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Narzissten Trennung wie überwinden?

Nachtfüchsin


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Hallo liebes Forum,

ich habe gerade den halben Tag damit verbracht hier durchs Forum zu lesen und mich entschlossen, mir einfach mal etwas von der Seele zu schreiben.

Ich nenne den Mann, mit dem diese sozial-psychologische Problematik enstanden ist, einfach mal: meinen "Herzschmerztyp". Es begann 2011. Ich lernte ihn auf einem Geburtstag kennen, war damals noch recht naiv-gutgläubig, aber dennoch nüchtern genug, um nicht an die "Verliebtheit auf den ersten Blick" zu glauben. Doch irgendetwas muss er wohl so stark in mir gespiegelt haben, dass es einfach direkt funkte. Ab diesem Zeitpunkt hatte er mich schon bezaubert.

Er war charmant, machte mir Komplimente, wir unternahmen tolle Aktionen zusammen, hatten viel gemeinsam und landeten schließlich, wie es bei erwachsenen Männlein und Weiblein, (leider) oft der Fall ist, irgendwann im Bett und alles nahm seinen Lauf...
Er wollte von Anfang an keine Beziehung, sagte dass er nicht Lieben könne und nur etwas ganz unkonventionelles Suche. Ich ließ mich darauf ein und dachte mit genügend Hingabe, Fürsorge, Toleranz und Geduld, würde er irgendwann auch vertrauen fassen können und seine Ängste (vor Nähe) diesbezüglich angehen können. Ich sagte ihm auch nach einiger Zeit, dass ich in ihn verliebt war. Er nahm es wahr, wir änderten aber nichts an unserer Beziehung zueinander, da schon festtstand, dass er in zwei Monaten eh in eine andere Stadt ziehen würde...

Nun. Es war immer eine Achterbahnfahrt. Er konnte sich tagelang nicht melden und dann mal wieder ganz spontan fünf Tage hintereinander. Danach plötzliches, kühles verschwinden und genauso überraschendes, freudiges auftauchen. Ich merkte, wie ich auf ihn stundenlang wartete, obwohl ich im Gefühl hatte "Mädel! Für DEIN Leben! Was sitzt du hier?", aber nichts dagegen unternahm. Ich musste vorsichtig sein ihm nicht zu Nahe zu kommen, verdrängte mein Bedürfnis ihn in der Öffentlichkeit zu innig zu umarmen. Da dort nichts auffallen sollte. Ich merkte wie ich mich ihm anpasste, um ihn nicht zu verärgern oder unangenehm zu berühren. Plötzliche völlig gefühlskalte Demütigungen, Respektlosigkeiten, Ablehnungen und Beleidigungen folgten nur sehr wenige, aber deshalb umso bedeutsamer emfpundene, Zärtlichkeiten, berührende Worte und Wertschätzungen... Diese hielten mich immer wieder bei ihm gefangen.

Doch letztendlich verdrängte ich meine eigene Persönlichkeit so sehr, dass ich nur noch ein Schatten meiner Selbst war, der zwar immer da war (wir hingen Phasenweise ständig zusammen rum, auch im selben Freundeskreis), aber als stille Katze die paralysiert am Rand sitzt und ihrem Kater beim Mäuschen jagen beobachten und analysieren kann (er hatte oft neuer Flirts und Bettgeschichten, ich konnte damit aber relativ tolerant umgehen). Er verunsicherte mich mit seinem Verhalten so sehr, dass ich irgendwann stark an meiner eigenen Intuition und Verstand zweifelte und auch mit einer riesigen Heulattacke zusammenbrach, weil ich nichtmehr wusste, wer ich überhaupt war...

Er sortierte Menschen auch nach seiner Nützlichkeit für ihn... ich kannte ihn mittlerweile, wusste das er sich eig. unendlich Einsam fühlte, wusste von seiner schlimmen Kindheit, bemerkte Eigenarten, die er selbst erst viel später wahrnahm - und das verletzte Kind in mir wollte sein verletztes Kind in ihm heilen, guttuen, ihn gesund streicheln. Ich übernahm einerseits die hingebungsvolle Mutterrolle, andererseits brodelten ihn mir unterdrückte, passive Aggressionen, da weder er noch ich meine eigenen Bedürfnisse wertschätzten.... Ich wurde immer unausgeglichener und bekam Schlafstörungen.

