Sabine
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Ich sah mich, verletzt und unverstanden. Ich sah ihn, wie hart er wurde. Wir beide machten Fehler. Ich überging ihn mit mancher Entscheidung und er ließ mich machen, des Friedens wegen. Der Ruhe wegen. Und er nahm sich zurück mehr und mehr. Was ich nicht sah. Fand vieles was ich entschied logisch. Und fragte mich nie, was er wollte. Und er sagte nie "Stop!" Er sagte nie: "Warte mal!". Und ich musste immer alles gleich und sofort. Konnte nicht warten, musste es entscheiden. Wollte eine Entscheidung, für was auch immer. Richtiger wäre es gewesen, drüber zu reden und uns Zeit zu geben, noch einmal unsere Sichtweise zu überdenken. Den anderen zu verstehen und dann gemeinsam zu entscheiden. Es trift auf so viel zu. Auf viele Dinge im Leben. Ich die die zog, er der mitlief. Und letzten Endes, er der sich damit abfand. Und ich die, die sich nie zufrieden gab. Er, der mir die Schuld gab, und nicht dagegensteuerte. Und wir beide sind es, an denen es scheitert. Nun, ein neuer Tag, mit neuen Erkenntnissen. Und was mache ich nun daraus? Ich werde es ihm sagen.
Ich weiß, das meine Entscheidung zu gehen, die richtige ist. Mein schwerster Weg. Ich ging aber nicht, um mich von ihm loszusagen. Ich ging um uns Zeit zu geben. Ich ging, um zu verstehen, was ist, warum es so ist. Ich ging, um einen Weg zu finden. Nun ist die Frage, sieht er auch den Weg. Kann er und wird er den Weg mit mir gehen, unser Leben mit neu ordnen.
