Zitat von Lara9:Ich sehe das auch so wie du. Auch wenn Abstand im Sinne von getrennter Tagesabläufe Sinn macht, am Ende des Tages möchte ich aktuell in der Wohnung ...
Ehrlicherweise würde ich dem auch nicht zustimmen. Ich halte nicht viel von Paartherapie, allerdings von Einzeltherapien mit dem Ansatz der Tiefenpsychologie.
Ich möchte auch gar nicht pathologisieren, denn dafür kenne ich euch nicht gut genug.
Was ich aber sehe ist eine Frau, die gerne Drama macht, ihre Impulse schlecht unter Kontrolle halten kann und sich von ihren Emotionen kontrollieren lässt - und das offenbar in gewissen Situationen in negativem Maße.
Im übrigen hast du die Trennung ausgesprochen, nicht er. Du hast emotional erpresst und wolltest eine Reaktion damit erzwingen. Auf deutsch: du hast das Feuer an die Zündschnur gehalten, vermutlich nicht das erste Mal. Sich dessen bewusst zu werden, dafür Verantwortung zu übernehmen - der erste Schritt. Der zweite Schritt: daraus Lehren ziehen.
Zumal du ihm jetzt auch nicht wirklich Raum gibst. Ich vermute, dass du eine starke Verlustangst in dir trägst und immer wieder von deinem Partner bewiesen haben musst, dass er zu dir steht und ein "uns" will. Das scheinst du gerne zu testen, denn du kommst sehr unsicher rüber.
Auch das ist wichtig, dass dir das bewusst ist und wie sich das bei dir ausdrückt.
Das was Blake sagt, halte ich nicht für sinnvoll in eurer Situation. Du wirst mit dem, was er dir zu sagen hat (vor allem, weil du emotional aufgewühlt bist und impulsiv handelst) vermutlich nicht klarkommen und dich abgelehnt fühlen. Er müsste da sehr behutsam vorgehen - denn wir sind wieder bei den Gründen deines "Testings".
Diese "totale Offenheit" die so gerne klischeehaft benannt wird ist meines Erachtens total widersinnig, denn es bedarf dazu Menschen, die sich mitteilen können und wissen, wie sie ticken, die ihre Bedürfnisse ausreichend "diplomatisch" kommunizieren können.