Was mir wirklich noch sehr zusätzte war, wie es sich s.uell entwickelte.
Es ist mir etwas unangenehm...
Er war sadistisch, ich war masochistisch veranlagt, es glitt öfter ins BDSM. Und es wurde immer extremer. Wenn ich jetzt darüber nachdenke kommt es mir völlig verrückt und super gedankenlos vor, wie ich da so blind vertrauen konnte und überhaupt... (Konnte ab und an tagelang nur humpeln, wegen oberschenkelgroßen Blutergüssen und war auch schon ungewollt bewusstlos).
Am Ende verschwammen die Konturen, ich wusste nichtmehr was jetzt Spiel und was Realität war, weil ich auf beiden Ebenen entwertet wurde... aus seiner Angst vor dem Kontrollverlust und durch meine stärker werdenden Versuche aus meiner zugeteilten "Rolle" auszubrechen.

Das ganze endete ziemlich unschön... Ich gestand ihm, dass ich ihn liebte, ständig meine Gefühle unterdrücken (muss) und so einfach nicht mehr Leben will und kann. Er nahm mich nicht ernst, wollte mir sagen, dass das gar nicht stimmen kann und ich mir etwas vormache.... Ich hatte schon erahnt, dass er sich darüber eher lustig machen könne, doch das milderte nicht die Härte seiner Worte...
Brachen 1/2 Jahr den Kontakt ab. Er hatte dann kurz nach mir eine Beziehung angefangen, da er sich doch wohl verlieben konnte. Das ganze hielt 2 Monate.

Wir hatten dann 1/2 Jahre später wieder Kontakt. Er hatte sich verändert, war emotionaler, aber viel verletzbarer. Wollte vieles wieder gutmachen.
Lange Rede kurzer Sinn:
Das ganze endete mit Schuldzuweisungen, Behauptungen ich würde ihn manipulieren und wäre narzisstisch, hätte soviele passive Aggressionen, würde jetzt nur retorisch besser "draufhauen" können... und ich krieche in meiner nächsten Nachricht bestimmt wieder voller Selbsterniedrigung auf dem Boden... Ich soll ihm nie wieder unter die Augen kommen... Er ist wütender auf mich wie auf alle anderen... usw usw...
Wegen einer Bagatelle. Nur weil ich ihm nicht recht gab und anders reagierte wie sonst.

Er hat auch sehr viele Freunde weggestoßen, die Menschenfeindlichkeit wurde größer, er dachte ständig alle manipulieren ihn, es nahm paranoide Züge an. Kontakt ist völlig abgebrochen und ich möchte ihn auch nicht mehr.

Wenn ich ihn auf der Straße nur sehe, kriege ich eine Panikattacke. Auch wenn mein Verstand erfassen kann, dass gar nichts schlimmes passiert, er nur an mir vorbeigeht, kann ich das nicht verhindern. Mein Herz rast, ich fange an zu hyperventilieren und zu zittern, will schneller gehen oder wegrennen und es braucht eine gute halbe Stunde mich wieder zu beruhigen.

Ich merke, dass ich selbst eine Bindungsangst (und Magersucht) entwickelt habe und momentan (das ist jetzt auch wieder ein halbes Jahr alles her) nicht in der Lage wäre eine Beziehung überhaupt zu führen. Ich habe Albträume, schrecke Nachts auf und habe einfach Angst davor. Auch vor körperlicher Nähe, mich zu öffnen und verletzbar zu zeigen und Gefühle zuzulassen. Ich schrecke davor zurück und bin da sehr empfindlich. Ich möchte nicht wieder fühlen müssen benutzt worden oder abhängig zu sein. Das brauch jetzt seine Zeit zum heilen...

Ich habe noch nie soviel über mich und andere gelernt, aber es ist in mir auch noch nie soviel zerbrochen, wie in der Zeit mit meinem "Herzschmerztypen". Und wenn meine Laune trüb ist, denke ich es hat sich noch nichtmal gelohnt, weil die Scherben momentan einfach überwiegen.

Zum Glück, denke ich nichtmehr oft an ihn. Nur wenn mich emotional etwas triggert, wie zb gestern ein Liebesfilm... deswegen bin ich auch hier gelandet.

Viele Grüße,
Nachtfüchsin

06.06.2016 03:34 • #46


Katalina


Zitat von Nachtfüchsin:
Doch irgendetwas muss er wohl so stark in mir gespiegelt haben, dass es einfach direkt funkte.


Liebe Füchsin, dieser Satz ist bei mir hängengeblieben, trifft es kurz und prägnant auf den Punkt, du hast das gut ausgedrückt, dafür danke ich dir jetzt erstmal.

vieles was du schreibst kenn ich, S/M war auch so ein Thema aber umgekehrt, ich bekam den sadistischen Part.. hab mir damals darüber Gedanken gemacht und gelesen, es geht dabei nur um Macht.

