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Abschied von einem Narzissten

Ga.st


Rosan,

Es wäre so schön und wünschenswert, wenn du die schönen zeiten in deiner erinnerung geniessen und den rest als lehrzeit verbuchen könntest.
Aber 14 jahre sind lang und ein traum ist geplatzt.
Menschen mit nps werden nie lieben und es ist nicht möglich, sie zu ändern.
Sie selbst könnten es ggf. Aber das ist so selten und sehr schwer.
Es fehlt ihnen schlicht der antrieb, denn sie haben oberflächlich gesehen kein problem.
Es bleibt leider am ende nur der weg den du nun gehst........viel glück dabei.

19.02.2014 18:57 • #16


lara50


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Ich wurde nach 5 Jahren gegangen. Die nächste stand schon vor der Tür.

21.02.2014 17:49 • #17



Abschied von einem Narzissten

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Phoenix07


...zu Tränen gerührt.

Sehr schön und ohne Hassgefühle geschrieben, liebe Rosan.

Trotz dieser leidvollen Kapitel sind wir doch auf der schönen Seite des Lebens. Denn wenn wir das Leben (wieder) in vollen Zügen genießen, dass Glück in unserer Brust pocht, dann sind diese Menschen immernoch auf der Suche nachdem, was sie niemals finden werden. Ein trauriger, anstrengender und immerwährender langweiliger Kreislauf.

Fühl Dich gedrückt!

22.02.2014 17:10 • #18


Rosan


Hallo zusammen,

ich hatte mich kurz nach dem Abschiedsbrief hier abgemeldet, um mehr Ruhe für mich zu finden. Zwischenzeitlich lese ich jedoch mal im Forum mit. So habe ich gerade gesehen, wieviele Rückmeldungen es auf meinen Brief gab! Vielen Dank für Euren lieben Worte

Ob ich den Brief abgeschickt habe? Eine Flasche Wein im Kopf und da waren die Finger schneller auf der Tastatur unterwegs als mein Verstand hinterher kam

Nein, es kam "überraschenderweise" nix Konstruktives dabei herum! Doch es ist nun gut für mich. Ich habe zum x-ten Mal versucht, eine halbwegs neutrale Basis nach der Beziehung zu schaffen wegen unserem gemeinsamen Kind, noch ein paar Schrammen kassiert und kann nun jedoch endlich die Tatsache akzeptieren und annehmen, dass dem so ist, dass es nicht möglich ist und er die Schuld hierfür bei mir sieht.

Letztlich wichtig für mich ist jedoch, wie meine Wahrnehmung der X-Beziehung ist, was ich mit den Erkenntnissen mache und wie es für mich heilsam weitergeht.

Es gibt aktuell gute Tage, zum Bäume ausreißen. Es gibt wahrhaft gruselige Tage in meinem Leben...Ich fühle mich z. Zt. wie manisch-depressiv (wie ich mir dies vorstelle). Gefühle, die ich teilweise in den 14 Jahren, jedoch auch aufgrund meiner Kindheit, lange, lange unterdrückt hatte, wollen endlich heraus und gewürdigt werden. Ich traue mich dies nun und kippe dabei nicht tod um - im Gegenteil: ich fühle mich mit jeder Träne die ich akzeptiere und loslasse ein Stück lebendiger.

Festhalten kostet soviel Kraft. Jedes Loslassen schafft Platz für Neues.

Ich wünsche jeder/m Einzelnen hier Frieden mit sich und eine bunte Zukunft!

Liebe Grüße Rosan

25.02.2014 13:33 • #19


Thymian


Zitat:
Festhalten kostet soviel Kraft. Jedes loslassen schafft Platz für Neues.




Ja das kenne ich, den Traum loslassen, aufgeben, verstanden werden zu wollen, angenommen werden zu wollen...Mit einem N ist das ein aussichtsloser Kampf und die Lebensenergie die wir zur Alltagsbewältigung brauchen und auch einfach dafür, glücklich zu sein, wird in diesem Kampf verschlungen. Ich habe es erlebt und loszulassen, das Handtuch zu werfen kommt einer Erlösung gleich.

25.02.2014 14:00 • #20


verstehdieweltn.


puuuh *zutränengerührt* ...Danke für diesen Text...

23.09.2014 12:16 • #21


lenaaa


"..., wenn Du keine Persönlichkeitsstörung hättest!"

hahahaahahahah

Ich habe das auch alles mal durchgemacht, bin allerdings auch damit fertig, deswegen musste ich darüber mal kurz schmunzeln. Das ist nicht böse gemeint, ich habe selbst so etwas von mir gegeben vor Jahren. Ich kenne den Schmerz, ich habe noch nie zuvor emotional etwas so vernichtendes erlebt. Mit Liebeskummer ist das nicht vergleichbar.

