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Narzissten Trennung wie überwinden?

Hasennase

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Hallo,

nach 8 jähriger Beziehung habe ich mich von meinem Freund getrennt. Die letzten drei Jahre der Beziehung waren heftig, da er an Narzissmus erkrankt ist. Die Symtome wurde immer heftiger.

Seit zwei Wochen wohne ich mit meinem Sohn in einer neuen Wohnung in die er eigentlich mit einziehen wollte. Durch die Trennung hat sich das dann allerdings erledigt.
Alles hat gut geklappt, die Renovierung, der Umzug, neue Möbel.
Mir könnte es richtig gut gehen. Endlich Ruhe, kein gemeckere mehr, niemand der mir sagt was ich alles falsch mache, niemand der alles schlecht macht, dem nichts gut genug ist. Und trotzdem, jetzt wo ich zur Ruhe komme fühle ich mich total schlecht. Ich kann es noch nicht einmal in Worte fassen was in mir vorgeht. Ich fühle mich einfach niedergeschlagen und schlecht.
Vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Tipp geben was ich machen kann. Wäre wirklich dankbar dafür.

10.10.2011 09:07 • #1


Ralitsa

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Vielleicht liegt es daran, dass Du anfängst das Geschehe zu verarbeiten, weil Du jetzt langsam zur Ruhe kommst und Dein Körper und Geist waren an Action (leider) gewöhnt.

Natürlich geht es Dir nach einer Trennung nicht gut, auch wenn es bei euch wahrscheinlich die beste Lösung auf die Dauer war, sich zu trennen.
Da ist auch die Enttäuschung ein großer Faktor, warum man sich so schlecht fühlt, trotz einer Vernunfttrennung.

Du hast ja schon den ersten Schritt gemacht und Dich hier im Forum angemeldet und Du befasst Dich mit Dir und Deinen Gefühlen, dass ist schon mal der Weg nach oben :-)

Du schreibst, dass Du ein Kind hast. Wie alt ist Dein Sohn?
Was könntet ihr zusammen unternehmen, dass es Dir besser geht und Du auf andere Gedanken kommst?

Ich bin seit fast 2 Monaten von meinem Narzissten getrennt, dass war eine wirklich ueble Geschichte am Ende, die mir sehr den Boden unter den Füßen weg gegezogen hat und mich auch sehr krank gemacht hat.
Mir hat der offene Umgang und das Reden mit Leuten darüber sehr geholfen und beim Sport konnte ich mich sehr gut abreagieren.
Dann habe ich spontan einen Urlaub in Tunesien gebucht und diesen vor Ort von 1 auf 3 Wochen verlängert und hatte so räumlichen Abstand.
Das tat mir sehr gut, aber bis ich die ganzen Gedanken aus meinem Kopf habe, wird es noch eine Weile dauern, aber ich spüre die stetige Besserung meiner Gemütslage.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Die Vergangenheit hat mich geleert: ALLES wird gut werden!

10.10.2011 09:29 • #2


Hasennase


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Danke Ralitsa,
mein Sohn ist fast 16 Jahre jung. Er ist auch froh das diese ganze Geschichte beeendet ist. Eine seiner Äusserung war " Ich habe mich sowieso gewundert das du es so lange ausgehalten hast"
Schon bitter.
Ich hatte auch erst überlegt ob ich mich mal für eine Woche absetze, leider fehlen mir die Mittel dazu, da ich ja die neue Wohnung fast vollständig einrichten musste und meine Ersparnisse jetzt aufgebraucht sind.
Beim Sport war ich jetzt auch schon wieder und habe gemerkt das mir das wirklich gut tut.
Es ist wirklich merkwürdig. Alles könnte jetzt gut sein und ich fühle mich leer und traurig.
Wenn du selbst mit einem Narzissten gelebt hast wirst du wissen das es die Hölle sein kann. Warum geht es mir so sch.....
Hoffe wirklich das es bald besser wird.

Danke für deine lieben Wünsche

10.10.2011 17:04 • #3


Ralitsa

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Welche "Form" des Narzissmus hatte Dein Partner?
Meiner war ein histrionisch-narzisstischer Charakter und eine kleine Drama-Queen.
Ausfallend oder aggressiv wurde er nie.
Dafür war er aber immer kurz vor dem Herzinfarkt, kurz vor dem Schlaganfall und kurz vor dem Selbstmord.
Zudem auch ein zwanghafter Lügner, der sogar seine Eltern mit in seinen Lügengeschichten verwurstet hat.