Und das hat auch funktioniert, das hat sich dann zwar gelegt aber ich hing drin.
Jetzt im Nachhinein wird mir immer klarer das es mit meinen eigenen Defiziten zu tun hat.
Im Moment bin ich wieder in einer schwierigen Phase, innerlich wie erstarrt, so wache ich morgens auf und muss mich mühsam ins Laufen bringen.

Aber zu dir, das du Essprobleme, Panikattakten hast, was machst du um das in den Griff zu bekommen?
Ich bin seit längerem in Therapie, ohne das wäre mir alles schon längst über den Kopf gewachsen und ich würde kein Land mehr sehn, so geht es in kleinen Schritten vorwärts.

Es ist mühsam und nicht schön in die eigenen Abgründe zu blicken die man während einer solchen Beziehung zudecken konnte.

Auch wenn's höchst unangenehm ist, so ist es doch besser als alles zuvor.
Rate deshalb nicht scheuen Hilfe von Außen anzunehmen.

Das Triggern kenn ich auch, können ganz banale Dinge sein, ein Lied das zufällig im Radio läuft.
In der Anfangszeit hab ich solche Dinge vermieden, keine Liebesfilme sondern harmlose Sachen um runterzukommen.

Wünsche dir das du viel Unterstützung erfährst um über alles gut hinwegzukommen.

06.06.2016 08:14 • x 1 #47



Narzissten Trennung wie überwinden?

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Nachtfüchsin


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Hallo Katalina,

ohja, für die Chance meine eigenen Abgründe besser kennenzulernen bin ich dankbar, auch wenn es viel Kraft kostet.

Ich war Jahre in Psychotherapie und letztes Jahr für 3 Monate in einer Klinik. In der Zeit kam auch dieser komplette Cut, da ich plötzlich anders gehandelt hab, als sonst. Vielleicht hat ihm das Angst gemacht.

Nach der Klinik, im Dezember letzten Jahres bin ich den Winter über ziemlich abgestürzt. Hatte es nicht geschafft mir hier einen neuen Therapeuten zu suchen und viele Themen in mir sind zwar hochgekommen, aber waren nach der Klinik ja noch lange nicht geheilt. Also sahs ich da mit neu-aufgerissenen Wunden, dem gegenüber sind einige Problemchen verschwunden oder viel besser geworden. Ich kann mich besser Abgrenzen von Anderen, bin achtsamer mir gegenüber und will mir gutes tun. Ich finde schön, dass ich das mittlerweile verinnerlicht habe, sodass es unterbewusst ganz von alleine in die richtigen Bahnen läuft. SM lehne ich mittlerweile komplett ab. Mich gruselt es davor.

Erst als vor 1-2 Monaten die Sonne rauskam, fing es an wieder besser zu werden.
Meine Essproblematik habe ich auch schon versucht zu analysieren. Denke, dass hat auch viel damit zu tun, dass ich meine S. und Weiblichkeit nichtmehr annehmen wollte und diesen "Verzicht" als Ersatz dafür nehme und ihn als Objekt s.ualisiere. Vor der Klinik war es Bulimie, da war das essen Ausdruck von meinen unterdrückten Gefühlen und eine Art trösten.

Auch über Narzissmus habe ich mir vieles durchgelesen. Fand das Buch "Eitle Liebe" ziemlich gut und was Co-Abhängigkeit, Komplementärnarzissmus und narzisstische Erweiterungen sind weiß ich auch.
Doch dieses rationale Wissen hat mich leider gefühlsmäßig nicht weiter gebracht.

Ich kann es einfach nicht begreifen, dass ich trotz den ganzen Vorfällen immer noch Gutes für ihn will und mich manchmal nach ihm sehne. Das ist doch nicht normal und ich würde gerne wissen warum.

Danke für deine Lieben Worte und auch den knappen Einblick, wie es dir ergangen ist.

Ich würde gerne in eine Selbsthilfegruppe zu diesen Thema gehen.
Gibt es soetwas und war schonmal jemand dort?

LG.
Füchsin

06.06.2016 23:52 • x 2 #48


Katalina


Zitat von Nachtfüchsin:
ch kann es einfach nicht begreifen, dass ich trotz den ganzen Vorfällen immer noch Gutes für ihn will und mich manchmal nach ihm sehne. Das ist doch nicht normal und ich würde gerne wissen warum.


so unnormal ist das nicht, kenn ich auch, ab und zu erwischt es mich auch, versuche mir die Nachteile in Erinnerung zu bringen das hilft dann ein bisschen wieder einen klaren Blick zu haben.

aber es dauert und man muss sich die Zeit geben, möglichst viel Gutes für sich selbst tun, bei mir hat es über ein Jahr gedauert und langsam kommt mein Selbstbewußtsein zurück.

