Tina84
Gast
Bin nun Anfang 30 und werde die letzten 10 Jahre revue passieren lassen...
Denn da lernte ich einen verheirateten Mann mit drei Kindern, fast 20 Jahre älter kennen und erstaunlicherweise ( oder leider, wie mans nimmt) lieben.
Ich bin selber ein Kind das die Scheidung der Eltern schwer hinnahm, umso verwirrter war ich mit Anfang zwanzig über meine Gefühle. .nichts desto trotz liess ich mich auf eine laaaaangwierige Phase des Partners ein (Trennung seinerseits, Drama um die drei Kinder,ständiges on off) allein das alles brauchte drei Jahre, viel Kraft und gute Hoffnung. .
Ich hielt durch ( in der Annahme meine Liebe würde ihn kräftigen ) und bekam auch ein wenig retour, phasenweise wohnte er dann auch bei mir...
Dennoch, und leider, natürlich im Nachhinein betrachtet, war der Kampf aussichtslos, er wollte bzw konnte nicht, teilte mir das auch regelmässig mit...ja und das Ende vom Lied ..ich wusst mir nicht zu helfen und liess ihn nicht los er einen Schritt weg, ich drei hinterher...richtig gruselig wenn ich das so nieder schreib
Weiter ging es leider ganz klassisch, da ich guten Draht zu seinen Kindern hatte, kam erschwerend mein Kinderwunsch dazu, den ich in völliger not ( und heutiger Dankbarkeit ) in die Tat umsetzte...bei uns beiden blieb alles beim alten...mal ja mal nein er weg, ich klammerte mich noch mehr...diesmal mit Babybauch...ich sag's euch
2012 kam dann alles zusammen...meine wunderbare Tochter kam mit Fehlbildung zur Welt, kurz darauf nahm sich mein Vater ( den ich nach der Scheidung meiner Eltern auf ein Podest stellte, trotz Hallodri Dasein) das Leben und ich war von da an am Ende ...
Vor lauter nicht zu ertragenden Weh begann ich zu trinken, um irgendwie meinen Alltag zu schaffen...klammerte mich noch viel mehr an die Hoffnung , mein Partner ( oder wie man das auch nennt) möge meine unendliche Not erkennen..Weit gefehlt. .und von da an hatte ich keinen Funken Selbstliebe oder Schutz mehr.. ich flehte ihn regelrecht an, mich doch bitte zu lieben..
Vier Jahre liegt das nun zurück, die Situation mit Ihm ist genau so gekommen wie es vermutlich musste, er hat mich ( natürlich ) belogen von vorn bis hinten ...und ich in meinem Elend wollts nie glauben so unsagbar weh, das hab ich nicht ertragen
Heute haben wir seit fast einem halben Jahr kaum Kontakt, unserer Tochter fragt er selten nach, was vermutlich besser ist...man kanns nicht jeden Tag gleich nehmen. ..zusätzlich möchte ich noch erwähnen dass ich nach über drei Jahren das Trinken erfolgreich hinter mir lassen konnte (frag nicht..die Hölle) und meine Tochter meine ganz besonders große Liebe ist..
Heut, warum auch immer, überkam mich alle Sehnsucht. ..nach ihm und alle Hoffnung, er möge mich lieben...
Drum die Anmeldung in diesem Forum, das niederschreiben meiner langen Geschichte... und das Gefühl, nicht völlig verrückt zu sein oder zu werden, wenn mich solche Gedanken noch immer heimsuchen und niederstrecken. .
Herzensdank an jeden, der es liest und mir vielleicht hilft, meine Leere durch schreiben zu füllen...
Glg