Es kommt der Tag, an dem ihr seht, dass es einen Sinn hatte und ihr daraus auch viel Wertvolles mitnehmen konntet für euer weiteres Leben. Vorallem kommt der Moment, wo ihr wirklich wieder 100% glücklich seid. Denn mit dem "ex mit Persönlichkeitsstörung" ward ihr es nie

Alles Liebe

18.11.2014 16:26 • x 1 #22


bellaaaa


so sehe ich es auch lenaaa

18.11.2014 18:17 • #23


Carlaaa


Das kann ich auch nur unterstreichen. Das Leben geht weiter... um ein Vielfaches schöner sogar!

18.11.2014 18:23 • x 1 #24


early


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Wie lang hat es bei euch gedauert bis dieser Schmerz vorbei war?
Ich bin jetzt 2 Wochen von ihm weg, ich weis, das ist noch absolut keine Zeit. Ich wünsche mir jeden Tag dass dieser Schmerz endlich verschwindet und ich wieder ganz zu mir kommen kann.
Wie lange habt ihr gebraucht und wie lange wart ihr mit euren Partnern zusammen?

07.08.2016 08:33 • #25


Ira118


Hallo. Ich lese hier schon lange mit, jetzt schreibe ich mal was dazu weil dieser Brief mich so gerührt hat...
Ich war acht Jahre lang mit einem Borderliner zusammen, dass er Borderline hat hat sich erst später raus gestellt. Es war wirklich schwer... Ich bin nach 8 Jahren gegangen, als ich eines Tages gemerkt habe dass nicht nur ich am Boden liegen und kaputt bin sondern auch unsere mittlerweile 4 jährige Tochter.
Die Trennung ist mittlerweile über ein Jahr zurück, die Drohungen bleiben weg, die Beleidigungen und Mama ist böse ist geblieben... Es gibt Phasen wo ich immernoch zusammen breche, aber glaube eher weil jetzt erst realisiere was er mit meiner Seele angerichtet hat.
Das schlimme an dem ganzem ist, dass ich mittlerweile jemand sehr nettes kennen gelernt habe und es fällt mir so schwer mich fallen zu lassen, zu vertrauen, die Gemeinsamkeit nicht als Spiegel meines selbst zu sehen, wenn er mir sagt dass ich ihm fehle es nicht zu hinterfragen, oder wenn er mit etwas gutes tun will dass er es von sich aus will und nicht mit irgendwelchen Absichten....
Ich weiß nicht was die Zukunft noch bringt, ich kämpfe für mein Kind weiter. Jeden Tag aufs neue

09.08.2016 21:50 • #26


lucky123


Hallo Rosan,

das sind sehr gereifte, anrührende klare Worte über ihn an uns,

die wir nachvollziehen können, was Du durchgemacht hast,
und die wir bewundern als persönliche Worte der Liebe über einen Mann, der im abgeschotteten Inneren nie ganz erreicht werden kann.

Ich bin schon älter und habe als Schicksal angenommen, dass angefangen bei meiner Mutter,
einer egozentrisch Künstlernatur, bis zu meinem Wiedermann nach zwei Jahren Trennung, dem Vater unserer Tochter, die wesentlichen Menschen in meinem Leben
narzissmusgestörte egozentrische
Züge haben, dass diese Menschen mich besonders interessieren und die drei Männer die ich in meinem
Leben geliebt habe, mit ihrer narzissmusgestörten und egozentrischen Seite, im Innersten mit Worten nicht erreichbar sind.

Ich lebe mit dem zweiten Mann, dem Vater unserer Tochter, der während der zweijährigen
Trennungszeit anfing zur Beratung
zu gehen.

Ich war zeitweise zur Therapie in der
Beratungsstelle unserer Großstadt hier gewesen, dorthin geht er nun alleine.

Zu unserer Tochter hatte ich immer wieder gesagt, bei uns ist nicht das Kind schwierig, bei uns hat der Papa
seine Schwierigkeiten und ich war immer wieder zur Beratungsstelle gegangen.

Auch mein halbjähriger Exfreund während der zweijährigen Trennungszeit hat egozentrische Züge, er trennte sich von mir.

Ich war die helfersyndromig angepasste Co- Abhängige, die in Hoffnung auf wenig Liebe viel Gutes
für andere tut und sich selbst zurücknimmt. Dieses Kindheitsmuster habe ich lange für viel Liebe gehalten, und
gedacht, dass wahre Liebe eben erschöpfend sei.

Bis ich erkannte, dass ich mich
immer wieder vernachlässige und anpasse, trotz allen guten Rates.

Während der zweijährigen Trennungszeit von meinem Mann
und nach dem halbjährigen Exfreund war ich über ein Jahr
allein.