Aber es können immer mal Schwankungen kommen, es ist ein Prozess, kein einfacher, mir ist manchmal so bange und es kommt mir alles so unwirklich vor, nach 14 Jahren und ich dachte eigentlich ich müsste jetzt nicht nochmal von vorn anfangen. Du bist noch jung, da kommt noch viel.

Selbsthilfegruppe kenne ich keine, ist aber eine gute Idee, vielleicht gibt es in deiner Gegend Leute die sich dafür interessieren, mach doch mal einen Threat und frag nach.

Heute kam das Thema ex in einem Gespräch zur Sprache, hat mich auch wieder verunsichert und traurig gemacht, aber es ist wie's ist, man kann nur nach vorn schaun, irgendwann kommt eine neue Chance,

07.06.2016 19:40 • #49


befreite


fontIch habe eure Erfahrungsberichte gelesen und fühle mit euch ... die Beziehung mit einem Narzissten ist die selbst geschaffene Hölle auf Erden.
Ich hatte 4 Jahre eine Beziehung mit einem Narzissten ... mit Unterbrechungen ... insgesamt waren wir 4 x zusammen. Jetzt ist es endgültig vorbei ... zum Glück ... meinem Glück. Es ist eine schwere und schmerzvolle Trennung, aber auch eine Erleichterung nicht mehr der Willkür und Rücksichtslosigkeit eines Menschen ausgesetzt zu sein, der es nie gut mit einem meint. Der nur nimmt, weil er nichts zu geben hat. Wenn er "gibt", dann nur wenn es für ihn von Nutzen ist. Eine bittere, traurige und schmerzhafte Erfahrung und Erkenntnis.
Am schlimmsten fühlt sich der Missbrauch an Vertrauen an für mich. Das tut abartig weh.
Diese vielen, vielen Lügen ... angefangen von ich liebe dich ... ein Narzisst kann nicht lieben ... er kann liebe nur in Worte fassen ... ist aber ein so guter Schauspieler, dass es authentisch wirkt. Ja, ich / man fühlt sich wirklich geliebt. So gut ist sein Schauspiel. Ich wollte mit ihm alt werden. Dachte die Liebe meines Lebens gefunden zu haben. Nur musste ich bald entdecken, dass Worte und Handlungen nicht übereinstimmen ... klar war er anfangs voller Bemühungen. Doch welcher liebende Mensch wertet seinen Partner ab, versucht ihn zu kontrollieren, stellt sich über dich, verdreht ständig Worte und Taten und belügt dich ständig, lenkt vom Thema ab, spielt dir immer den "Schwarzen Peter" zu, das hast du missverstanden, habe ich nicht gesagt, interpretierst du falsch ... "ich habe nicht falsch gemacht nicht", usw. Ausreden, Ausflüchte, Halbwahrheiten, Unwahrheiten ... ist nie wirklich offen ... sprich kann nicht ausdrücken was in ihm abgeht ... tja weil da nichts ist in Wirklichkeit ...fühlt sich nie für die Beziehung verantwortlich, misst mit zweierlei Maßstäben ... sprich er nimmt sich alle Rechte raus, hält sich nicht an Vereinbarungen ... wehe du nicht! ... usw. usw.? Das kann wohl keine Liebe sein. Er zieht dich einfach nur in seinen Bann, er benutzt dich ... du bist seine Lebensenergie! ... er ist leer, leer, leer. ... du denkst wirklich anfangs du hast deinen Selenpartner getroffen, der Mann versteht mich und wir denken so ähnlich, gleiche Interessen usw. ... bis du feststellen musst, er kopiert dich nur. Du hast deinen Seelenräuber getroffen... entsetzlich und schmerzhaft und perv.. Aber ich war schon in seinem Bann gefangen ... wie ein J. auf Dro. ... ich konnte nicht mehr ohne ihn leben ... sah aber gleichzeitig, dass ein Leben mit ihm nicht möglich war und bin deshalb und trotzdem 3 x zu ihm zurück. Bei der vierten Trennung hatte ich zum Glück Freunde, die zu und hinter mir standen. Die mir so eindringlich erklärt haben, fast wie ein Mantra vorgebetet haben ... er ist so und wird sich nie ändern... dir geht es nicht gut mit ihm ... du tust dir das selbst an, wenn du bleibst ... keine Macht der Welt zwingt dich zu bleiben ... wie weit willst du dein Leben noch zerstören. Es hat geholfen, zu hören von außen und wieder zu verstehen, dass nur ich ... ich selbst für mein Leben verantwortlich bin und dass ich die Macht, die ich jemandem über mich geben habe zurück nehmen kann. Weil während du mit einem Narzissten zusammen bist, lullt er dich so ein, dass deine Wahrnehmung total verschwimmt und er projiziert seine eigenen Unzulänglichkeiten auf dich bis du wirklich