Zitat von 6rama9:Alles nur eine Frage des Charakters.
Zitat von Jara:Natürlich macht es einem nix aus. Das würde es nur, wenn das, was man aufs Spiel setzt, noch irgendwie von Wert für einen wäre. Ist's aber einfach nicht.
Ich denke, es gibt ja unterschiedliche Affärengründe und auf manche treffen diese Aussagen zu, auf andere wiederum nicht.
Wenn man so liest, dann äußern ganz viele AP sich (vorher und hinterher) in dieser Richtung:
Zitat von JuWel_:Bis dato habe ich immer gedacht , das ich meinen Mann niemals hintergehen und anlügen könnte
Nicht alle haben einen grundlegenden schlechten Charakter. Ich z.B. wäre ja sonst seit 15 Jahren mit einer Schl_mpe zusammen gewesen...und sogar jetzt noch zusammen. Es gibt den Kardinalfehler, sich auf die Affäre einzulassen, das ist ganz klar. Im Falle meiner Frau fand das vermut bereits im Rahmen einer emotionalen Affäre statt, die schleichend begonnen hatte. Das soll keine Entschuldigung sein, doch es ist eine Erklärung, warum sie sich so charakterlos und völlig anders (auch ihren Werten und selbst gesetzten Grenzen gegenüber) verhalten hat. Dass gelogen wird zeigt ja: die Ehe soll geschützt werden und sie ist noch von Wert, sonst könnte man es ja offen sagen. Finanziell Aspekte spielten bei ihrer Entscheidung, die Affäre zu beenden keine Rolle; auch signalisierte der AM ganz deutlich seine Zukunftspläne mit ihr.
Meiner Frau war, nach ihren bisherigen Aussagen, unsere Ehe keinesfalls egal. Es war für sie mehr wie Paulaner es beschreibt:
Zitat von paulaner:Meine Frau sagt "Ich konnte das super gut trennen. Das war wie zwei Welten".
Viele AP berichten z.B. von ihrer Blase, ihrer Insel, ihrer Rakete, ihrem Schatzkästchen etc. Das sind Auszeiten, die nichts mit dem Alltag und der Familie zu tun haben...in deren Augen natürlich. Und weil die auch noch so schön sind, gibt man das nur sehr schwer auf, wenn man nicht muss. Vielleicht kann man das als Charakterschwäche sehen, doch auf meine Frau träfe das auch nicht zu, da sie sich früher eher schwer mit dem Sich-Fallenlassen tat.
Zitat von Isely:Irgendwie scheint es ja möglich beides zu leben, aber über einen so langen Zeitraum , nein verstehe ich nicht.
Zitat von paulaner:Ja. Ich kann mir das auch nicht vorstellen. Ich stelle mich nicht über andere...aber...ich könnte das glaube ich nicht.
Ich würde mich mega schlecht fühlen.
Und dann müsste ich irgendwas tun.
So denke und fühle ich auch; ich bin mir sicher, dass ich das nicht könnte...zumindest so lange nicht. Andererseits hätte meine Frau genau das ebenfalls von sich gesagt und unser Dr. Amalfi sagte nur, es sei halt nun meiner Frau zuerst passiert, hätte jedoch auch andersherum sein können. Und jetzt habe ich sogar mit dem Betrug, den Lügen und der Rache weitere typisch gute Gründe, selbst für eine Affäre anfällig zu sein. Bin ich, obwohl ich ja so einen guten Charakter habe und rote Linien einhalten konnte, nun doch in Gefahr? Ich kann es, mit dem aktuellen Wissen, nicht mehr ausschließen. Andererseits habe ich nun die Erfahrung und vieeeel mehr Wissen über Affären und das schützt mich....hopefully.
Als Paar sollte man sich rechtzeitig mit diesem Thema beschäftigen, um sensibilisiert zu sein Das passiert leider erst meist hinterher und es wird, obwohl es ja häufig zu passieren scheint, kaum thematisiert. Wir sind gestern von einer Jungesellinnenabschiedstruppe nach Tipps für eine gute Ehe gefragt worden. Wir haben nicht wahrheitsgemäß gesagt, dass wir gerade vom Therapeuten kämen und sie niemals eine Affäre eingehen sollten. Ich Nachhinein finde ich, wir hätten wir es sagen sollen, auch wenn es zuviel Pathos gehabt hätte und unser Babysitter drauf wartete, abgelöst zu werden.
Ich vermute, viele Trennungen basieren auf dem Rausch von (emotionalen) Affären, doch hinterher wird nicht mehr analysiert.
Mein aktueller Lieblingssatz: Bei der Auflösung einer Dreiecksbeziehung gibt es keine Gewinner, nur Überlebende.