er mit der Saison. Er war jeden Tag in meiner Wohnung und kümmerte sich um die Haushalt, während ich arbeiten war. Nach kurzer Zeit machte ich ihm den Vorschlag, dass er zu mir zieht, da meine Wohnung doppelt so groß war wie seine. Wenige Tage nach meinem Vorschlag, klingelte Abend das Telefon, seine Mutter berichtete, dass seine Wohnung geräumt wird. Erklären konnte er sich das angeblich nicht, da er immer Miete gezahlt hätte, er vermutete einen Racheakt eines Ex-Auftraggebers, der die Wohnung an ihn untervermietet hätte. Er brachte noch einige Kleidungsstücke zu mir und seitdem leben wir zusammen.
Da er durch die Räumung kein Werkzeug mehr hatte, konnte er nicht mehr arbeiten und plante ein Onlineportal. Er sagte zu mir, dass er lediglich meine Telefonrechnung erhöhen würde und ich gab mein OK. Das Portal lief halbwegs an und somit musste auch ein Gewerbe angemeldet werden. Er bat mich, dass das Gewerbe auf meinen Namen läuft, ich muss mir auch keine Sorgen machen, er wird sich um Einkommen und Zahlung der Kosten kümmern. Von meinem Erbe bezogen wir ein teilfinanziertes Haus in einer anderen Stadt. Mittlerweile hatte er wieder angefangen handwerklich zu arbeiten und das Unglück nahm seinen Lauf. Die Kunden zahlten nicht, bald war mein Vermögen aufgebraucht und meine Rentenversicherung gekündigt. Nach nur 2 ¼ Jahren landeten wir beim Jobcenter. Einiges Geld ging auch für falsch parken, abschleppen sowie Rechtsanwalts- und Gerichtskosten drauf – da er immer wieder beim fahren ohne Führerschein erwischt wurde. Wobei ich als Firmeninhaber und Halter mit belangt wurde. Ebenso wurden sämtliche Schulden auf meinen Namen gemacht.Die Situation setzte mir sehr zu, wir stritten uns oft und ich habe viel Prügel kassiert.
2009 bekam er dann die Ladung zum Haftantritt, den er verstreichen lies. 2010 brach die Polizei die Türe auf und nahm ihn mit. Zeitgleich wurde das Haus zwangsversteigert. Mein damaliger Arbeitgeber stellte mir eine „Werkswohnung“ zur Verfügung. Das wäre der Zeitpunkt gewesen den Absprung zu schaffen, aber ich habe 6 Monate auf meinen Mann gewartet. Es ging vielleicht 4 oder 6 Wochen gut, dann begannen die Streitereien aufs Neue. An einem Abend packte er mich, schleppte mich ins Nachbarhaus, klingelte bei meinem Chef und schubste mich mit den Worten „hier haben sie meine Frau“ in die Wohnung. Mein Arbeitgeber verlangte die Trennung, aber ich stellt mich wieder hinter meinen Mann. Dann verlor ich den Job und somit auch die Wohnung. Eine andere Wohnung war schnell gefunden, aber auch hier funktionierte Nichts. Ende 2011 suchte ich mir einen Job und eine Wohnung in meiner alten Heimatstadt und wollte meinen Mann verlassen. Daraufhin versprach er mir, dass er sich ändert – nicht mehr schlagen und immer arbeiten gehen. Und ich nahm ihn mit.
Selbstverständlich hielten die guten Vorsätze nicht lange an. Nach ca. 3 Monaten war er wieder ohne Einkommen und die Streitereien gingen wieder los. Mit dem Schlagen hielt er sich zurück, kippte mir allerdings einen ganzen Eimer dreckiges Putzwasser ins Gesicht, als ich auf der Toilette saß. Ich sagte ihm, er soll ausziehen, nichts passierte. Anfang 2013 landeten wir wieder für 6 Monate beim Jobcenter. Seit Mitte 2013 arbeitet er auf Abruf, Ende 2013 schrieb er eine „aufgebrachte“ Mail an seinen Auftraggeber, was 2 Monate Auftragssperre zur Folge hatte. Vor ca. 4 Wochen sagte ihm wieder, dass er endlich ausziehen soll. Nichts passiert. Nun fand bei einem Kunden meines Mannes eine Überprüfung statt und mein Mann behauptete, dass ich die Auftragnehmerin sei und er mein Angestellter. Dabei habe ich mit dem Auftrag überhaupt nichts zu tun!
Ich bin es so was von Leid, ich ertrage diese Achterbahnfahrt nicht mehr.
Ich ertrage es nicht mehr, dass der Kühlschrank manchmal 2 Wochen leer ist.
Ich will mir nicht mehr anhören müssen wie er sich gegenüber anderen profiliert, weil in Wahrheit nichts auf die Reihe bekommt.
Ich will nicht mehr herhalten müssen, weil er seine rechtlichen Sachen nicht regelt.
Er sagt, er liebt mich und schaut zu wie wie ich jeden Tag mehr vor die Hunde gehe.
Aber Hauptsache er macht das was ihm in den Kram passt.
Durch den Status Ehefrau bin ich ihm anscheinden ausgeliefert.
Ausziehen kann ich nicht, da sonst die Räumung meines Mannes zu meinen Lasten geht
Gabi