Liebe Schnudellinchen,
diese Ängste kenne ich nur zu gut, ich wohne auch erst seit 4 Wochen allein, das erste Mal in mienem Leben. Und weißt du was? Es ist weit nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Die eigene 4 Wände zu haben ist auch ein tolles Gefühl, man kann sich einrichten, wie man schon immer wollte - sicher hat man am Anfang gar keine Lust "nur" für sich etwas zu machen, dann aber sehr bald entdeckt man doch, dass es richtig Spass macht.
Ich selbst war von der Vorstellunt terorrisiert, dass mir ein Unglück passieren könnte, und keiner würde es merken. Es ist ein falsches Bild wirklich, ein Schrei nach Selbstmitleid. Die Stille, die grauenvolle Stille (in meinen Vorstellungen grauenvoll, denn in der Realität heißt das hören, was man gerade möchte, so laut man möchte

) sie greift mich gar nicht an, sondern streichelt meine Haut.
Und es gibt viele Freunde (ich hatte auch fast keine, als ich umgezogen bin, fast alle waren seine Freunde und gingen mir demensprechend verloren) die sehr oft anrufen, ich freue mich immer sehr darauf. Da kann ich dir nur raten nach dem Umzug auf .new-in-town.de eine Anzeige für gemeinsame Freizeitgestaltung aufzugeben, du wirdst dich wundern, wieviele Leute darauf eingehen. Und mit ein bisschen Glück, findest du vielleicht auch eine gute Freundin oder einen Freund.
Weißt du, wie sehr man alleine ist, das kann man immer noch selbst steuern, man steht sich oft slebst im Weg. Sicherlich hat man nach einer Trennung wenig Energie, um tolle Sachen zu unternehmen, oder sich in anderen hineinzuversetzen, aber wenn du zumindest ein bisschen Bereitschaft aufbringen kannst und es zuläßt, andere Menschen zu brauchen, wirdst mit Sicherheit Freunde finden. Mehr als du denkst. Laut meiner Erfahrung muss man's nur richtig wollen, man muss es nur zulassen, dass einem geholfen wird und dann wird es ziemlich bald nicht mehr geholfen kriegen, sondern Spass und gute Laune. Viel Glück und Zuversicht, denn es wird weniger schlimm, als du befürchtest. Liebe Grüße, Ella.