@lilly864
wie du deine Situation um und mit deinem EM beschreibst - da braucht es einen Mann, der das mitmacht. Und sei dir sicher - das lässt NICHT jeder EM mit sich machen. Und da spielt es nicht mal
eine Rolle, in welcher Position du oder dein EM in der Affäre war.
Dein Stil sieht eine Affäre eher als "salopp" an - egal mit welchen Auswirkungen! Dem Feeling nach, haben Affären nichts mit einem Kavaliersdelikt zu tun...erst Recht nicht aus Sicht der Betrogenen. Auch kommen AF/AM nicht (immer) gut dabei weg - im Gegenteil.
Vllt. stellen deine Schilderungen das "Außergewöhnliche" deiner Situation dar. Da aber jede Affäre seine Spezifität hat, kann dein geschildertes "Außergewöhnliche" ganz sicher NICHT als DAS probate Mittel für ALLE passend gesehen werden.
Affäre aufarbeiten? Mit dem Partner "arbeiten", um...? Inneres Kind angehen - in welcher Reihenfolge? Wie soll jemand mit all dem zurecht kommen, der gerade aus dem Himmel der
"glückseligen Affäre" auf den harten Boden des RL aufgeklatscht ist und nicht weiß, wo der Kopf
steht? Wäre es nicht sinnvoller, einen verzweifelten Mensch erst mal dort abzuholen, wo er sich
MOMENTAN befindet?
Zitat @paulaner
Zitat:Ich persönlich glaube ja, dass die Schäden nicht bewusst in Kauf genommen werden.
Ich glaube, dass der Partner, die Familie, die Kinder und das restliche Lebensumfeld schlicht und einfach in den Momenten mit dem AP nicht mehr vorhanden sind. Die werden ausgeklammert so als gäbe es die gar nicht.
@
für die meisten spielt das VOR und WÄHREND der Affäre eine nach außen hin untergeordnete Rolle, liest man hier im Forum mal quer. Betrüger/innen wollen nach außen hin davon nichts wissen - AF/AM ebenso wenig....jede Affäre würde im Ansatz ersticken.
Dass im "Hinterkopf" das Gewissen ggf. rumort - die meisten verneinen das, weil "ausgeblendet" werden kann. Ich weiß, dass die Frau "meiner" Affäre nicht ausblenden konnte, sie ihr Gewissen
ins Gespräch brachte, worauf ICH "natürlich" nicht eingegangen bin. Um was ging es uns beiden
in der Affäre? Richtig.... um das, was eine Affäre ausmacht. Und das ist tausendfach zu lesen.
Den Finger erheben - das steht mir nicht zu....aber anzusprechen, was AUCH zu einer Affäre gehört, sollte für eine Aufarbeitung ggf. mit herangezogen werden.
Es ist nur so - nicht jede/r ist in der Lage, schonungslos offen in eine Aufarbeitung zu gehen. Aber auf was sollte Rücksicht genommen werden, um zunächst mal für sich selbst VORAN zu kommen!? Die eigenen Anteile gehören nun mal dazu....so angenehm/unangenehm sie auch gewesen sein mögen.
Ob Ethik und Moral DANN noch eine Rolle spielen, was die Affäre an sich anging? Sicher nicht. Die Affäre ist "geschehen"....ohne Rücksicht auf Moral und Ethik und Gewissen zu nehmen - das EGO zählt...sonst nichts.
NACH einer Affäre die Gedanken auf Moral und Ethik zu legen, das Gewissen aufzurufen - das sehe ich dann eher als einen Neustart NACH der Affäre, der dann sehr viel mehr Sinn macht, weil sich selbst wieder "neu justiert" werden kann. Nein...das hat nichts mit Verdrängen zu tun...im Gegenteil. Das hat auch nichts mit Beschwichtigung zu tun. Neustart ist Neustart... NACH einer Aufarbeitung....