_*Annika*_
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Es ist wie vertrackt. Ja, ich denke schon dass es Fortschritte gibt, aber soooo langsam. Immerhin weine ich inzwischen nicht mehr jeden Tag. Und es gab schon einzelne Momente, da hab ich das Gefühl, es ist gut so wie es ist. Einmal habe ich mich sogar gefragt, was ich eigentlich mit ihm wollte, er passt doch gar nicht zu mir. Die Momente gibt es, es sind aber eben sehr wenige und hält immer nur sehr kurz an. Die Trauer überwiegt nach wie vor. Sollte ich nach 1/2 Jahr nicht weiter sein? Und dann ständig wieder diese Rückfälle, in denen man das Gefühl hat, es wird niiiiie wieder gut, man wird niiiie wieder glücklich ohne ihn... Positiv ist (und in dem Zusammenhang auch etwas absurd), dass ich keine Zweifel daran habe, dass die Trennung für uns beide besser ist. Das ist eine ganz klare Sache: Die Trennung war die richtige Entscheidung. Aber es fällt mir so verdammt schwer, ihn emotional loszulassen!
Heute bzw. jetzt grade habe ich wieder einen richtig schlimmen Rückfall. Es tut einfach nur soooo weh, er fehlt mir so sehr, das tut schon fast körperlich weh. Und das nach 1/2 Jahr. Ich vermute, ich weiß, woran es heute liegen könnte: Ich unterschreibe morgen einen Vertrag für eine neue Wohnung. Wir haben zwar nie zusammen gewohnt, aber alles in meiner Wohnung erinnert mich trotzdem an ihn. Der Schritt umzuziehen (der mit Sicherheit richtig ist!) fällt mir einfach so schwer, ich hab da richtig Angst vor. So ist er immer noch ein bisschen hier, wenn ich umziehe ist er weg. (Was ja andererseits auch Sinn der Sache ist...)
Ich bin eigentlich jemand, der das Leben gerne mag, ich bin sehr aktiv, bin gerne unter Leuten, ich mag den Sommer, die Feste, das Feiern. Aber dieser Schritt, ihn gehen zu lassen und "zurück ins Leben" zu gehen, fällt mir so wahnsinnig schwer! Im Moment mach ich sehr wenig (außer spazieren gehen und lesen), aber ich bin so erschöpft, es ist mir alles einfach zu viel im Moment. Da ist es nur schwierig, "ins Leben zurück" zu gehen, die Energie dazu fehlt mir.
Keine Ahnung, ich musste mir das grade einfach mal von der Seele schreiben. Vielleicht kann es jemand verstehen? Oder mich ein bisschen aufbauen?