V
Verdünnung
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Zitat:Wenn Du aber zuhause bleiben musstest um auf den Großen zu warten, dann kannst du selbstverständlich die Wartezeit auch nutzen, wie Du magst...da sehe ich zwischen Fernseh schauen, was essen oder eben Spaß haben keinen Unterschied.
Ja, ich sag mal so: Sicherlich wäre es möglich gewesen, dass ich irgendwie bei der Kaiserschnitt-Geburt hätte dabei sein können. Dann hätten wir uns irgendwas einfallen lassen müssen wegen unserem Sohn. Hätten wir intensiver überlegt, wäre uns da sicherlich was eingefallen, aber wir wollten es nicht zu kompliziert machen. Der Termin lag einfach ungeschickt für uns und große Lust auf eine Kaiserschnitt Geburt hatte ich auch nicht (hab bei unserem ersten Sohn alles mitbekommen und das war alles andere als schön - Frau kotzt mich voll, Kind kam nach der Geburt weg wegen Problemen durch die lange Geburt, hab es nicht sehen können und meine Frau ist sofort nach der Geburt auf Station gekommen um zu schlafen. War wenig toll dieses Ereignis). Ich fürchtete erneut so eine Geburt - dass es ganz anders war, konnte ich nicht ahnen. Ich hab die Wartezeit dann entsprechend genutzt und mich abgelenkt. Bin auch nicht stolz drauf, erst recht nicht, nachdem ich weiß, wie schön diese Geburt doch war.
Zitat:Anscheinend muss Deine Frau offener zu Dir werden. Nicht das eine sagen und das andere meinen. Irgendwie wollte sie Dir auf biegen und brechen gut tun oder hat sich schlichtweg nicht getraut, Dir deutlich zu machen, was sie stört.
Das mit der mangelhaften Kommunikation wissen wir inzwischen. Meine Frau hat immer was anderes gesagt als sie sagen wollte - zum einen, um keinen Streit aufkommen zu lassen und Harmonie zu bewahren und zum anderen, weil sie befürchtete, sie würde dann irgendwie bei mir anecken, bei mir in Mißgunst fallen. Totaler Blödsinn, da ich immer auf 100% Ehrlichkeit bedacht war und das auch von ihr erwartete. Sie sagte ja auch gelegentlich, dass meine Neigungen garnichts für sie sind, sie manchmal schon anwidern und ärgern - um dann 3 Wochen später mit mir zusammen nach schicken Mode-Accesoires oder Kleidern, Wäsche & Co zu shoppen. Sie bestellte sogar öfters extra Sachen für mich mit. Ich verstand dieses Verhalten nicht, dachte aber, ok - sie findets nicht toll, akzeptiert und toleriert es aber und sieht mich als Mensch mit Fehlern. Das es so schlimm für sie war, war mir nie bewusst. Sie hat sich immer wieder bei ihrer Mutter und Schwester über mich ausgeheult, mir aber nichts davon gesagt. Finde ich natürlich schade.
Zitat:Und Du lässt Dich zu einem zweiten Kind überreden...
Ja, ich wollte wirklich kein zweites Kind. Habe mich jahrelang erfolgreich dagegen durchgesetzt, war auch nie die richtige Zeit dafür da. Nach Hausbau kam aber etwas Ruhe rein und da wollte ich ihr den Wunsch erfüllen, auch wenn ich nicht absolut davon überzeugt war. Heute sehe ich das anders, meine Tochter ist der absolute Sonnenschein in meinem Leben, so anstrengend sie auch manchmal ist.
Ich denke, das mit dem Sx wird sich im Laufe der Zeit einränken. Momentan ist alles etwas chaotisch und dazu noch Krankheit, Stress. Ich dränge halt sehr, ärgere mich dann über mich selbst, weil ich weiß, dass es kontra-produktiv ist. Irgendwie habe ich den Zwang, die versäumten Jahre aufzuholen, so dumm es klingt.
Gestern hat meine Frau gefragt, ob sie mit einer Kollegin nach der Spätschicht was trinken gehen darf. Diese Kollegin weiß von allem Bescheid und war da auch irgendwie involviert (der AM wollte einen Dreier mit ihr und meiner Frau und hat auch mit ihr geflirtet). Mir war das überhaupt nicht angenehm und das sagte ich meiner Frau auch. Die Situation "Nach der Spätschicht", "Trinken mit Kollegen" und dann an dem Tag (da hat der AM nämlich immer frei) hat mir bitter aufgestoßen und alle schlechten Gefühle hochkommen lassen. Ich weiß bspw. das die beiden schonmal was trinken waren abends und dann der AM vorbeigeschaut hat und sich dazu gesessen hat. Hab meiner Frau gesagt, dass ich das nicht gut finde, sie aber selber entscheiden muss. Alternativ habe ich ihr vorgeschlagen, mal tagsüber ins Cafe mit der Kollegin zu gehen. Einfach weils mich dann nicht an die Ereignisse von damals erinnert. Ist das ok? Oder ist das schon Kontrolle?
Übrigens war gestern auch meine Frau sehr deprimiert: In der Arbeit war sie alleine, keine Kollegen unmittelbar in der Nähe, da ergab sich viel Zeit zum Nachdenken. Dazu noch die Umgebung in der Arbeit, die sie an ihre Affäre erinnert, da er ja auch in der Abteilung arbeitet. Das war nicht leicht für sie, das konnte ich sehr gut sehen. Ich denke, sie hat auch ganz stark mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen.
Ich verkneife mir wirklich, zuviel zu fragen, manchmal rutscht halt was raus. Gar nicht so leicht, seinen Wissensdurst runter zu schlucken.