glaubst, dass du so "fehlerhaft" bist. Jeder Mensch hat seine Schwächen und die hat er anfangs in den vielen vertraulichen Gesprächen schon herausgefiltert ... nur darum hört er dir anfangs so aufmerksam zu ... nur deshalb fühlst du dich verstanden ... nur deshalb vertraust du ihm, weil er dir zuhört, dich versteht und so tut als würde er ähnlich denken und "fühlen". Aber mit der Zeit setzt er die Informationen, die er von dir hat, gegen dich ein ... um dich zu verunsichern ... um dich zu destabilisieren. Ja, du weißt um deiner Schwächen und da bist du verletzbar und du wirst unsicher, fängst an deiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr zu trauen ... usw. Er weiß, wie du dich fühlst, du teilst es ihm ja selber mit. Er sagt dir, dass er dich trotz deiner Schwächen liebt und immer bei dir bleiben wird ... "er hält dich aus". Oh, ja du hast dich gewehrt, gegen viele seiner Behauptungen ... auch lautstark ... was er dir wiederum als Schwäche auslegt, wie "Frau" nur so unbeherrscht sein kann. Evtl. wäre vllt. auch eine Therapie nötig, wenn man seine Gefühle und Gefühlsausbrüche nicht wirklich unter Kontrolle hat. Du schämst dich dafür, fühlst dich klein, schwach, hilflos, verunsichert, obwohl du weißt, dass du nur lautstark geworden bist, weil du dich gegen seine Verletzungen, Abwertungen gewehrt hast und trotzdem irgendwie glaubst du ihm, weil du weißt, dass du auf die Situation bezogen überreagiert hast ... aber es war nicht nur die Situation auf die du in Wirklichkeit reagiert hast, sondern die vielen, vielen kleine Nadelspitzen, die du zuvor schon geschluckt hast, weil du Streit, Stress, Ärger mit ihm vermeiden wolltest.
Ich habe sehr viel über Narzissmus gelesen und es hilft zu verstehen. Ein Narzisst liebt nicht ... nie, weil er es nicht kann. Es ist eine Illusion. Er hört dir anfangs sehr gut zu und benutzt deine Gefühle, Wünsche, Träume um dich in den Bann der vermeintlichen Liebe zu ziehen. Je empathischer du bist umso mehr von Nutzen für ihn. Der Narzisst braucht nur deine Gefühle und deine Lebensenergie. Dadurch fühlt er sich selbst lebendig. Er ist leer ... einfach leer, leer, leer innerlich ... ich habe es zu oft gefühlt ... und auch ausgesprochen ... da trat er die Flucht an, um mich später mit schönen, liebenden Worten wieder einzulullen .. erfolgreich. Ein Narzisst lügt immer, wenn es um Gefühle geht ... und nicht nur da. Fast in allen Bereichen. Er hat keine Gefühle und keine Lebensenergie. Wenn er den verletzten spielt, ist maximal sein Ego verletzt und das passiert eigentlich ständig, weil er alles persönlich nimmt, auch wenn er es sich nicht anmerken lässt. Selbst Sachen, die ihn gar nicht betreffen, bezieht er auf sich ... er hat kein Selbstwertgefühl ... er "fühlt" mit dem Verstand... das geht nicht, im Verstand kann man nicht fühlen. Aber er ist ein wunderbarer Schauspieler und dadurch wirkt er authentisch., sehr authentisch. und e hat Charme. Eigentlich zu viel Charme für einen "normalem" Menschen.
Eine Trennung ist schmerzhaft, traurig, enttäuschend, aber überlebbar und alles was kommt ist besser als in der Hölle mit einem Narzissten zu leben.
Ich wünsche euch allen ganz, ganz viel Kraft die Trennung durchzuhalten bzw. aus dieser Hölle aus zu steigen.
Niemand braucht so viel negative, destruktive Zuendungszerstörung ... jeder hat Liebe verdient.
Lest so viel ihr könnt über Narzissmus ...
im Netz ... Tipp ... em live forum ... sehr informativ
Buch ... Tipp ... Die Masken der Niedertracht ...
nur wenn man den Narzissmus versteht, kann man sehen, dass es eine Illusion ist, die man gerne glauben wollte (... ich meine die tollen Stunden) .lebbar ist der Narzissmus nicht ...
der Preis ... bist du selbst!

Ein Narzisst kann nicht lieben! ... egal was er sagt ... bitte glaube ihm nicht mehr, auch wenn du es noch so toll findest, ... ein Narzisst kann nicht lieben!
Er ist selbstverliebt und nur sich selbst wichtig ... mehr kann er nicht ... bewusst oder unbewusst!
Du kannst ihm auch nicht retten ... das schafft nicht mal ein Therapeut ...
du kannst nur dich selbst retten!