11.10.2011 14:21 • x 1 #4


Hasennase


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Die genau Bezeichnung weiß ich nicht. Ging aus dem Gutachten glaube ich zumindestens auch nicht hervor. Durfte es ja nur einmal lesen. ich selber denke das bei Ihm mehrere Formen zusammen treffen.
Ab und zu Lügen, krank ist er irgendwie immer und auch immer super schlimm, so das der Arzt ihn schon bedauert.
Ausfallend ist er ab und zu auch geworden, aber eher selten. Seine Spezialität ist es alles, aber auch wirklich alles schlecht zu machen. Nichts positiv zu sehen. Immer bei anderen Menschen die Schuld zu suchen, sich ungerecht behandelt zu fühlen. ja und alle anderen Menschen sind schlecht. Ganz besonders jetzt ich.
Ich glaube in seinem leben gibt es gar nichts gutes mehr.
Manchmal denke ich auch er hat eine gespaltene Persönlichkeit. Er macht Dinge oder sagt etwas woran er sich aber später nicht mehr erinnern kann. je mehr ich über ihn schreibe, desto mehr fällt mir dazu ein. Es ist echt schräg.
Das schlimmste für mich ist, das ich die ganze Zeit gedacht habe ich kann ihn helfen und habe mich so klein und kaput machen lassen.

11.10.2011 14:32 • #5


Tieftraurig

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Manchmal denke ich auch er hat eine gespaltene Persönlichkeit. Er macht Dinge oder sagt etwas woran er sich aber später nicht mehr erinnern kann. je mehr ich über ihn schreibe, desto mehr fällt mir dazu ein. Es ist echt schräg.
Das schlimmste für mich ist, das ich die ganze Zeit gedacht habe ich kann ihn helfen und habe mich so klein und kaput machen lassen.


Guten Morgen Hasennase, habe mir gerade nochmal alles von Dir durchgelesen, da ist mir dieser Absatz ins Auge gefallen. Ich habe die gleichen Gedanken wie Du, dieses ,, ich kann ihm helfen ,, Und jetzt erkennen zu müssen, das er sich nicht helfen lassen will, sondern das er scheinbar ja ganz glücklich in so einem Leben ist, das ist schon hart und bitter und sehr sehr enttäuschend.
Das mit dieser gespaltenen Persönlichkeit kann ich auch nur bestätigen ( ohne hier psych. Wissen vorzugaugeln ,was ich natürlich nicht in dem Maße habe ) Aber dieses von einer Minute zur anderen 2 verschiedene Menschen vor sich zu haben, das kenne ich auch nur zu gut. Wobei es bei meinem in den letzten 7 Monaten erst so extrem geworden ist. Nach dem Auffliegen seiner ganzen Lügengeschichte.

Hasennase, wenn Du ganz tief in dich reinhörst , würdest Du sagen, das Du Deinen Ex noch liebst oder wie würdest Du das Gefühl beschreiben ?

13.11.2011 08:42 • x 1 #6


Hasennase


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Guten Morgen Tieftraurig,

über die Frage ob ich ihn noch liebe habe ich auch sehr lange nach gedacht. Ich glaube (wirklich wissen tue ich es noch nicht) nicht.
Ich habe diesen Mann viele viele Jahre abgöttisch geliebt. Er war mein Traummann, der Mann mit dem ich alt werden wollte.
In den ganzen Jahren unseres Zusammenseins sind so viele verletzende Dinge passiert das bei mir wohl irgend wann einmal die Selbstschutzfunktion angefangen hat und meine soooooo große Liebe zu ihm immer mehr gebröckelt hat.
Egal ist er mir immer noch nicht. Wäre es so, würde ich mich nicht so schlecht fühlen. Denke jede Stunde an ihn, was macht er wohl gerade, wie geht es ihm usw. das volle Programm.
Die ganzen Verletzungen werden mir erst jetzt richtig bewusst und tun jetzt auch noch mal so richtig weh.
Mir ist klar geworden das ich mich laufe der Jahre irgendwo verloren habe. Ich war immer nur für ihn und seine dauer Probleme da. Das wollte ich aber auch so. Vielleicht brauchte ich das auch. Immer jemanden zu haben um den ich mich kümmere um mich von mir selbst abzulenken. Jetzt muss ich mich um mich selbst kümmern und das ist nicht einfach.
Auch zu erkennen ich habe den Kampf verloren und ich konnte ihn ja auch gar nicht gewinnen ist schon ein harter Brocken für mich. Es kommt so viel zusammen was erst einmal verarbeitet werden will.
Wie schon geschrieben, ich hangele mich von Tag zu Tag und hoffe das es besser wird. Ob es schon besser geworden ist weiß ich leider nicht so wirklich, auf jeden Fall fühle ich mich anders.

