Zitat von robrt: Mein ältester Sohn hat meine Frau darauf angesprochen das es irgendwie komisch ist, dass sie so gut gelaunt und ,wie immer, zuhause ist. Daraufhin fing sie an zu weinen, warum man möchte das sie unglücklich sei.
Nun, es kam eins zum anderen, es wurde anscheinend viel geweint, geschrien und die Kinder haben das erste mal zu Ihrer Mutter gesagt das dies alles viel zu schnell geht und sie das eigentlich ganz anders gesagt hat. Außerdem wollten sie jetzt wissen ob/was mit dem anderen ist und sie hatte eigentlich versprochen hier langsam zu sein. Daraufhin musste sie zugeben, dass zwischen den beiden schon mehr ist, sie seine Kinder auch schon kennengelernt hat. Meine Kinder waren enttäuscht das sie so gelogen hat, bisher hatte sie alles abgestritten. Es war ein Schock für alle und meiner Frau fehlt das komplette Verständnis warum meine Kinder enttäuscht sind.
Schlimm. Kleine Anmerkung aber dazu: Ich würde mich tatsächlich darum bemühen, im Normalfall "
unsere Kinder" zu sagen, denn das sind sie. Auch wenn es schwerfällt.
Zitat von robrt: Sie erzählte noch, wie sie die letzten Jahre gelitten hat. Nur für die Kinder und andere, damit diese glücklich sind. Das möchte sie jetzt nicht mehr.
Ja, das scheint nach allem, was man hier lesen kann, der absolut typische Warmwechslerspruch zu sein. Mein Ex hat den auch mehrmals gebracht und die Zeitspanne, seit der er angeblich unglücklich war, wurde dabei immer länger
😄. Parallel kommt meist die Aussage, man habe sich auf jeden Fall getrennt, auch ohne Next (Ah ja), sie sei (auch typischer Spruch) "nur der Auslöser, nicht sie Ursache der Trennung gewesen" - wobei an dem zuletzt genannten Spruch sogar was dran sein mag - Fakt ist aber sicher, dass sich der Großteil der Warmwechsler ohne die sofort verfügbare "Alternative" niemals getrennt hätte - bei meinem ist das tausendprozentig sicher. Er hätte niemalsnie das gemütliche Familienzuhause für ein Dasein alleine in einer kleinen Wohnung aufgegeben - merkt man auch daran, dass er nicht alleine sein kann und - sobald Next mal nicht verfügbar ist - ständig hier anruft und möchte, dass K3 (oder einer der Großen, wenn sie zu Besuch sind) etwas mit ihm unternimmt.
Zitat von Heffalump: Sie konnte in all diesen bösen Ehejahren nie sie selbst sein, man musste sie dazu zwingen? Das sie sich aufopferte - war doch ihre Entscheidung, oder?
Ja, da würde ich wirklich sagen "Hier rein - da raus.".
Zitat von robrt: Ich bin sehr verletzt (auch die Kinder) das angeblich die letzten Jahre so schlimm für sie waren aber niemand von uns etwas bemerkt hat. Warum sie nichts gesagt hat versteht auch niemand.
Ja, verstehe ich auch nicht. Hier gab es kein einziges Gespräch in die Richtung - es fiel nie der Begriff "Unglücklichsein" oder es wurde gar eine Trennung angedeutet. Ich glaube, daraus kann man auch ableiten, dass das Quatsch ist. Die meisten Verlasser waren nicht dauerhaft "totunglücklich", sondern reden sich das zur Rechtfertigung ihres Verhaltens ein ("Schuldumkehr"). Es hat sich einfach eine neue, aufregende Alternative zur etwas langweilig gewordenen langjährigen Beziehung geboten.
Allerdings finde ich es auch übel, dass Deine NF die Kinder überhaupt so sehr in die Gründe für die Trennung etc. mit hineinzieht. Wir waren ja vor dem Gespräch, in dem wir den Kindern die Trennung mitgeteilt haben, bei einer Beratung und da wurde ausdrücklich gesagt, dass man das nicht solle. Die Empfehlung war, nur zu sagen, dass wir uns "etwas auseinandergelebt" hätten und dass ihr Vater sich deshalb neu verliebt habe. Daran haben wir uns auch gehalten und ich mache das weiterhin so (hoffe natürlich, der Ex auch - aber das weiß ich natürlich nicht genau).
Zitat von robrt: Es kam die Frage ob ich die Kinder nicht doch schon eher betreuen könnte. Für mich unfassbar hat sie doch früher so an den Kindern gehangen.
Ja, solche Situationen gab und gibt es hier auch - am schlimmsten war mal eine Situation, in der der Ex einen eigentlich mit K1 geplanten Urlaub abgesagt hat (bzw. Next dazu mitgenommen hat) - und dann nicht mal die E... in der Hose hatte, das offen zu sagen, sondern ewig lang so nervig, nölig und selbstmitleidig rumgedruckst hat. Jetzt haben wir die Situation gerade mit Weihnachten: O-Ton: "Ich denke, es wäre besser, wenn Du das dieses Jahr komplett übernehmen könntest." Das nervt mich auch deswegen doppelt und dreifach, weil er nicht offen sagt, dass er lieber mit seiner "neuen Familie" (Next und ihr Sohn) feiern möchte, sondern so tut, wie wenn das irgendwie besser für die Kinder sei. Auch sonst ist es leider so, dass er die Kinder nur besucht / Unternehmungen mit ihnen macht, wenn Next nicht verfügbar ist. Es ist also ganz klar, dass sie an zweiter Stelle stehen. Das tut mir irre weh und ich befürchte, dass sich der Kontakt noch weiter reduzieren wird, weil er demnächst zu Next zieht (ca. 500 km von hier entfernt).