Nochmal ganz, ganz, ganz viel Kraft und Liebe ... du bist ein liebenswerter Mensch

23.08.2016 21:48 • x 2 #50


GASTGASTGAST


Das alles kann ich genau so unterschreiben. Im ersten Jahr gab er mir das Gefühl, ich sei eine Göttin, gegen Schluss hatte ich das Gefühl, ich sei der allerletzte Dreck. Er hat mich auch körperlich und seelisch krank gemacht, erniedrigt, abgewertet, s.uell "benutzt", meinen Sohn hat er auch erniedrigt und fertig gemacht (der war Gott sei Dank viel abgebrühter als ich und dachte... du mich auch...) Was mich aber interessiert: Weiß ein Narzisst, dass er einer ist? Oder ist für ihn sein Verhalten tatsächlich "normal" und er weiß gar nicht, was er anderen damit antut? Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich gelitten habe, bis ich diesen Thread gefunden habe. Seit gerade eben bin ich GEHEILT! Ich leide nicht mehr, ich grübele nicht mehr, ich habe keine 1000 Fragen mehr. Denn ich weiß jetzt, ICH WAR NICHT SCHULD! Ich habe nichts falsch gemacht, denn ich hatte nie eine Chance. Schade für die verlorenen Jahre, aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dieser Thread war ein SEGEN für mich. Denn ganz am Ende denke ich, war er mir nicht gewachsen. Ich habe mich nicht mehr aussaugen lassen, da hat er erkannt, dass bei mir nichts mehr für ihn zu holen ist und hat das Weite gesucht... Soll bleiben, wo der Pfeffer wächst... die arme nächste Frau, die auf sein anfängliches Getue reinfallen wird...

23.09.2016 19:56 • #51


InesMüller


Oh mein Gott, als ich die Beiträge hier las brach ich in Tränen aus (an meinem Arbeitsplatz).

Ich war 4 1/2 Jahre mit einem Narzissten zusammen. Er hat sich auch selbst als einer bezeichnet. Schade das ich mich erst jetzt mit dem Thema beschäftige. Es hätte mir einiges an Leid und Tränen erspart.

Mein Ex und ich sind jetzt seit 4 Monaten auseinander und wohnen seit dem auch nicht mehr zusammen. Er ist der Vater meines Sohnes, war und ist meine große Liebe.

Wir haben seit Jahren den Wunsch gehabt ein Huas zu bauen u8nd als Familie dort zu wohnen. Diesen Traum konnten wir uns Anfang des Jahres endlich erfüllen. nach langer Suche hatten wir ein Grundstück gefunden auf diesem wir vor hatten zu bauen.

Als das Bauvorhaben immer näher rfückte quälten mich die Zweifel. Willst du das Überhaupt? Liebst du deiesn Mann noch? Willst du dein Leben lang um Liebe und Aufmerksamkeit betteln müssen ?
Meine Antworten auf diese Fragen waren trotz Zweifel immer wieder JA.

Auch wenn ich keine Liebe mehr bekam konnte ich meine große Liebe doch nicht aufgeben.
Doch er fing an sich weniger für mich zu interessieren als zuvor. .ihm war alles egal ..das merkte ich und es machte mich unendlich traurig.

Bis ich mich in einen anderen Mann verliebte. Von ihm bekam ich alles was ich mir von meinem Mann gewünscht hatte. Wir merkten allerdings schnell das es für uns keine Zukunft gibt und ich war auch nicht gewillt meinen Mann zu verlassen. also beendeten wir es.

Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen und begann mir zu Hause wieder Mühe zu geben und auch mein Mann gab sich mühe. Doch dann kam mein betrug ans Licht und er verließ mich sofort.
ich konnte es verstehen. Eine Pause um abstand zu halten hätte ich wirklich voll und ganz verstanden. Aber von dem Moment der Trennung an hat er aufgehört mich zu lieben. Und das brach mir mein Herz.

es vergeht keine Stunde an der ich nicht an ihn denke. Er fehlt mir so sehr.: Ich werde in jeder Situation und an jedem Ort an ihn erinnert. Ich könnte andauernd von ihm reden; doch versuche mich sehr oft zusammen zu reißen.:Mein Umfeld hält mich wahrscheinlich schon für bescheuert.

Aber ich habe ihn so abgöttisch geliebt wie nie jemanden zuvor. Anfangs machte cer mich so glücklich wie es keiner geschafft hätte. Doch dann zeigte er seine narzisstische Seite und tat mir einfach nicht gut. Ich habe alles für ihn getan doch war alles nicht gut genug. Und trotzdem würde ich alles dafür geben ihn wieder zu bekommen. Was stimmt mit mir nicht?

