Spooky07
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ich verheiratet, 2 Kinder, habe vor 1.5 Jahren Sie ( verheiratet) kennengelernt.
Wir sind Arbeitskolleginnen, arbeiten aber nicht direkt zusammen.
Und nie im Leben habe ich damit gerechnet, dass mir so etwas passiert.
Aber das hat eingeschlagen wie eine Bombe, diese Gefühl der Verbindung und Vertrautheit, dass dir dieser Mensch einfach so tief in die Seele schauen kann ohne dich zu kennen. Sie sagte ihr geht's genau so.
Wir schrieben täglich, telefonierten, und waren beide sicher, dass diese Verbindung für immer bleibt.
Wir waren beide so überrascht über dieses Meer an Gefühlen was über uns schwappte, dass wir uns sagten, dass das kein Zufall sein kann.
Anfangs ging es immer nur um Freundschaft, glaube aber mittlerweile, dass es viel mehr ist.
Es fielen von beiden Seiten die Worte Liebe und das man sich ja nicht in ein Geschlecht sondern den Menschen verliebt.
Mein Mann weiß von ihr, und ich habe ihm auch wahrheitsgemäß gesagt, dass da viele Gefühle im Spiel sind, die ich aber auch noch nicht einordnen kann, weil ich ja noch nie in so einer Situation war.
Er ist da gelassen und meinte, wenn sich in diese Richtung was entwickeln sollte, kann man ja immer noch darüber reden.
Und nun setz ich mal die rosarote Brille ab und komme zur Realität.
Was anfangs pure Magie für mich war, entwickelt sich nun zu einem nicht enden wollenden Teufelskreis.
Sie ist Workaholic, und hat durch ihre Vergangenheit ein Problem sich auf Menschen einzulassen.
Was immer wieder private Treffen verhindert.
Allenfalls kann sie sich überwinden, während der Arbeitszeit mal auf ein Kaffee vorbei zu schauen.
Sie sagt zwar sie arbeitet an sich und wünscht sich genauso sehr Zeit mit mir zu verbringen, aber in 1.5 Jahren kam es nur zu einem Treffen.
Und momentan arbeitet sie noch mehr als anfangs. Und nach der Arbeit ist sie ausgebrannt, und hat auch keine Kraft mehr für private Angelegenheiten.
Anfangs habe ich dieses Spiel mitgespielt.
Sie verlangte Ruhe, ich gab ihr Ruhe, allerdings entbrannte dann schon der erste Streit, weil ich mich plötzlich nicht mehr so oft meldete.
4 Wochen Funkstille.
Ich sagte oft zu ihr, sie solle mehr auf sich achten, und ihr eigenen Bedürfnisse mal wahr nehmen.
Daraufhin entbrannte der nächste Streit, weil ich plötzlich zu laut war.
4 Wochen Funkstille.
Immer wieder kam das Thema Zeit auf den Tisch.
Ich sagte ihr, dass ich nicht nachvollziehen kann , wie sie sich verhält.
Auf der einen Seite sagen, dass man Zeit miteinander verbringen möchte aber sich nie Zeit nehmen.
Das ich das ständige, ich hab keine Zeit, nicht mehr hören kann, und ich es satt hab ständig um Audienz betteln zu müssen.
Das wiederum empfand sie als nicht akzeptieren ihrer Persönlichkeit und Erziehungsversuch.
Sie wäre nun mal so wie sie ist, dass muss ich akzeptieren.
Ich dagegen, sagte ihr dann sehr schroff, dass man Menschen nicht einfach sch. behandeln kann und sich darauf ausruhen, dass man eben so ist wie man ist, nur damit man seine Komfortzone aus Angst nicht verlässt.
Und wieder Funkstille.
Jede Funkstille ging von mir aus, aber auch jede erneute Kontaktaufnahme.
Aber mein Fazit, ich muss da raus.
Und ich befinde mich da gerade in der Zwickmühle.
Erstens, weil ich ja nun überhaupt nicht mehr glaubwürdig bin, so oft habe ich mich versucht da raus zu ziehen und bin wieder eingeknickt.
Zweitens, ihr bester Freund liegt im Sterben.
Ich kann ihr unmöglich jetzt vor den Kopf stoßen.
Allerdings frag ich mich da auch, wie lange kann ich das denn noch aussitzen, so Trauer kann ja schon mal lange dauern.
Ich fühl mich da gerade ein bißchen hilflos.