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Abhängigkeit vom Partner

B

butterbeer
Mitglied

Beiträge:
2
Themen:
1
Mitglied seit:
in Hallo Smile

Ich bin seit bald einem Jahr in einer eigentlich sehr glücklichen Beziehung.

Mein Freund und ich hatten kürzlich eine kleine Krise nach einem Vorfall. Wir hatten viele Diskussionen und auch die Beziehung hinterfragt. Mir ging es in der Zeit sehr schlecht, ich hatte große Angst, ihn zu verlieren. Wir versuchen nun, das Ganze hinter uns zu lassen und unsere Beziehung wieder in die richtige Bahn zu leiten. Wir wollen das beide, müssen aber noch ein paar Sachen verdauen.

Mir ist nun bewusst geworden, wie abhängig ich von einer Person bin. Ich hatte wirklich das Gefühl, wenn er mich verlässt, hat mein Leben keinen Sinn mehr. Und das erschreckt mich. Denn eigentlich möchte ich eine selbstbewusste, unabhängige Person sein und mich nicht über eine Beziehung definieren. Ich möchte unabhängig von anderen Menschen mit mir selber zufrieden sein. Nur bin ich das leider überhaupt nicht. Mir wars schon immer wichtiger, dass es allen anderen gut geht und habe mich zurückgestellt.

Auch jetzt habe ich große Angst, dass die Beziehung doch noch in die Brüche geht und fürchte mich vor der Einsamkeit. Möchte ihn nicht verlieren, weil ich ihn so sehr liebe. Ich habe Verlustängste und fühle mich leer.

Hat jemand Tipps, wie ich mit solchen Situationen besser umgehen kann?

#1


P
Naja, im Grunde hast du es ja selber genannt: Abhängigkeit.

Dass man verletzt ist bei einer Trennung zu einem beliebten Menschen ist normal.

Wie sieht es denn an den anderen Fronten aus? Freundeskreis, Familie, Job, Hobbys usw.?
Die Frage ist ja eher wie selbständig man da aufgestellt ist. Eine Beziehung sollte ja das Beiwerk zum Leben sein, nicht das komplette eigene Leben.

Wenn die Beziehung alles ist, dann bricht logischerweise auch alles ein, wenn die Beziehung weg ist.
Nur haben Beziehungen es ja so an sich, dass da zwei entscheiden.
Für dein Leben hingegen entscheidest und bist nur du allein verantwortlich.

x 3 #2


A


Abhängigkeit vom Partner

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Catalina
Zitat von butterbeer:
Hat jemand Tipps, wie ich mit solchen Situationen besser umgehen kann?

Naja, du könntest dir bewusst machen, dass du die ganzen Jahre, bevor du ihn kanntest, auch ohne ihn gelebt hast. Du bist auch alleine ein vollständiger Mensch und komplett lebensfähig.

Ich finde es immer schwierig, wenn man sein eigenes Wohl und Wehe so sehr von einem anderen Menschen abhängig macht, dass man das Gefühl bekommt, ohne diesen Menschen nicht mehr leben zu können. Das ist auch viel zu viel Druck und Erwartungen an den Partner und der merkt das, auch wenn du nichts sagst.

Dein Leben ruht in so einem Fall nur auf einer einzigen Säule - nämlich deinem Partner. Es gibt aber noch genug andere Säulen, die genauso wichtig sind und Halt geben können, wie z.B. Freunde, Familie, Job, Hobbys. So eine (gefühlte) Last, sollte niemals auf dem Partner allein liegen.

Wie schaut es denn da bei dir aus? Hast du Freunde, einen Job, den du magst oder irgendwelche Hobbys? Je lebenswerter du dein Leben - unabhängig von ihm - einrichtest, desto weniger bist du anfällig für emotionale Abhängigkeit.

x 2 #3


B
Danke für eure Antworten.

Zu euren Fragen: ich habe Kinder, bin Vollzeitmama und habe keine richtigen Hobbys. Freunde und Familie vorhanden, habe eigentlich ein gutes Umfeld und weiß, dass ich jederzeit aufgefangen werde.

Ich war nie lange alleine. Daher ist dieser Gedanke für mich alles andere als schön. Bin durch und durch ein Beziehungsmensch. Aber was ich weiß: sollte diese Beziehung in die Brüche gehen, kann ich mich definitiv auf niemanden einlassen und werde erstmal alleine bleiben.

#4


brokenforever
Zitat von butterbeer:
Aber was ich weiß: sollte diese Beziehung in die Brüche gehen, kann ich mich definitiv auf niemanden einlassen und werde erstmal alleine bleiben.

Und was wäre da so schlimm daran?

Die Zeit, die man "allein" verbringt - kann mit "mit sich selbst" nutzen.
Das ist sehr heilsam und lässt viele Erkenntnisse zu.

x 1 #5


P
Zitat von butterbeer:
Danke für eure Antworten. Zu euren Fragen: ich habe Kinder, bin Vollzeitmama und habe keine richtigen Hobbys. Freunde und Familie vorhanden, habe ...

Da seh ich einen Knackpunkt. Durch und durch Beziehungsmensch würde ich das nicht nennen wenn man von einer in die nächste Beziehung hüpft. Ich sehe das eher als einen Menschen der mit sich selbst nicht gern alleine ist.Und da ist die Frage, warum?

x 2 #6


Catalina
Zitat von butterbeer:
Ich war nie lange alleine.

Das dachte ich mir fast. Ich finde es wichtig, wenigstens einmal im Leben eine Zeit lang komplett alleine, also ohne Partner, zu sein und auch zu leben damit man lernt, dass das nichts ist, wovor man sich fürchten müsste, sondern dass man das Alleinsein durchaus auch genießen kann. Allein dieses Wissen, dass man es kann wenn man muss, verleiht eine Menge innere Unabhängigkeit.

x 2 #7


E
@butterbeer
Du WIRST ohne ihn leben können.
Warum solltest du auch nicht?

#8


E
@butterbeer
Unsicherheiten und Verletzlichkeit können mal auftreten. Auch das Gefühl sich selbat in dem verletzlichen Zustand nicht zu mögen.

Du schreibst, du bist Vollzeitmama. Das heißt dann wahrscheinlich auch, dass du aktuell keine echte finanzielle Unabhängigkeit hast? Das wischt frau schnell weg, kann aber unterschwellig am Unterbewusstsein nagen. Auch, dass man als Vollzeitmama plötzluch sehr viel der sogenannte Care Arbeit übernimmt. - Was letzlich nur ein Euphimismus für Pützen, Kochen, Wäsche waschen, Sachen hinterherschlepoen und der Service für andere Familienmitglieder ist. Auch das kann zehren.

#9


P
Du bist komplett normal.

#10


Laetitia2024
@butterbeer
Du solltest eine Therapie machen, um deine Verlustängste zu ergründen und zu bearbeiten. Such dir ein Hobby, das dir mehr Selbstbestätigung verleiht und nichts mit deinem Partner zu tun hat.

#11


A


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