Bitte sagt mir .-...wie kann ich ihn endlich vergessen. ?

29.11.2016 15:03 • #52


Neckermann


Kleiner Tip zum überwinden.
Ist nicht einfach aber leider der einzige Weg:

Alles löschen, Nummern, email, FB freundschaft. Kontakt vollkommen abbrechen und das auch durchziehen. freunden sagen, dass das thema durch ist, wenn andere nach Dir fragen, nix antworten, weil der/die Ex spionieren könnte. Alles was Euch an ihn/sie erinnert, wegräumen, zurückgeben oder wegwerfen.

Nur wenn ihr euch vollkommen rar macht und für ihn/sie von der Bildfläche verschwindet, wird es langsam Besser.
Jeder noch so kleine Kontakt, wirft einen meilenweit wieder zurück!
Je weniger diese Person im Alltag present ist, desto Besser wird es.
Das mache ich jetzt seot 6 Monaten und es war das Einzig Richtige.

29.11.2016 15:07 • #53


InesMüller


@Neckermann

das hört sich tatsächlich sehr vernünftig an.
Aber was ist wenn man ein gemeinsames Kind hat. dann funktioniert das leider so nicht.

29.11.2016 16:08 • #54


Nicht_normal_1


Neckermann... das habe ich getan... alles ist weg. Nichts ist mehr übrig geblieben.

Als meine Narzisstin an Weihnachten mit mir "Schlitten gefahren" ist (und ich meine hier nicht das Schlitten fahren draußen im Schnee, sondern sie ist auf meiner Seele schlitten gefahren), habe ich alles von ihr genommen und bei ihr über den Balkon geschmissen. Mir wurde ja nicht die Tür aufgemacht.

Dann wurde die Wohnung weihnachtsentdekoriert und den Weihnachtsbaum habe ich in tausend Teile zersägt.
Das hat sie ja alles besorgt. Das tat unfassbar gut...!

Zwischendurch fanden wir ja wieder zueinander (wie eben mit einem Narzissten/einer Narzisstin üblich), aber auch nach der letzten Trennung habe ich alles entsorgt, was noch da war.

Telefon wurde geändert, Social Network gesperrt...
ich denke auch: das ist der einzigst richtige Weg.

29.11.2016 17:14 • #55


Adrienne


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co-narzissmus.de beschreibt das gut. Mal googeln

22.04.2017 21:57 • #56


buddhafragt

buddhafragt


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Zitat von Nachtfüchsin:
Ich würde gerne in eine Selbsthilfegruppe zu diesen Thema gehen.
Gibt es soetwas und war schonmal jemand dort?

Gibt es, kommt darauf an, wo du wohnst.

03.05.2017 00:43 • #57


einfach_ich92

einfach_ich92


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Ist man nach so einer Beziehung wie wir sie alle erleben mussten, überhaupt nochmal fähig, richtig zu lieben?