In der Zeit wechselte ich meinen Job und forcierte mein Musikhobby, ich spiele in einer Musikgruppe.
Ich schloss Freundschaften, erkenne
nun selbstbewusste liebenswürdige Menschen besser, und habe keine egozentrischen Freunde/ -innen mehr.

Doch der Mann der mich in meiner Musikgruppe am meisten anzieht, ist eine gutaussehender Mann mit narzissmusgestörten
egozentrischen Zügen, der sehr charmant und sehr abweisend sein kann und im Inneren nicht ganz erreichbar ist. Ich halte mich
freundlich von ihm fern.
Denn das ist die mich faszinierende Mischung, die sozusagen verspricht was sie nicht halten kann, mich in
immer leidvollere helfersyndromige Anpassung ziehen würde, und nie ganz wirkliche Freundschaft sein könnte, in der ich unkompliziert ich selbst bleiben würde.

Mit meinem Exfreund blieb eine freundschaftliche Ebene wenn wir uns selten sehen, doch obwohl wir uns verstehen, ist die innere Nähe
mal durchlässig mal nicht.

Unser Hausarzt kennt meinen Mann und mich und sagte: Ihr Mann ist
der Typ einsamer Wolf und das wäre er selbst auch ein bisschen.

Wie schon meine Mutter, die sich
damit im Seniorenheim an den Rand der Gesellschaft bringt und den anderen die Schuld gibt.

Meine Tochter und ich verstehen
uns gut und geben uns gegenseitig Anerkennung und lachen unkompliziert. Zu ihrem Vater ist sie nachsichtig und hat ihre seelische
Selbständigkeit.

So gereift und klar wie Du schreibst,
wird Dir dies mit Deinem Kind auch
gelingen.

Du erkanntest schon viel eher als ich, was eine narzissmusgestörte
Persönlichkeit ist, und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dich als nächstes in einen selbstvertrauenden,
liebenswürdigen Mann verlieben
kannst.

VLG lucky

12.08.2016 09:01 • #27


lucky123


Ich sehe, der Thread ist von 2014,
aber sehr gut für mich ...

12.08.2016 09:21 • #28


Vegetari

Vegetari


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Zitat:
Ich lebe mit dem zweiten Mann, dem Vater unserer Tochter, der während der zweijährigen
Trennungszeit anfing zur Beratung
zu gehen.
"

Liebe @lucky123, ich lese gern Deine Beiträge.

Ich finde Geschichten von Wiedervereinigungen sehr spannend, weil man sich auch mal an postive Geschichten orientieren kann. Ich selbst bin gerade in so einer Phase mit meinem Mann .

Bei Dir finde ich es interessant, dass Du mit Deinem Mann , trotz seiner narzzistischen Tendenz zusammen gefunden hast. Das finde ich sehr spannend! Magst Du sagen, wie es mit euch beiden besser jetzt klappt? Worauf musst Du mit ihm mehr achten ?

G.L.G

Vegetari

12.08.2016 14:39 • #29


lucky123


Hallo Vegetari,

worauf ich besonders achte, ist meine seelische und tatsächliche Selbständigkeit, authentisch ich zu sein.
Mit seiner Egozentrik ist tieferes
Verstehen nicht möglich. Unsere Partnerschaft nährt sich von den gemeinsamen Jahren und der grundlegend bestehenden Liebe,
die immer wieder von seiner
Egozentrik und meinem Co- Verhalten ausgebremst würde, wenn nicht jeder genug für sich
macht und nach den eigenen
Maßstäben lebt.
Er will mit mir zusammenleben und sich entwickeln, authentischer leben, und ich möchte auch mit ihm zusammenleben und muss Abstand
nehmen sozusagen, um
authentisch ich zu sein.

Das Schicksal bietet mir manchmal Leute, an denen ich sehe wie
unauthentisch helfersyndromige
Anpassung ist ! Wie die Leute aneinander zerren und keinen authentischen eigenen Maßstab
haben in Job und Hobbys.

Grundlegend würde ich sagen, mir schenkt die Partnerschaft mit meinem zur Egozentrik neigenden Partner Selbständigkeit. Ich muss mich auf meine Hinterfüße
stellen und Meines machen, egal wie er's findet.
Und er bekommt durch meine Neigung zur helfersyndromigen Anpassung mehr Empathie, wenn
ich Meines authentisch mitteile und mir seine unpassenden Worte dazu nicht reinziehe.

Also der Clou ist, wie in jeder guten
Beziehung, Freundschaft oder Kollegenzusammenarbeit:
mehr Eigenverantwortung für den Passiveren, weniger Vereinnahmenkönnen für den
Aktiveren.

Ich bin der Meinung, dass jede gescheiterte Partnerschaft die
nächste erschwert, und finde besser, die aktuelle Partnerschaft zu
händeln und die eigene Authentizität zu entwickeln.

12.08.2016 18:04 • x 1 #30



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