Augenblick
Mitglied
- Beiträge:
- 239
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 673
- Mitglied seit:
Long story short: Ich hatte eine Affäre mit einem verheirateten Mann, die erst mit Pausen etwa 2,5 Jahre lang ging. Dann waren fast 1,5 Jahre Sendepause und dann neulich wieder etwa 2-3 Monate SMS-Kontakt. In der Zeit der Affäre war ich wohl nicht die einzige, wie ich nach fast einem Jahr erfahren durfte. Er war noch viel zu sehr mit einer AF verstrickt, mit der er etwa 7-8-9 Jahre was hatte - on/off. Blöd nur, dass ich bereits sehr verliebt war und dass er mir nie so richtig die ganze Wahrheit sagte. Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass er ein Narzisst ist - wie aus dem Lehrbuch. Ich hatte es geschafft, ihn während des Kontaktabbruchs größtenteils loszulassen - ich dachte auch, dass dieser für immer wäre. Dann hat er sich wieder gemeldet und ich dachte, dass ich nun gefestigt genug bin und es beenden würde, sobald es mir nicht gut tut. Pustekuchen! Er hat mich erneut angelogen, ich bin innerhalb von Stunden komplett ausgerastet und habe alles wieder an die Wand gefahren - mit einem Supergau. Ich bin zu denen nach Hause und habe den Kontakt zu seiner EF gesucht, sie wollte nicht mit mir reden. Es sind nun Wochen vergangen, ich kann jedoch immer noch nicht verstehen, warum ich das getan habe. Warum bin ich nicht einfach "gegangen", warum habe ich mich nicht einfach aus dem Kontakt verabschiedet? Ich hänge nun wieder noch stärker drin als vor diesem Vorfall.
Ich habe mir selbst ins Knie geschossen, allen anderen in die Hände gespielt, weiß nicht warum, fühle mich elend, selbstfremd, dämlich, benutzt, wütend auf mich selbst, verletzt, verar***t, ja auch krank, einfach nur am Ende... Kann nicht mal heulen, obwohl ich so gerne würde. Ich leide seit fast 4 Jahren wegen dieses AM, hab ihn seit 2,5 Jahren nicht getroffen (!) und leide immer noch bzw. wieder. Ich fühle mich so, als ob ich keine Kraft mehr hätte, nochmal da durch zu müssen. Dabei wollte ich nie eine richtige, nach außen hin gelebte Beziehung und Familie mit ihm - sondern eine längerfristige, vertraute, intensive, aber exklusive Affäre mit Gefühlen. Er hat mir nie was versprochen, nie gesagt, er würde mich lieben oder so. Ich habe seit 4 Jahren keinen größeren Wunsch als dass er mir richtig egal wird, dass der Tag kommt, wo ich nicht an ihn denke, wo ich mit dem Ganzen abschließen kann. Ich bin nur noch ein Schatten meiner Selbst geworden, hatte des Öfteren sehr düstere Gedanken, konnte sehr lange fast kaum richtig funktionieren... Ich wälze mich seit 4 Jahren auf dem Boden des Lebens und fühle mich unfähig, meine "Ressourcen" im Leben zu "kapitalisieren", so dass auch wieder mal was an mich zurückfließt.
Ich mag nicht mehr. Weiß nicht weiter. Hab keine Kraft. Verstehe mich selbst nicht. Meine Therapie ist zu Ende, ich fühle mich auf die Anfänge zurückgeworfen. Ich bin mir nichtmal sicher, ob ich ihn denn noch überhaupt liebe. Glaube eher nicht, da ich ihn ja kaum kenne, nur seine Hülle. Warum zum Teufel kann ich nicht loslassen
?
