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Bez mit Borderliner

sickandtired

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Hey allerseits.

Ich bin neu, etwas überfordert u hoffe nichts falsch zu machen hier, zwecks gepflogenheiten und so.

Bevor ich hier mit unverlangter info alle langweile mal ne generelle frage, hat irgendjemand hier beziehungserfahrung mit jemand der sich selbst als borderliner klassifiziert? Falls ja, hätt ich da durchaus Interesse an Austausch u sehr viele Fragen.

Bin mir nicht mal sicher ob er sich getrennt hat, aber ich bin dermaßen verzweifelt und verwirrt u ich bin bald 35, ich kenn liebeskummer aber das hier ist. was anderes. oO

Lg,
C.

06.03.2019 00:52 • #1


knut1973

knut1973


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wenn du magst, kannst du gerne schreiben. hier oder per pn.
allerdings gibt es auch spezielle foren zu diesem thema und ich denke da kann dir noch sehr viel spezieller geholfen werden.

06.03.2019 01:29 • #2


sickandtired

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Bin ich mir nicht sicher, geht mir vorrangig drum wie ICH jz mit alldem umgeh was er anrichtet, weil eben ich weiß ja nicht mal sicher ob schluss is oder nicht...

Aber egal, warn versuch...

06.03.2019 12:41 • #3


victim_reloaded


Zitat:
jemand der sich selbst als borderliner klassifiziert


Eigendiagnose nach Dr. Google oder ist das wirklich fachlich korrekt diagnostiziert worden?

Zitat:
weil eben ich weiß ja nicht mal sicher ob schluss is oder nicht...


Ich gehe davon aus, dass Du Dir diese Frage schon öfter im Laufe der Beziehung gestellt hast und prophezeie, dass es diesmal auch nicht das letzte Mal sein wird. Beziehungen dieser Art sind toxisch - und das auch vielen Gründen. Die On-Off-Thematik ist dabei nur ein Aspekt.

06.03.2019 16:35 • #4


sickandtired

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Er denkt das selber von sich, dass er das hat

Nein, is das erste mal dass er mich so brutal im ungewissen lässt, daher ja auch meine überforderung. Weiß überhaupt nicht damit umzugehen, hab sowas noch nie erlebt.

06.03.2019 16:39 • #5


victim_reloaded


Zitat:
Er denkt das selber von sich, dass er das hat


Dann wäre sein erster Weg mal zu einem Fachmann. Es sei denn, die Diagnose dient lediglich der Rechtfertigung, sich wie ein A....loch verhalten zu dürfen, Motto: Ich kann ja nix dafür.

Zitat:
Nein, is das erste mal dass er mich so brutal im ungewissen lässt, daher ja auch meine überforderung. Weiß überhaupt nicht damit umzugehen, hab sowas noch nie erlebt.


Dann hast Du jetzt die einmalige Chance, Dich zu fragen, ob Du Dir sowas dauerhaft antuen willst. Denn es wird wieder und wieder passieren. Menschen mit BPS können Dich von einem Moment auf den anderen übelst beleidigen, erniedrigen und von sich stoßen - um dann wenig später wieder angekrochen zu kommen, weil sie nicht alleine sein können. - Willst Du das wirklich? Ansonsten: Renn - so schnell und weit Du kannst ...

06.03.2019 16:47 • x 1 #6


sickandtired

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Wow, im ernst? Sprichst du aus eigener Erfahrung?
Die Threads hier im forum zum thema hab ich bereits durch, aber irgendwie bin ich dermaßen...verunsichert, kann sein dass sich das von ihm auf mich übertragen hat? Das fühlt sich alles so fremd und seltsam an, das kenn ich alles so nicht von mir. Ich kriegs zwar hin mich nicht zu melden, aber ich brauch bald mal ne klare ansage weil dieses ungewisse jetzt grade, das geht nicht mehr lange für mich...

06.03.2019 18:18 • #7


victim_reloaded


Jepp - leider auch eigene leidvolle Erfahrung mit so einem Exemplar über 6 Monate.

Danach war ich mir selbst auch irgendwie fremd. Diese Menschen schaffen es, das, was sie selbst an sich hassen auf Dich zu übertragen und es fühlt sich so an, als ob es Deine eigenen Gefühle wären. Motto: Ich bin nicht ok - Du bist nicht ok.

Wie bereits gesagt - das dauernde On-Off geht an die Substanz, besonders wenn man es persönlich nimmt. Dazu die Impulsivität, die insbesondere bei Männern auch bedrohlich sein kann. Angst ist keine Grundlage für eine Beziehung. Nicht umsonst landen BPS-Frauen eher in Therapie, BPS-Männer auf lange Sicht aber eher im Knast. Um die Leere und den Selbsthass zu betäuben, greifen nicht wenige zu Alk. und/oder Dro. oder *beep* rum, was das Zeug hält. Das hält kein gesunder Mensch auf Dauer aus.
Besonders krass wird es, wenn die apellativen Suiziddrohnungen kommen. Ich fand es echt toll, als meine damalige Partnerin mir ein Bild schickte - ein Selfi mit ihrem Kopf auf den Eisenbahnschienen. Das ist Manipulation und zwar vom Feinsten.

Das schlimmste war das Instrumentalisierung von Sechs, die Beliebigkeit, das Gefühl des Benutzt-werdens. - Ich hätte es nach dieser Beziehung beinahe für lange Zeit ganz gelassen, weil mit das wirklich nachhaltig getroffen hat.

Deine klare Ansage wirst Du nicht bekommen, bzw. bedenke Taten > Worte. Borderliner versprechen Dir das Blaue vom Himmel, um Verlassen-werden zu vermeiden. Aber meistens ist es kurze Zeit später wieder heiße Luft, wenn es Ihnen zu nahe wird und sie das Weite suchen.

