SillyBilly
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Aber wer war ich? War ich richtig, so wie ich war? Kann ja gar nicht, bei all den Fehlentscheidungen, die ich immer wieder getroffen habe. 'Falsche Prioritäten gesetzt! Falsch gedacht! Den Kampf gegen Windmühlen aufgenommen!...'
Lachen, über nichts und alles. Immer das Positive gesehen und gefeiert. Lebensfroh und offen allem Neuen gegenüber... alles ausprobieren, Bäume ausreissen, die Welt erobern...
Dachte ich hätte die Kraft einen kleinen Teil der Welt verändern zu können... vielleicht habe ich sie ja auch ein bisschen verändert, aber für was? Für wen? Und für welchen Preis?
Wenn das, was ich jetzt fühle, der Preis dafür ist, dann ist er zu hoch! Ich kann ihn nicht zahlen, ohne daran zu grunde zu gehen. Denn ich sehe nicht mehr das Positive.
Fragen mich Fremde, wie es mir geht: Aaach, das wird schon wieder. Muss ja!
Innerlich sehe ich das nicht so. Fühle mich gefangen, will mich nur noch verkriechen, Rolladen runter, Decke über den Kopf und nichts mehr denken, nichts mehr fühlen, nichts mehr hören.... einfach weg sein.
... Ich weiss aber auch, dass das so nicht richtig ist. Dass ich für mein Kind groß und stark sein muss. Dass ich für ihn das Zuhause sein muss, dass ich nicht fühle. ... Aber kann ich das? Kann ich das, wenn ich mich eigentlich fühle, wie ein verscheuchter Hund, der nass, kalt und dreckig in eine Ecke gedrängt, erstarrt und schier aufgegeben hat?
Meine Freunde merken, dass ich mich nicht mehr melde, dass ich abgetaucht bin... dass etwas nicht stimmt, dass ich nicht mehr lache... und wenn, dann nur mit dem Mund, dass die Augen nicht mehr funkeln und strahlen. Sie fragen mich, ob alles ok ist. Ob sie etwas tun können?
.... die Antwort drauf bleibe ich ihnen schuldig.
Ja was können sie denn machen? Weiss denn irgendjemand wie ich mich fühle? Warum ich die gereichte Hand wegschlage? Warum ich kein Vertrauen mehr fassen kann? Warum Weglaufen der einzige Ausweg ist, den ich sehe... Warum?
Weil ich mich insofern verändert habe, dass ich alles und jeden hinterfrage.
Weil ich mir eine Mauer aufgebaut habe und immer weiter dran baue, die keine Schatten durchlässt, die keine Spitzen, keine Angst, kein Schreien hindurch lässt. ... die Mauer, die mich beschützt.
Aber auch davor habe ich Angst. Angst mein Licht - mein Kind nicht mehr richtig wahrnehmen zu können. Angst ihm nicht gerecht zu werden dadurch weh zu tun.
Angst... verdammt noch mal, ich hatte noch nie so viel Angst vor allem möglichen schei. und ich weiss nicht, warum jetzt. Ich will so nicht mehr sein, aber ich weiss nicht, wie ich die Tränen, die Träume und die Angst abstellen soll...
'Fang an Dich selbst wieder zu lieben' hat mir neulich ein ganz schlaues Mensch gesagt.
Ach sooo.... ja gut. *klick Schalter umgelegt*... phhhfff... wenn das so einfach wäre.
Wenn ich mir durchlese, was ich grade getippt habe, dann bekommt man ja schier den Eindruck, ich sollte in die Klappse.