Werde mich jetzt duschen und dann zu Freunden fahren zum spazieren gehen (ich hasse spazieren gehen) Aber besser als hier zu Hause rumzuhängen und nichts zu zun.

Viele liebe Grüße

13.11.2011 09:57 • x 2 #7


Tieftraurig

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Hallo Hasennase, auch ich kann dir im Moment nicht sagen, ob ich meinen Ex noch liebe. Oder ob es einfach die Gewohnheit ist, sich um jemanden intensiv zu kümmern, die ich jetzt total vermisse. --- nein, jetzt in dem Moment merke ich, es ist nicht nur die Gewohnheit. Er fehlt mir wirklich , mein Narzisst ... Und es fehlen mir die guten Dinge, die ich durch ihn erfahren durfte. Meiner war ja nie böse zu mir. im Gegenteil. Sehr sehr sehr lieb und trotzdem ein kleiner Ar. ... Das mochte ich.

Dieses Erkennen, das man den Kampf verloren hat, das fällt mir am allerschwersten. Sonst bin ich immer und überall als Siegerin hervorgegangen. Sei es privat oder an der Arbeit. Und jetzt, bin ich jetzt eine Verliererin ? Vielleicht ist es wirklich das 1. Mal in meinem Leben das ich wirklich und wahrhaftig verloren habe. Meine große Liebe verloren und mich dazu :traurig:

14.11.2011 18:44 • x 1 #8


Hasennase


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Dieses Erkennen, das man den Kampf verloren hat, das fällt mir am allerschwersten. Sonst bin ich immer und überall als Siegerin hervorgegangen. Sei es privat oder an der Arbeit. Und jetzt, bin ich jetzt eine Verliererin ? Vielleicht ist es wirklich das 1. Mal in meinem Leben das ich wirklich und wahrhaftig verloren habe. Meine große Liebe verloren und mich dazu :traurig:

Du sprichst mir aus der Seele. Genauso war/ist es bei mir auch :traurig:

Ich kann und will mir auch nicht vorstellen das dieser / sein Platz in meinem Herzen jemals wieder besetzt werden könnte.

14.11.2011 23:28 • x 1 #9


EinfachIrre

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Hallo Ihr (Mit)Leidenden,

ich habe gerade diesen Thread gesehen und mich darin wiedererkannt. Nein, nicht mich, sondern die Tatsache, dass ich auch fast 4 Jahre mit einem Narzissten verbracht habe.
Ich habe das schon sehr früh erkannt und mich dennoch gerne darauf eingelassen.

So wie "Tierftraurig" es auch erlebt hat, habe ich es auch erlebt. Mein Narzisst war sehr, sehr lieb zu mir. ich habe im ganzen Leben niemals zuvor eine solche Liebe erfahren.
Doch irgendwas fehlte immer. Ich konnte das nie so richtig fassen, was es war, aber da war ein "Fehler" in der Liebe selbst.
Ich wurde damit unzufrieden und habe mich versucht zu entziehen.
Das allerdings führte dazu, dass mich mein Narzisst sofort mit anderen Männern betrog. Also versuchte ich mich ihm anzupassen.
Mich hat das verletzt, es war jedesmal wie ein Messer im Herz.
Ich habe ihn wohl auf meine Art verletzt, aber ich weiß bis heute nicht womit genau.
Ich bin bestimmt auch kein einfacher Mensch, allerdings habe ich an unserer Beziehung gebaut, versucht die ganze Sache in eine Zukunft zu lenken. Doch blieb ich immer allein damit. Für ihn waren die Dinge so wie sie sind in Ordnung. Hätte aber ich die Sache nicht zusammengehalten, dann wäre sie sehr schnell zerbrochen.
Und so habe ich gekämpft und alles gegeben, aber nie einen Dank dafür erhalten. Ich habe versucht gemeinsame Freunde zu finden, er hat sich anderen gegenüber ablehnend verhalten, war aber der Meinung ich würde mir das einbilden.
Zum Schluss haben wir eine lange, teuere Reise gebucht und er ist einfach wegen einer Kleinigkeit ausgestiegen und hat mich mit einem großen Teil der Kosten sitzenlassen.