06.03.2019 18:35 • x 2 #8


sickandtired

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Bin grade sprachlos, muss das sacken lassen...

Danke jedenfalls...

06.03.2019 18:39 • #9


Sense


Ihr Lieben, ich mag eine Lanze für BPS'ler brechen.
Borderline als Begriff wurde erfunden, weil die Schulmedizin Menschen vorfand, die eben grenzwertig pathologisch waren. Mal ja, mal nein. Immer wieder an der Grenze.

Fast jeder von uns kennt das Gefühl der Leere nachdem der Partner ging. Ich glaube niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet eine solche Leere dauerhaft in sich zu tragen.
Diese Seelen leiden. Dauerhaft. Versuchen sich selbst genug zu sein und scheitern. Ein Hamsterrad des Grauens.
Welches sich in ständiger Suche nach Nähe, nach Intimität ausdrückt - um im nächsten Moment durch die Erkenntnis wie falsch das ist in Distanz umschlägt. Nähe/Distanz ist und wird immer ein Problem mit BPSlern sein.
Ich kenne sehr glückliche, stabile Partnerschaften mit BPS-Beteiligten. Doch der Weg bis es dazu kommt, ist ein harter, steiniger und verlangt wirklich alles an Verständnis ab.
Man muss schon sehr lieben, um die Zuversicht dass es gut gehen könnte, nicht zu verlieren und die Kraft dafür aufzubringen.

06.03.2019 18:49 • x 2 #10


victim_reloaded


Zitat:
Doch der Weg bis es dazu kommt, ist ein harter, steiniger und verlangt wirklich alles an Verständnis ab.


Fairerweise sollte man tatsächlich erwähnen, dass - verglichen mit anderen Persönlichkeitsstörungen - die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Verbesserung bei BPS durch geeignete Therapie nicht ganz niedrig ist. Aber soweit muss man/frau erst einmal kommen ...

06.03.2019 18:53 • x 1 #11


sickandtired

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Ich weigere mich ihn als evtl vorhandene Störung abzustempeln.
Ich hab mich in den Menschen verliebt, mit ihm war alles sehr bewusst u langsam, von anfang an sind mir auch seine nähe distanz Schwierigkeiten u damit verbundene mechanismen etc aufgefallen.
Noch is für mich das jz nicht das ende, es macht mich nur fertig dass er mich so mit liebesentzug bestraft, denn genauso fühlt es sich an.

Ich wüsste einfach gern was ich jz tun kann, dass es sowohl für ihn als auch für mich möglichst heilsam is... und wenns eine klare trennung is weil er einfach nicht kann, so sei es. Iwas muss ich tun, diese ungewissheit wird zunehmend unerträglicher...

06.03.2019 19:01 • #12


Karenberg


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Zitat von Sense:
Ich kenne sehr glückliche, stabile Partnerschaften mit BPS-Beteiligten. Doch der Weg bis es dazu kommt, ist ein harter, steiniger und verlangt wirklich alles an Verständnis ab.
Man muss schon sehr lieben, um die Zuversicht dass es gut gehen könnte, nicht zu verlieren und die Kraft dafür aufzubringen.



Ich kenne welche, die das 10 - 15 Jahre lang behauptet haben, wie toll auch eine Beziehung mit einem BPS ler sein kann. Und dann? Sind sie spätestens fertig auf der Bereifung. Von daher meine Frage, wie lange gehen die Beziehungen, die du kennst?

Mit Liebe hat es oft früher oder später eher wenig zu tun, eher mit Abhängigkeiten der übelsten Art.

Angehörige gehen auch früher oder später am Stock und sagen sich oft von der Schwester, Bruder, Mutter, Vater los. Da ist mit Liebe heilen auch nichts.

Zudem, etwas viel verlangt, das eine Partei die Kraft aufbringen muss. Mit welchem Recht?

06.03.2019 21:17 • x 3 #13


Sense


Hallo @Karenberg
Gute Fragen.
Die zwei BPSler die ich kenne (also von denen ich es durch gesicherte Diagnose weiß) sind in ca. 10 jährigen Beziehungen. Plusminus 1 Jahr.
Möglich dass das doch irgendwann um die Ohren fliegt. Anzeichen dafür seh ich keine. Beide sind allerdings auch in Therapie, einer meine ich ist inzwischen sogar fertig. und hat offiziell die Diagnose hinter sich gelassen. Bin nicht wirklich nahe dran, hab mich aufgrund meiner eigenen Geschichte/Probleme abgegrenzt.
Warum ein Partner das auf sich nimmt? Weil Borderliner eben nicht nur Hölle, sonder auch den Himmel liefern können, glaube ich.

06.03.2019 21:22 • x 2 #14


EsPasstNicht


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Zitat von victim_reloaded:

Dann wäre sein erster Weg mal zu einem Fachmann. Es sei denn, die Diagnose dient lediglich der Rechtfertigung, sich wie ein A....loch verhalten zu dürfen, Motto: Ich kann ja nix dafür.



Dann hast Du jetzt die einmalige Chance, Dich zu fragen, ob Du Dir sowas dauerhaft antuen willst. Denn es wird wieder und wieder passieren. Menschen mit BPS können Dich von einem Moment auf den anderen übelst beleidigen, erniedrigen und von sich stoßen - um dann wenig später wieder angekrochen zu kommen, weil sie nicht alleine sein können. - Willst Du das wirklich? Ansonsten: Renn - so schnell und weit Du kannst ...


Ja, renn!

07.03.2019 00:38 • #15




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