Beziehung gescheitert - Analyse + Reflektion

Perla

Perla

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Wir alle hier trauern um eine Beziehung.
Was mich interessieren würde, ob sich einige hier Gedanken gemacht haben, an was es wohl lag, dass die Beziehung gescheitert ist.

Da an einer gescheiterten Beziehung meistens nie einer alleine Schuld hat, würde ich gerne eure Meinungen dazu erfahren - habt ihr eures und das Verhalten des Partner über lange Sicht analysiert und reflektiert.

Wenn eine Zeit vergangen ist und der erste heftige Schmerz vorbei ist, dann sieht man die Dinge doch etwas objektiver.

Perla

10.06.2012 13:20 • #1


Rocky78


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Hallo perla:-), schön dich wieder zu sehen, nun ich denke eine perfekte Partnerschaft hält ein leben lang, die kann durch äußere einflüsse( anderer Partner etc) nicht zerstört werden, aber perfekte Partnerschaften sind sehr selten, wir als verlassene müssen natürlich, trotz des Schmerzes, auch unser tun und handeln überdenken, eine Medaille hat immer zwei Seiten!

10.06.2012 13:29 • #2


diverblue


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@Perla: Ja, ich befinde mich zwar immer noch ansatzweise in der Zeit der Trauer, der Wut und des Unverständnisses. Aber ich habe mir genau diese Frage auch schon gestellt ... was war eigentlich die Ursache.

Bei meinem Ex und mir war es die extreme Arbeit, Tag und Nacht, keine Freizeit, keine Feiertage ... Und womöglich waren wir uns sehr ähnlich, nämlich darin, daß keiner von beiden den anderen "trotz" dieses Stresses nach draußen gezogen hat. Mal gesagt hat, laß uns übers Wochenende weg fahren, mal etwas ganz anderes tun. Mal wieder mehr leben.

Aber dann denke ich wieder, genau das habe ich 1 jahr bevor er das Verhältnis mit seiner Neuen (hinter meinem Rücken) begonnen hat, getan. Vermutlich habe ich instinktiv gespürt, daß wir etwas ändern müssen. Auch für mich. Auch für uns. Ich habe ihm gesagt, lass uns doch mal Fahrrad fahren, an den See gehen, mal draußen frühstücken statt drin ... da war irgendwie von seiner Seite keine Kraft und auch keine Lust.

Dann denke ich wieder, was hätte ich tun können, wenn er nicht wollte?

Nun hat er aufgrund veränderter Umstände alle Zeit der Welt und genießt dies exzessiv ...

10.06.2012 13:45 • #3


Anna715


Hallo Perla,
ja ich habe mein Verhalten analysiert.

Ich habe nicht auf meinen Bauch gehört.
Er hat es mir gesagt, und ich habe genau das Gegenteil getan, war schlauer.


Und jetzt habe ich den Salat, aber mir geht es immer besser.

Ich hätte niemals in dieses Dorf ziehen sollen, in dem er wohnt.

Ich werde nicht mehr gegen meine Intuition arbeiten.

10.06.2012 13:45 • #4


Maggie79


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ein gutes thema...wenn man wirklich in zukunft eine erfolgreichere partnerschaft führen möchte, sollte man sich durchaus der probleme und trennungsgründe der vorherigen bewusst sein...zu schnell fällt man wieder in alte verhaltensmuster zurück oder pickt sich unbewusst wieder jemanden raus, der nicht zu einem passt.
in meinem fall bin ich zu mehreren änderungsbedürftigen punkten gekommen...werde zukünftig in einer partnerschaft eigenständiger bleiben und mich nicht mehr nur den bedürfnissen des anderen unterordnen, werde auch nicht wieder (war jetzt das 3.mal) mit jemandem eine beziehung beginnen, der ganz offensichtlich dazu noch nicht bereit ist, weil entweder die ex beziehung noch nicht verarbeitet wurde, oder gerade noch eine affäre parallel läuft, oder aus sonstigen gründen nicht offen, frei und unvoreingenommen ist.
dann werde ich auch definitiv sehr darauf achten, dass ich nicht wieder aus einer bedürftigkeit heraus eine beziehung eingehe, meint weil ich gerade unzufrieden bin mit mir und meinem leben, oder schon lange solo bin und mich einsam fühle, sowas in der art...das ist zum scheitern verurteilt...denn man erwartet dann von seinem partner, dass dieser einen glücklich macht, einem die einsamkeit und unzufriedenheit nimmt...DAS kann man aber nur selbst tun! der andere sollte lediglich eine Bereicherung des eigenen Lebens sein und nicht eine tragende Säule.
auch möchte ich nicht mehr so besitzergreifend sein, sondern mir und meinem partner genügend freiräume und vertrauen entgegenbringen.
irgendwie tat das jetzt mal richtig gut, das aufzuschreiben!
danke für das thema, perla!

