@Mariaa89 vorab: Ich war selbst betrogene Ehefrau und habe alles Verständnis der Welt für Dich, Deine Wut, Deine Trauer, Deine Zerrissenheit und Deinem Wunsch, dass alles doch vielleicht wieder gut wird.
Deine Geschichte ist irgendwie ein Klassiker: Jung ein Paar geworden (damit meine ich NICHT, dass das nicht auch gut gehen kann!), 14 Jahre Ehe mit schnell aufeinander folgenden Kindern/Schwangerschaften, daneben Schicksalsschläge, Selbstständigkeit und Ärger im Job. Der ganz normale Alltagswahnsinn, der die einen leichter, die anderen schwerer trifft und mit dem jede/r anders umgeht. Zum Glück flüchten nicht alle in eine Affäre - manche tun‘s aber.
Für mich ist an Deiner Geschichte erschwerend bitter, dass er in seinem beruflichen Umfeld gewildert, die Affäre so lange gedauert hat und die Frau so jung ist.
Zitat von Mariaa89: Doof was ihr passiert ist, aber wir reden hier nicht von einem Kind,
Nein, sie ist kein Kind. Aber sie ist ~ 18 Jahre und damit eine Generation jünger als Dein Mann. Er hätte aus meiner Sicht der Klügere sein müssen. „Passiert“ ist das beiden nicht; das war eine Entscheidung. Von ihr, vor allem auch von ihm.
Zitat von Mariaa89: Sie wusste im Gegensatz zu mir worauf sie sich einlässt.
Ja. Er wusste es jedoch noch besser. Er wusste, dass er Frau und Kinder hat, Menschen, die ihm vertrauen, und hat in Kauf genommen, dass er sie verletzt.
Bei allem Verständnis dafür, dass Du diese andere Frau nicht leiden kannst (hab ich wirklich!) - aber sie solltest Du aus der Verantwortung entlassen und Dich auf das Verhalten Deines Mannes fokussieren. Letztlich war sie mutmaßlich in Deinen Mann verknallt (das müsstest Du doch gut verstehen, warst es selber schließlich auch einmal) und er wird sie sicher mit warmen Worten bei der Stange (jaja, blödes Wortspiel) gehalten haben.
Zitat von Mariaa89: Ich möchte nicht vor der ganzen Firma bloßgestellt werden als die betrogene Ehefrau die auch noch kuchen bringt.
Den Zahn würde ich mir ziehen. Ich kenne keinen Betrieb, in dem Mitarbeiter eine längere Affäre haben und der Kollegenkreis das nicht mitbekommt oder es nicht zumindest vermutet und drüber tratscht.
Zitat von Mariaa89: Ich möchte es erstmal einfach nur verstehen..einmal wie es dazu gekommen ist und auf der anderen Seite, was in ihm ist, dass er es so lange tun konnte..
Schreib Dir Deine ganzen Fragen dazu auf und stelle sie in Eurer Eheberatung. Ihr braucht einen neutralen Dritten, der Eure Gespräche dazu moderiert. Momentan schmort Ihr, jeder für sich, im eigenen Saft.
Ja, grade bemüht er sich und ja, Du versuchst, einen Umgang mit Deinen Gefühlen zu finden. Aber die Dinge müssen an- und ausgesprochen und es muss versucht werden, für die Zukunft etwas zu ändern. Deckel drauf und es kocht irgendwann über - deshalb finde ich es gut

, dass Ihr Euch zu einer Paarberatung entschieden habt.