An einem Samstagabend war er dann auf der Party einer meiner Freunde. An dem Tag waren wir noch ein Paar. Die Party verlassen hat er mit einem Anderen. Das ist 5 Wochen her und seit dem ist das sein Freund.
Ich habe mich ja dann von ihm getrennt. Er lässt nun kein gutes Haar mehr an mir, gibt mir an allem die Schuld.

Ich war vier Wochen lang auf der inneren Flucht. Ich hatte sehr viel zu tun und musste viel arbeiten. Nun komme ich zur Ruhe und habe solche Angst mir einzugestehen, dass ich den Kampf verloren habe.
Ich habe Angst zu weinen, ich habe Angst irgendein Gefühl zuzulassen, das in Richtung Trauer geht.
Im Innersten bin ich aber niedergeschlagen und tieftraurig.
Das ist nicht die erste Trennung in meinem Leben, aber es ist die erste Trennung, die mir so schwer fällt.
Unsere gemeinsame Liebe war unendlich groß, aber das gemeinsame Leben war mir nicht ausreichend.
Ihn zu verlassen ein Horror. Nun sitze ich da, bin tottraurig über den Verlust und kann nichtmal weinen, weil ich Angst habe dann nie wieder aufhören zu können.

15.11.2011 00:15 • x 3 #10


Ritter_oder_Nar.

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Lieber EinfachIrre,

ich kann jedes deiner Worte nachfühlen.

Bei mir ist es erst wenige Wochen her dass sie die Beziehung beendet hat. Seitdem fühle ich mich wie ein einziger Versager.

Was jedoch für uns Narzisstenopfer wichtig zu erkennen und zu verstehen ist, ist die Tatsache dass es eben keine wirkliche Liebe von beiden Seiten war.

Wir haben immer nur gegeben, gegeben, gegeben. Und nie in gleicher Wertigkeit zurückerhalten. Denn der Narzisst ist nicht in der Lage, normal mit Emotionen umzugehen.

Zärtlichkeit, Nähe, Geborgenheit, all das sind Schwächen für den Narzissten, und die gilt es zu vermeiden, denn der Narzisst ist für sich perfekt.

Oder man erkauft sich Nähe und Wärme durch ein Übermaß an Vorleistung, sodass man irgendwann akzeptiert, dass das bisschen was man bekommt, wirklich in gesunder Relation zu dem steht, was man gibt.

Das ist aber nie der Fall. Unsereins gibt bis zur Selbstaufgabe und ist dankbar für jedes kleine Häppchen an Wärme.

Dessen musst du dir bewusst werden.

Und tu dir einen Gefallen: Lass die Trauer zu. Weine wenn dir danach ist. Ich habe mehrere Wochen gebraucht um ins Tal der Tränen zu finden.

Eine Freundin hat mir dann einen Link zu einem Youtube-Video des Musikers Stefan Wirtz geschickt. Das Lied heisst "Lass mich los" und handelt exakt von jenem Verhältnis, dass wir durchleiden mussten und von dem wir wegwollen.

Liebe Grüße,
Ritter oder Narr

17.12.2011 22:14 • #11


Hasennase


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Ritter_oder_Narr

das lesen hier hat mir sehr geholfen und mir auch auch verständlich gemacht das nicht ich der Versager bin sonder mein Expartner.
Kann dir wirklich nur empfehlen hier viel zu lesen und auch zu schreiben.

