Zitat von Luna-2020: Kontakt zwischen uns ist nie abgebrochen. Inzwischen haben wir uns zwei Mal wieder gesehen.
Wie soll.ich das verstehen. Vor zwei Jahren hat er sich getrennt und Ihr habt Euch seither ganze zwei Mal im real life gesehen?
Zitat von Luna-2020: Monate später stellte sich heraus, dass er mit einer anderen Frau / seiner Arbeitskollegin ein Kind gezeugt hatte. Die Affäre hatte keinen Bestand.
Also hat er mit der Ex-Affärenfrau keinen Kontakt mehr? Oder doch? Was ist mit dem Kind? Kümmert er sich darum so wenig wie um Dich?
Zitat von Luna-2020: Er hat mir gesagt, dass wir; unser Hund und ich, nach wie vor das wichtigste in seinem Leben sind
Na das ist ja schön, dass er das sagt und Du das glaubst. Aber eine Beziehung ist das nicht, denn Du hangelst Dich seit zwei jahren in der Warteschleife entlang. Sagen kann er viel, kostet ihn ja nichts, aber Taten folgen keine.
Um den Hund kann er sich ja auch nicht kümmern, er ist ja gar nicht da.
Zitat von Luna-2020: Wir haben bei unserem Wiedersehen (jeweils 3 Tage) nie darüber gesprochen, was das jetzt für eine Art Beziehung ist.
Vermutlich warst Du zu feige und wolltest das Treffen nicht durch drängende Fragen belasten. Wer nicht fragt, bekommt keine Antworten. Aber halt, eigentlich doch. Denn Du siehst ja seine Taten, die sich auf gelegentliche Telefonate beschränken. Im Grund genommen weißt Du so gut wie nichts über ihn, denn er lebt sein Leben weit weg, an dem Du keinen Anteil hast.
Zitat von Luna-2020: mer noch verheiratet. Fakt ist: ich kann das Ganze nicht greifen und immer wieder kann ich sein Verhalten nicht deuten. Mal meldet er sich seitdem täglich. Mal verschwindet er für einige Tage in der Versenkung. Ich merke, dass das sehr viel mit meinem Gefühlsleben macht. In mir entsteht Traurigkeit, ein Gefühl nicht wichtig genug zu sein, Angst vor Erneuter Enttäuschung und irgendwie auch Wut.
Also spielt Ihr Euer "Modell" nach seinen Spielregeln. Er bestimmt, wie oft und intensiv der Kontakt aussieht und Du bist das passive Anhängsel, das zum Warten verdammt ist. Es ist kein Wunder, wenn in Dir Wut entsteht, weil Du nämlich spürst, dass Du nichts zu sagen hast und Dir die untergeordnete Rolle bleibt, während er verfährt, wie ihm gerade ist.
Du hast Dich hier in eine Schleife verheddert, aus der Du nicht mehr rausfindest. Du weißt, dass Du wie das Kaninchen vor der Schlange wartest. Meldet er sich wieder, fühlst Du Dich momentan wieder gut. Dann lässt er den Kontakt wieder ruhen und in Dir steigen altbekannte Panikgefühle auf, die Deinen Selbstwert in Frage stellen. Dein Selbstwert ist von seinem Verhalten abhängig und damit hast Du aufs falsche Pferd gesetzt, denn Du brauchst die Zufuhr von außen, die aber nie stabil ist.
Zitat von Luna-2020: Andererseits sage ich mir: wenn man jemandem wichtig ist, dann ist doch immer Zeit für eine kurze Nachricht. Eigentlich möchte er mich am Wochenende wieder besuchen.
Womit Du absolut Recht hast,. Wärst Du ihm wichtig, nähme er sich Zeit. Und eigentlich wollte er Dich besuchen. Kam er denn nun oder nicht?
Luna, Du gehst miserabel mit Dir selbst um und das spürst Du auch. Denn er bestimmt über Dein Wohl und Wehe und das aus weiter Ferne. Das hindert Dich aber auch daran, Dir ein eigenes Leben aufzubauen, evt. einen anderen Partner zu finden. Denn was soll das für eine Beziehung sein, die Ihr da irgendwie betreibt? Er lebt weit weg, der Kontakt beschränkt sich auf Drähte, aber im Finden lieber Worte ist er ganz groß. Womöglich hat er schon längst eine neue Partnerin, von der Du nichts weißt. Mit der Ehrlichkeit hat er es ja nicht so, denn Du wusstest nichts von der Affäre und schon gar nicht von dem Kind.
Aber Du siehst ihm ja alles nach, Hauptsache, Du bekommst ab und zu wieder Deine Zufuhr, die Dir momentan vorgaukelt, dass Du ihm wichtig bist.
Du kannst das weiter so handhaben, das tut keinem weh. Nur Dir selbst, aber das bist Du ja gewöhnt, denn im Leiden bist Du gut. Aber Dein Leben verrinnt ...
Du kannst aber auch endlich mal aufstehen, diese Schmalspur"beziehung" beenden und Dich auf eigene Füße stellen, ohne auf Anrufe aus einem anderen Bundesland zu warten. Das verlangt was von Dir und zwar viel. Nämlich Dich vom Leiden zu verabschieden, aufzustehen und Dir zu sagen, für so was bin ich mir einfach zu schade. Ich will mehr vom Leben, ich will vor allem meine Freiheit und emotionale Unabhängigkeit erreichen. Denn so fühle ich mich nicht wohl. Im Gegenteil, ich halte mich in negativen Emotionen auf, die mich noch mehr runterziehen.
Du bist offenbar nie richtig selbstständig geworden und das solltest Du nachholen. Das ist ein Lernprozess, denn Du begibst Dich damit auf neues, unbekanntes Land. Aber so ist das auch kein Leben für Dich, denn Du verharrst statisch in einer ungeklärten Position.
Leiden ist leichter als lösen. Also bleibt man im Leiden, denn damit kennt man sich wenigstens aus. Aber das Lösen macht Angst und bedeutet etwas Neues, Unbekanntes. Aber es könnte sich rentieren, sich darauf einzulassen.
Er macht nicht den Eindruck als ob er zurückkehren wollte und speist Dich mit ein paar Gesprächen ab. Du lebst also von den Bröseln seiner Zuneigunng, die er Dir hinwirft, aber satt macht Dich das nicht.
Die Entscheidung liegt allein bei Dir. Das ist doch keine Ehe, wenn Ihr Euch im Abstand von Monaten mal seht und dann nicht mal das Wichtigste überhaupt ansprecht. Für ihn ist diese Lösung offenbar prima, denn er scheint ja zufrieden damit zu sein. Für Dich nicht, aber wie gesagt, es ist Deine Entscheidung ob Du Dir traust, das Thema überhaupt anzusprechen oder diese "Beziehung" zu lösen. Denn glücklicher wird Dich das Verharren im ungeklärten Zustand auch nicht machen.