Zitat von 6rama9:Ich grenze das ausdrücklich von einem ONS ab, nach dem man vielleicht aufwacht und am liebsten über sein eigenes Verhalten kotzen könnte. Aber spätestens nach dem ersten Kuss oder dem ersten Rennen weiß man sehr wohl was man tut. So Lügengeschichten zur Verschleierung sind ja auch nicht plötzliche Eingebungen, sondern genau erarbeitet. Da zählt keine Unzurechenbarkeit des Augenblicks mehr, sondern da geht es kanllhart um Risikominimierung und damit existiert das Risikobewusstsein. Alles andere sind nur Ausreden.
@6rama9
Ja, da ist etwas Wahres dran.
Genau das ist es, was das Verzeihen ja auch so schwer macht.
Spätestens, wenn es Lügen gibt, um heimliche Treffen zu ermöglichen, die entsprechend vorbereitet und durchgezogen werden, gehört schon ein gewisses Maß an Verstand und Kaltblütigkeit dazu.
Sich dann noch versuchen rauszureden "ich konnte nicht anders... " geht nicht.
Vielleicht mögen sich AP wie "fremdgesteuert" fühlen - aber - im Grunde genommen ist es das egoistische Vorgehen zum eigenen Wohle.
Aber, sind sich AP der leidvollen Tragweite tatsächlich bewusst?.
Wenn man hier so liest, dann scheint es ein fast vollständiges Ausblenden der zu erwartenden Folgen zu geben.
Dass es irgendwann endet - wie auch immer - wird vermutlich irgendwo (möglichst verdrängt) im Kopf vorhanden sein. Das Ausmalen von Worst-Case hingegen nicht.
Somit kann ich auch @paulaner zustimmen...
Zitat von paulaner:Billigend in Kauf nehmen würde ja heißen, dass man sich vorher bewusst darüber ist, was für Folgen das, was man tut, haben könnte.
Und dann würden die meisten Menschen das alles wohl nicht tun.
Es wird vollständig ausgeklammert. Die möglichen Folgen sind einfach nicht vorhanden.