17.12.2011 22:34 • #12


EinfachIrre

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Hallo Ritter_oder_Narr,

vielleicht habe ich, im Gegensatz zu dir unendlich mehr bekommen. Es gab Körperkontakt, S. und liebe Blicke ohne Ende.
Es ist nun fast 3 Monate her, dass es zur Trennung kam. Danach nie wieder ein Wort, keinen Kontakt, ich habe nichts mehr von ihm gehört.
Narzissten können auch sehr liebevoll sein. Es fehlt aber dennoch die Empathie. Sich einfühlen in den Partner gehört zu den Grundsteinen einer Beziehung. Das konnte er nicht. Stattdessen wurde mein ganzes Leben in all seinen Bestandteilen unentwegt kritisiert.
Alles was ich tat war falsch. Freunde von mir waren schlechte Menschen. Ich musste mir ständig anhören, dass ich ein schlechtes Karma hätte etc., etc.
Aber dazu gab es jede Menge Forderungen an mich, wie ich zu lieben habe.
Der Typ hat nicht begriffen, dass er mich nicht "kaputt-kritisieren" kann, und gleichzeitig die totale Liebe von mir bekommen kann.
Konnte ich ihm also nichts mehr geben an Gefühlen, dann war ich das "Schwein".
So ging das fast 4 Jahre.
Es ist Weihnachten, das Jahresende mit Rückschau......und ich bin noch immer traurig, denke an ihn, wünsche mir jetzt diese Liebe, die wie ein ungedeckter Scheck daher kam.

Gleichzeitig weiß ich aber, dass es so gut ist, besser ist ohne dauernde Kritik zu Leben von jemandem, der selbst resistent gegen Kritik ist, weil er der Gott ist, der immer Recht hat und immer alles richtig macht.

Ich hoffe, dass ich irgendwann nochmal weinen kann. Ich traue mich noch immer nicht, weil es auch eine sehr schöne Zeit war.
Leider habe ich deshalb körperliche Probleme bekommen. Die nicht ausreichend gelebte Trauer verstopft mir die Venen.
Ich gönne mir aber täglich noch eine Portion Erinnerungen. Diese Erinnerungen lösen etwas Traurigkeit aus. Aber durch bin ich mit dem Ding noch nicht.

20.12.2011 11:32 • #13


Hasennase


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einfachIrre schrieb:

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Es ist nun fast 3 Monate her, dass es zur Trennung kam. Danach nie wieder ein Wort, keinen Kontakt, ich habe nichts mehr von ihm gehört

Wir waren 8 Jahre zusammen und haben auch 8 jahre zusammen gewohnt, seit der Trennung vor fast 4 Monaten habe ich auch nichts mehr von ihm gehört.

Narzissten können auch sehr liebevoll sein.

Aber nur dann wenn sie selbst es möchten, auf die Bedürfnisse des Partner gehen sie nicht ein.


Sich von einem Narzissten und dessen anfänglicher gigantischer Liebe zu lösen dauert.
Dieser Mensch hat Seiten in mir zu Tage gebracht von dennen ich nie geglaubt habe diese zu haben.
Oftmals habe ich mich selbst nicht mehr erkannt.

In winzigen Schritten geht es für mich in ein "normales" Leben zurück.
Ich habe viele, viele Tränen vergossen und tue dies immer noch.
Tränen für uns und auch für mich. Über meine/unsere Zukunft die ich ja eigentlich mit ihm Leben wollte. Für mich ist ein riesige Lücke in meinem Leben entstanden. Diese Lücke zu fühlen fällt mir super schwer.
Denke viel an ihn und kann ihn nicht aus meinen Gedanken vertreiben, so gern ich das auch möchte. Auch das ist etwas was ich nicht wirklich begreife, denn die letzten Jahre mit ihm waren nicht wirklich witzig, ganz im Gegenteil.
Mein Kopf weiß das es besser für mich ist, dass ich mich von ihm getrennt habe.
Mein Herz will das scheinbar noch nicht begreifen. ':traurig:'

20.12.2011 13:09 • x 2 #14


sos

sos

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wow. ich kann fast jedes wort von euch unterschreiben. gibt wirklich soviele exemplare von meinem kleinen a.....?

