@nocheinechance Hallo

Ich würde mich erst einmal freuen, wenn du aus deinem Gaststatus, herrauskommst und dich bei uns anmeldest.
Ich habe jetzt einmal nur quer gelesen, und alles was ihr hier geschrieben habt, kommt mir sehr bekannt vor.
Lange war ich unglücklich, und kenne das alles, was die explosiven Streits sind, war bei Co-Abhängigen Frauen in einer Gruppe, fragte immer nach dem "Warum". Wir haben zwei Kinder aus unserer Ehe, jeder noch ein eigenes, sind schon dreifach Großeltern und das nächste Enkel kommt.
Nun hat man so viel aufgebaut, ging gemeinsam durch viele Berge und Täler, denkt, jetzt wird es gut und doch scheint alles so kompliziert.
Erkannte, dass alles eine selbstständige Dynamik annahm, die es zu durchbrechen galt, aber wie?
Dieses Jahr sind wir 30 Jahre zusammen, jetzt ist alles etwas holperig auf der neuen Straße, aber .... es geht voran.
Was ich entdeckte, war das ich mich selbst verlor. Ich tat nix, aber auch garnichts für mich. Lebte allein für uns. Von meiner Seite her erdrückte ich alles, im hangeln nach dem gemeinsamen Glück.
Was ich erkannte, dass sich Liebe verändert, auf beiden Seiten. Wir uns verändern mit der Zeit, und unsere Sehnsucht der Vergangenheit nachhängt. Aber es wird nicht mehr, wie es begann! Und so schleicht die Zeit der Veränderung sich ein, und wir vergessen, mit der Zeit mitzugehen. Vergessen uns, und vergessen den anderen. Nehmen uns und dem anderen die Luft zum atmen.
Wir wollen ankommen im Leben und haben es vor der Tür! In Wahrheit, geht es eigentlich um uns, wie wir es empfinden, wie wir es wahrnehmen.
So wie du, nahm ich die Worte meines Mannes auf. Nur gab ich irgendwann weniger zurück, bis fast garnichts, wollte nur verstehen, was er mir mit seinen Worten sagen will?
Was daraus entstand, ist, dass ich mich auf dem Weg zu mir machte. Versuchte mich ersteinmal neu kennenzulernen, fragte mich, was ich will, was ich nicht will, lernte meine Grenzen kennen. Und nachdem ich von mir wusste, was ich will, wer ich bin, veränderte sich die Welt, veränderte sich mein Mann und auch mein Umfeld.
Ich kann garnicht alles so attock hier aufschreiben, nur, dass es gut war, dass ich es nicht beendete. Ich aber mir heute auch sagen kann, ich kann gehen, wenn ich dabei zu Grunde gehe.
Und das ist es, was man dann irgendwie entscheiden muss, lernen muss. Wenn es ein Wir geben soll, ist das Ziel erkannt. Dann muss man lernen, wie es geht und aufstehen und gehen, wohin das Herz dich trägt. Doch eine Chance gibt es nur, wenn wir uns selbst erkennen, mit all unseren Macken. Ehrlichkeit zu sich selber ist Schonungslos und tut auch manchmal weh! Der neue Weg, beginnt bei einem selbst.