Zitat von lauriii90:@Rumo
Hast Du schon mal jemanden verlassen und ihm oder ihr das genauso ins Gesicht gesagt wie du es forderst zu hören?!
Wie ich oben geschrieben habe hab ich in ganz kurzen oberflächlich Beziehungen keine moralische Notwendigkeit gesehen - halte das aber für legitim jemand nach 4 Monaten anders zu behandeln als nach 4 Jahren.
Und in ernsthaften Beziehungen hab ich meine Probleme und Zweifel immer thematisiert aber an einer Lösung gearbeitet.
Zitat von lauriii90:Es ist für denjenigen der merkt es geht nicht mehr auch nicht leicht sich zu trennen, da er oder sie die Beziehung nicht aufgeben möchte.
Naja wenn es leicht wäre wär es ja auch wohl keine große emotionale Bindung gewesen
Zitat von Lauriii90:
Man erinnert sich an die schönen Momente, die man miteinander hatte, aber die bedeuten einem (wenn Gefühle weg sind) dann nichts mehr. Es ist alles leer in einem wenn man sich Urlaubsbilder anschaut. Schön ist dieses Gefühl definitiv nicht, denn man erinnert sich daran wie man dem oder denjenigen noch vor ein paar Wochen in die Augen gesehen hat und gesagt hat Ich liebe Dich. Es ist nicht einfach eine Trennung auszusprechen und natürlich sollte man ehrlich sein und sagen es geht nicht mehr usw.
Vielleicht sollte man einfach - zusammen und ergebnisoffen über die Probleme sprechen....ggf. auch unter Hinzuziehung eines Profis - Paarberatung muss nicht teuer sein aber wenn einem ein langjähriger Partner/-in weniger Wert ist als ein Cocktailabend mit den Mädels/Jungs dann seh ich irgendwie ein Prioritätenproblem...
Zitat:Aber warum soll ich meinem Partner noch zusätzlich weh tun indem ich ihm alle Details aufzähle die ich an ihm auf einmal nicht mehr mag, was mich an ihm oder ihr stört, was er oder sie zu lassen hat damit es erträglicher wird.
Ich finde es so schon schlimm genug, dass man merkt, dass es nicht mehr geht.
Da sind wir dann wieder bei dem Missverständnis bzw. einer gewissen Egozentrik - der Verlassende macht es ja gar nicht besser für den der bleibt - mittelfristig sogar schlimmer (was der Verlasser dann ja nicht mehr mitbekommt) weil die Plattheit und Beliebigkeit dieser "Gefühlsphrase" kommt ja irgendwann dem Verlassenen auch zur Klarheit. Für den der geht ist es natürlich leichter mit einem geschockten und traurig verwirrten gegenüber den Abschluss zu machen (hat ja sowas kuschelrock-romantisch melancholisches und man kann ja selber ein paar wohltuende Tränchen verdrücken bevor es in die sonnige Zukunft mit der -natürlich jetzt endgültigen Mrs./Mr. Right geht...) als sich der Enttäuschung, Wut und Zorn auszusetzen und damit die eigenen (im Rückblick nostalgisch-verklärten) Erinnerungen zu kontaminieren - aber für den bleibenden sind die Erinnerungen eben mittelfristig nicht nostalgisch-verklärt sondern ein Stachel im Fleisch bzw. eine schwärende Wunde.... .
Aber das leichter nicht zwingend richtig ist (es sei denn man ist Epikurer) hatten wir ja schon.
Zitat:Was anderes ist es, wenn Lug und betrug im Spiel waren.
Was macht den körperlichen Betrug schlechter oder besser als emotionalen?
Zitat:Befreundet kann man vielleicht bleiben, aber auch nicht gleich nach der Trennung.
Ich glaube wirklich befreundet (und nicht nur zivilisiert-desinteressiert) kann man mit einem Ex nur sein wenn man sich im gegenseitigen Einvernehmen (zB im Rahmen einer Paartherapie/-beratung) trennt - ansonsten glaub ich hat Audrey
Hepburn alles wesentliche dazu gesagt...
Zitat:Das ist so eine Floskel die rutscht raus. Ich habe die auch gesagt, da ich dachte es geht so einfach, aber ich musste fest stellen das dies nicht der Fall ist.
Und ganz ehrlich wenn jeder wieder einen Partner hat, dann möchte man doch nicht dem neuen Partner sagen du ich bin noch super dicke mit meiner oder meinem Ex.
Ich meine ich möchte nicht sagen das dies ausgeschlossen ist.
Naja aber so Floskeln zeigen ja das man die Dinge nicht in die Tiefe analysiert hat - mal davon abgesehen das Floskeln selten eine gute Idee sind ("wünschen für die weitere private wie berufliche Zukunft....blabla")
Zitat:Und ehrlich hätte Dir deine ex gesagt was sie alles stört ich glaube nicht, dass Du dies hören wolltest. Das ist sehr verletzend.
Naja ums Wollen geht's da nicht - ich wäre in dem Moment sicherlich nicht glücklicher gewesen keine Frage - aber es hätte den Cut und das emotionale Abwickeln für mich einfacher gemacht (und die Wahrscheinlichkeit sich irgendwann wieder freundschaftlich unterhalten zu können erhöht)
Zitat:Mein ex wollte auch wissen wenn mich was stört soll ich es ihm sagen, aber wie schon geschrieben ich habe einiges auch einfach nicht über die Lippen gebracht. Es tut auch mir Web. Meine Meinung

Ja da sind wir wieder bei ich-mir-mich
- letzten Endes nichts anderes als was ich gesagt habe : Für dich war es schmerzfreier oder weniger schwierig oder weniger traumatisch - aber deinen Ex hast du dabei (als letzten Akt der Gnade) eher nicht im Fokus gehabt.