Endlich Ruhe, kein gemeckere mehr, niemand der mir sagt was ich alles falsch mache, niemand der alles schlecht macht, dem nichts gut genug ist

unfassbar oder? bei mir wars noch eingestreut mit (teilweise positiven) forderungen, wie ich sein sollte. und dann wieder konnte man ihm seine kleine welt versauen, weil man das falsche hemd anhatte? aber im ernst!

habe diesen Mann viele viele Jahre abgöttisch geliebt. Er war mein Traummann, der Mann mit dem ich alt werden wollte.
In den ganzen Jahren unseres Zusammenseins sind so viele verletzende Dinge passiert


abgöttisch. das ist wohl das richtige wort. denn obwohl ich schon lange bemerkte, dass ich mit seinem verletzendem verhalten (meistens hat er gar nichts kapiert, gaaanz selten eine entschuldigung + einiges MUSSTE er mir sagen, weil er so unzufrieden ist) unglücklich werde, habe ich nicht die notbremse gezogen. und nun bleibt ihm auch noch der triumph, die liebe für aussichtslos zu erklären. weil ER nicht mehr kann. haha ...


Und es fehlen mir die guten Dinge, die ich durch ihn erfahren durfte.
tja, das leider auch. ich habe mich immer wieder mal, bis zum schluss ehrlich geliebt gefühlt. nicht angenommen, aber geliebt. da sieht man mal, was man selbst schon für ein gestörtes empfinden hat. das eine geht ohne das andere doch gar nicht.

Dieses Erkennen, das man den Kampf verloren hat, das fällt mir am allerschwersten. Sonst bin ich immer und überall als Siegerin hervorgegangen. Sei es privat oder an der Arbeit. Und jetzt, bin ich jetzt eine Verliererin ? Vielleicht ist es wirklich das 1. Mal in meinem Leben das ich wirklich und wahrhaftig verloren habe. Meine große Liebe verloren und mich dazu.


fette unterschrift. allerdings: die grosse liebe war doch eh schon angstbesetzt + schwierig. wären wir da jemals wirklich glücklich geworden? ich habe ja auch über acht jahre gehofft. und alles war ja nicht schlecht. aber wirklich glücklich? eher nicht.
vielleicht hat das ganze nur den einen sinn, sich endlich wieder selbst zu finden: was will ICH (und nicht, um den gott gnädig zu stimmen)?

meine freundin schaut mich öfter an und sagt: wo ist denn diese selbstbewusste + tatkräftige frau geblieben, die ich mal kennengelernt hatte? ja wo? ZEIT, SIE MAL ZU SUCHEN. wir finden sie. bestimmt.

Hätte aber ich die Sache nicht zusammengehalten, dann wäre sie sehr schnell zerbrochen.

genau. wie gesagt: gott gnädig stimmen, damit es uns gut geht. schauen, dass er nix zum nörgeln hat. ein ding der unmöglichkeit.

besser ist ohne dauernde Kritik zu Leben von jemandem, der selbst resistent gegen Kritik ist, weil er der Gott ist, der immer Recht hat und immer alles richtig macht.

jawoll. sollen sie mit ihrer selbstunzufriedenheit andere quälen!

Stattdessen wurde mein ganzes Leben in all seinen Bestandteilen unentwegt kritisiert.


genau. man konnte nix wirklich richtig machen. war da eine ok, passte das andere nicht, und wieder von vorne. ein teufelskreis

Sich von einem Narzissten und dessen anfänglicher gigantischer Liebe zu lösen dauert.
Dieser Mensch hat Seiten in mir zu Tage gebracht von dennen ich nie geglaubt habe diese zu haben.
Oftmals habe ich mich selbst nicht mehr erkannt.


gigantische liebe. ja, davon war ich auch überzeugt. aber wars das wirklich? muss ich mal darüber nachdenken. positiv und doch zu oft negativ hat er mich verändern wollen. soll das liebe sein? den anderen verbiegen, bis er bricht? und dann anschauen, was er angerichtet hat + sagen: also, das gefällt mir jetzt so aber auch nicht. da gehe ich lieber.

wie ihr alle seht: habe auch mein leben viel zu lange einer falschen gottheit verschrieben. zeit, das leben wieder selbst in die hand zu nehmen. wie, weiß ich noch nicht, aber es wird immer ein bisschen besser gehen.

lg sos

21.12.2011 21:23 • x 1 #15




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