22.07.2017 13:28 • #58


MajaM


So viele Fragen. Hallo!
Ich denke schon, dass jeder Mensch, egal wie der narzisstisch ist, nach Liebe sich sehnt. Es steht irgendwo in diesem Internet: Narzissmus, ein Schrei nach Liebe. Ich habe es auch erlebt, eine Liebe mit einem Narzissten, oder so was war er. Aber auch wunderbar, manchmal denke ich, schön dass ich so was erleben dürfte, alles hat seinen Preis. Diese unvergleichbar schöne Zeit, das ist der Preis. So was habe ich noch nie erlebt, so viel Schönheit, Kreativität, einfach kostbar. Ja, ich denke, nach dem ich viel gelesen habe, und viel erlebt habe, dass die, nennen wir sie Narzissten, auch immer diese Liebe suchen, in einer Neuen, und Neuen, und dann immer wieder. Das nennt man Idealisierung. Ich glaube schon, dass sie lieben, und alles, alles geben, um von dieser neue Prinzessin geliebt zu werden. Es ist die Hoffnung, das denke ich. Aber, vielleicht, gibt es kein Frieden, Ruhe, Gluckseeligkeit, der sich Narzisst wünscht, vielleicht ist eine tiefe Enttäuschung das, was sie dann zur Gemeinheit, zu allem was sie danach tun, was dem Partner so wehe tut, eine Antwort, Ausdruck dieser Enttäuschung. Es gibt noch was, sie wollen geliebt werden, tun alles dafür, ich hab irgendwo gelesen, sie wollen, dass der Partner dieses Bild, das sie von sich mühsam aufgebaut haben, in all diesen Jahren, damals, als sie noch klein waren, dass die Partnerin dieses Bild liebt, aber dass sie nicht annehmen können, die Liebe für ihre wahre Person, weil diese Person von dem Narzissten gehasst wird. Das habe ich gelesen, dass sie dann denke, wen sie mich liebt, mich, wertlosen Menschen, dann muss sie selbst wertlos sein. Das läuft alles natürlich unbewusst. Narzisst, wer ist ein Narzisst, und wer ist der Partner, kein Narzisst? Narzissmus hat viele Gesichter. Ich sage, ich bin schon ziemliche eine, keine böse, aber eine, die sooooo eine tolle Liebe immer wollte, die sie nicht aufgeben wollte. Ja, er hat sich geternnt, ich war zu anstrengt, gottseidank, zumindenst das, noch ein wenig ich geblieben. Aber er hat eine andere gefunden, das ist der Grund, eine neue Prinzessin, und Göttin. In der Hoffnung, dass alles wirklich schön und glücklich wird. Wird das? Es ist egal. Ich wollte, dass es mit euch schön und glücklich ist, und wird. Es war eine wunderschöne Zeit. Die Verletzungen habe ich weggesteckt, vergessen. Das ist auch normal, der Mensch wird irre, kann das Gute und Schlechte nicht vereinbaren. Spalten heißt das, der Gute N. und der Schlechte N. Dass trennt man, irgendwie verarbeitet. Das machen auch die Kinder wenn die Eltern zu ihnen böse sind, es kann nicht sein, dass diese liebevolle Mutter nun eine Hexe ist.
Ich für mich, habe schon geschrieben, bin dankbar, dass ich diese wunderbare Momente mit ihm erlebt habe. Aber er konnte es nicht weiter so machen, es geht nicht. Ich habe ihm auch Liebe gegeben, und ich bedauere es nicht. Es ist schön zu lieben, diese schöne Gefühle für einen Menschen zu haben. Ich möchte nicht, dass Narzissten als Unmenschen gesehen werden. Sie sind großartig, und schrecklich. Und sie können nicht anders. Viele wissen nicht mal wer, was sie sind. Sie haben sich in ihrem Leben so viel Mühe gegeben, von einem gequelten Kind, zu einem, ja Gott. Aber es hilft irgendwie nicht, es ist dieser Schmerz, Leere, was auch immer in der Tiefe ihrer Seele. Eine tiefe Aggression, weil die Welt ihn was schuldet, alle sind schuld, alles schulden ihnen was. ja. Das was jeden Kind zusteht, die Liebe, das haben sie nicht bekommen, und wie kann dieses Mangel beseitig werden, wie wieder ganz werden, glücklich. Ich musste ein paar Gedanken los werden, es ist durcheinander. Jeder Mensch muss sich schützen, versuchen glückich sein Leben zu leben. Wenn es nicht geht, dann muss jeder weiter schauen, jeder für sich.
Danke, dass ich meine Gedanken hier schreiben konnte.

28.07.2017 11:04 • x 2 #59


Nachtfüchsin


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@majam
Es war zwar etwas durcheinander formuliert, doch du hast vieles sehr schön beschrieben, solche Gedanken hatte ich auch schoneinmal.

". aber dass sie nicht annehmen können, die Liebe für ihre wahre Person, weil diese Person von dem Narzissten gehasst wird. Das habe ich gelesen, dass sie dann denke, wen sie mich liebt, mich, wertlosen Menschen, dann muss sie selbst wertlos sein. "

< Die Stelle habe ich besonders bemerkt und so in der Art habe ich es auch empfunden.
Oder umgekehrt. Wenn sie sich innerlich eig. als wertlos betrachtet und ihre wahre Person ablehnt/hasst oder leugnet, kann sie die Liebe von mir nicht annehmen und projeziert auf mich diese Wertlosigkeit.

Bei mir ist alles schon etwas besser geworden, ich bin nicht mehr in dieser "Hab-Acht"-Stellung und schau mich nach ihm um, damit ich flüchten kann, wenn ich unterwegs bin.
Mein Herz macht nur noch einen kleinen Schreckenshüpfer, wenn ich einem Typen begegne/sehe, der ihm ähnelt. Wenn ich ihm sehr selten begegne kommt zwar sehr viel hoch, aber es ist nicht mehr diese pure Panik. Also nach den zwei Jahren Kontaktabbruch kreisen meine Gedanken nun nicht mehr um das Thema und es kommt nur noch durch ein paar Trigger hoch.
Jetzt geht es darum die Anteile die ich durch diese Intensivität von ihm übernommen habe zu bearbeiten und das sind Einige.

Habt Hoffnung, die Zeit macht zwar nicht alles gut doch bringt Veränderung!

20.09.2017 15:17 • x 2 #60



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