Herbsttraum89
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Ich schreibe hier aus meinem stärker werdenden Gefühl der Verwirrung/Angst.
Ich habe die Dependente Persönlichkeitsstörung und befinde mich nun ca 4 Monate in Therapie.
Meine letzte Beziehung lief 8 Jahre und mein Partner wieß starke Narzisstische Tendenzen auf.
Diese Beziehung hat mich kaputt gemacht und das Ende war grausam.
Es war, als würde ich sterben. das sterben zog sich ca 5 Monate.
Es dauerte ewig, bis ich einigermaßen klar kam und durch den Alltag kam.
Wieder Freundschaften aufbaute und alleine Einkaufen konnte.
Das waren Dinge, die für mich Kraftraubend waren. als müsste ich es lernen zu "Leben".
Nungut. die Therapie hat mich sehr voran gebracht und ich möchte mich nie wieder SO abhängig machen.
Dafür tue ich auch einiges.
Nun bin ich knapp 2 Monate in einer neuen Beziehung und diese ist sehr innig. es fühlt sich auch gut und richtig an, jedoch spielt bei mir die große Angst mit hinein, dass ich mich wieder so abhängig mache, oder gar dazu verleitet werde. durch den Partner.
Folgende Dinge sind geschehen:
Nächstes Jahr würde ich gerne zu meinem Partner ziehen und ich hatte ein Vorstellungsgespräch bei Ihm in der Nähe.
Da ich nicht mobil bin, hieß dies für mich 2 Stunden Bus und Bahn fahren.
(War kein Problem, ich war jedoch nervös zuvor)
Mein Neuer Partner wollte sofort seine Mutter fahren, ob sie mich nicht dort hin fahren kann.
Ich sagte ihm deutlich, dass ich nicht wünsche, dass er das macht und es mir wichtig ist, es alleine in Angriff zu nehmen.
Er fragte sie trotzdem. Das machte mich stinkig. er erklärte ihm wieso und erzählte ihm von der Diagnose und der Arbeit an mir selbst, dass es mir wichtig ist auch unangenehmere Dinge komplett alleine zu bewältigen und stolz auf mich sein zu können.
Er entschuldigte sich.
Ein Tag vor dem Gespräch sagte er mir, ich könnte entspannt sein. Seine Schwester würde mich hinfahren, er habe sie gefragt.
Ich wurde still und er merkte, dass es falsch war. er entschuldigte sich erneut und meinte, er habe es nur gut gemeint.
Ich bin weiterhin ruhig geblieben. muss aber sagen, für mich war es irgendwie enttäuschend. ich dachte, er hätte verstanden, wieso es mir wichtig ist. Abgesehen davon habe ich mich hintergangen gefühlt.
Ich wollte diese hilfe nie und sehe mich quasi als die, die dann ausrichten lassen muss, dass es sich erledigt hat und ich doch alleine hinfahre.
Unnötig kompliziert.
Nun kam für mich hinzu, dass er nun super kurzfristig vereinbart hat, dass wir auf einen Gebursttag gehen und danach noch Essen mit seiner Schwester.
Er erzählte mir lediglich davon, dass wir auf den Geburtsag einer Familienangehörigen gehen.
Jedoch nicht, dass wir dann auch schick essen gehen mit anderen.
Ich mag es, wenn ich mich auf derartige Dinge einstellen kann, vielleicht sogar mit einbezogen werde in die Planung.
Abgesehen davon ist es für mich auch eine Frage des Geldes. ich glaube er versteht nicht, dass das für mich alles Wichtig ist. es geht eben darum, dass ich auch in einer Beziehung noch relativ Selbstbestimmt leben möchte und in Fragen, die wirklich beide betreffen auch zusammen Planen möchte.
Ich komme mir so vor, als würde mein Wort nicht zählen.
Ich weiss auch nicht, wie ich diesen Unmut ihm gegenüber formulieren könnte, ohne dass ich wie die Zicke da stehe, die nicht spontan ist.
Oder ob ich am Ende vielleicht zu sehr schwarz male. Jedoch will ich nicht wieder komplett die Kontrolle über mein Leben abgeben.
