Belinda36
Gast
ich bräuchte zu unserer Situation mal ein paar Erfahrungen von Eltern, die mittlerweile größere Kinder haben.
Mein Mann (34) und ich (36) haben 2 Kinder, eine Tochter (2,5 Jahre) und einen Sohn (7 Monate). Zwischen den beiden Kindern haben wir ein älteres Haus gekauft, das wir renoviert haben (und immer noch renovieren, wenn mal ein bisschen Zeit dafür ist).
Nach der Geburt unseres Sohnes waren wir somit mit der Gesamtbelastung ziemlich überfordert. Wir haben hier auch niemanden von unserer Familie in der Nähe, meine Familie lebt weit weg und ist eher eine Besuchsfamilie, und die Familie meines Mannes ist sehr klein. Da gibt es seine Mutter, die wohnt 30 km weg und arbeitet Vollzeit, kann somit auch nicht eben mal auf einen Sprung vorbeikommen.
Bei ihr haben wir aber die Möglichkeit, die "große" Tochter ab und zu mal hinzubringen, und auf längere Sicht vielleicht auch irgendwann mal beide Kinder.
Unser kleiner Sohn hatte die ersten Wochen Kolik und war sehr unruhig, schlief extrem schlecht (1 Stunde nur am Stück jeweils), und im Zusammenhang mit einem kleinen Mädchen in der intensivsten Trotzphase waren wir echt einfach nur noch fertig.
Es war Schreierei und trotziges Jammern den ganzen Tag lang. Meine Tochter geht in die Kita, aber an Wochenenden oder am Abend war es einfach sehr schwierig.
Mittlerweile geht das natürlich besser, aber wir haben immer noch das Gefühl, dass die Belastung echt heftig ist.
Und das Ganze zehrt natürlich sehr an unserer Beziehung.
Wir hatten vor der Geburt unserer Tochter eine sehr verliebte und romantische Beziehung (wir sind jetzt 5 Jahre zusammen). Das änderte sich natürlich ein Stückweit schon nach der Tochter. Aber seit wir 2 Kinder haben, macht es mir wirklich zu schaffen, wie wir uns verändert haben.
Wir sind beide gestresst, ich hatte eine leichte Form von postpartaler Depression, mein Mann wahrscheinlich auch.
Wir haben beide keinerlei Lust (und Energie) für Zärtlichkeiten oder gar mehr. Da läuft jetzt schon seit sehr langer Zeit nichts mehr (der kleine Mann schläft allerdings auch noch im Schlafzimmer) und es ist auf absehbare Zeit auch nichts in Sicht.
Und wir sind halt einfach ein Team derzeit und versuchen, jeden Tag so gut als möglich zu überstehen und genießen natürlich auch die schönen Momente mit den 2 süßen Zwergen. Alles in allem sind wir aber wirklich jeden Tag sehr geschafft.
Nun habe ich Angst um unsere Ehe.
Ist es einfach normal, dass man (ohne große Hilfe in der Nähe) in der ersten Zeit einfach nur durchhalten muss?
Wir haben keine Möglichkeit derzeit, mal ganz alleine was für uns zu machen - die Möglichkeit kommt nächstes Jahr wieder, wenn die Oma in Rente geht und dann auch wieder mehr Energie und Zeit hat, zu uns zu kommen und mal beide Kinder zu nehmen (sie hat kein Auto, und somit ist es eine Stunde Fahrt mit Zug usw.)
Babysitter ist derzeit für uns auch keine Lösung, da er/sie auf beide Kinder aufpassen müsste und sie sind ja noch so klein, und das Baby wird gestillt und nimmt keine Flasche.
Wie sind Eure Erfahrungen - wird das wieder besser nach der Babyzeit oder bleiben Kinder immer eine derartige Belastung für die Ehe?
LG
Belinda
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. Somit hast du eigentlich einen Fels in der Brandung, der dich immer wieder von deinen Ängsten erlöst. Glaube mir, solange ihr euch gut versteht, IST alles kein Problem. Und auch ich finde, dass ihr ein recht gutes Team abgebt (so wie du euch jetzt beschreibst).