11.07.2012 09:59 • #5


Perla

Perla


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Liebe Maggie,
freut mich sehr, dass Du meinen Thread wieder aufgreifst.
Und noch mehr freut mich, dass du für dich einiges daraus ziehen kannst.
Ich bin auch immer daran interessiert mich weiterzuentwickeln, zu lernen und an Situtationen zu wachsen.
Gerade an gescheiterten Beziehungen kann man sein eigenes Verhalten gut refelektieren.
Ich habe aus meiner letzten Beziehung wirklich sehr viel gelernt, habe mich auch immer wieder hinterfragt.
Auch ich werde in Zukunft mich nicht mehr von meiner Einsamkeit leiten lassen, was ich auch im Moment tue, denn ich habe wirklich ganz unerwarteter Weise jemanden kennengelernt und wäge gerade wirklich ab, ob ich mich schon darauf einlassen kann. Ich weiß auch nicht, ob ich einfach nur den Restschmerz meiner letzten Beziehung damit abdecken will.
Und ja, wir alle haben ein Bauchgefühl, auf das wir doch öfter vertrauen sollten.
Es wäre auf jeden Fall schön, wenn man sich hier auf längere Sicht austauschen könnte, um zu sehen, wie man sich entwickelt.

LG
Perla

11.07.2012 10:35 • #6


Rocky78


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@perla: freut mich für dich das du jemand kennengelernt hast, egal wies ausgeht, genieße erstmal!

11.07.2012 10:46 • #7


GNDQ

GNDQ


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@ Rocky78
perfekte beziehung...bla blub, da bekomm ich brechreiz!
definiere mir perfekte beziehung, und ich definiere dir ein ding der unmöglichkeit!
nicht das ich mich hier als den großen beziehungsauskenner profilieren will, wäre ich das, wäre ich nicht in diesem forum zugange, sondern in einer glücklichen beziehung.

aber btt


Meistens sind es kleine sich ständig wiederholende streitereien, routine, mangelnde kommunikation u langeweile, das ganze gern auch als komplettpaket. Eingeschliffene verhaltensweisen, zbsp jeden abend vor der glotze zu verbringen erzeugen schlicht üble laune, welche auf den partner zurückgeführt wird. Die kleinen ecken u macken des jeweils anderen, an denen man sich mit der zeit aufreibt verstärken dies noch. Gern hagelt es dann gegenseitige vorwürfe. Man verbring mehr zeit nebeneinander als miteinander. Gerade am anfang einer beziehung ist man doch bestrebt möglichst viel mit dem neuen partner zu unternehmen, sich gemeinsam neue erfahrungen u errinnerungen zu verschaffen. Menschen sind nun aber meist träge u kommen sofern das tagesgeschäft läuft gar nicht auf die idee aus ihrem alltag auszubrechen. daraus ergeben sich natürlich auch weniger gemeinsame aktivitäten u neue schöne gemeinsame errinnerungen von denen jede beziehung lebt! Man könnte sagen die beziehung kühlt ab o anders die partner werden füreinander uninteressant, da ihnen der entsprechende gegenseitige input fehlt. Dieser wird dann eben woanders gesucht, muß nicht gleich ein seitensprung sein, aber die weichen sind in dem fall schon mal gestellt. Ein weiterer punkt wäre es dem partner um jeden preis recht machen zu wollen u die eigenen interessen hinten anzustellen, daraus ergibt sich schnell eine abhängigkeitsposition, die den gebenden partner belastet u unattraktiv erscheinen lässt. Eine weitere negativ entscheidungshilfe. Dies alles staut sich über eine gewisse zeit u es kommt irgendwann zum (aus)bruch.

11.07.2012 11:22 • #8


Rocky78


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Dem ist ja nichts hinzu zu fügen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel!

11.07.2012 13:04 • #9


Rustyyy


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Meine Fehler gehen mir nach und nach immer mehr auf und ich versuche mich damit wirklich auseinander zu setzten, v.A. weil es auch meine erste wirklich lange Beziehung (fast 4 Jahre) war. Ich war eindeutig zu sehr darauf bedacht, immer alles richtig zu machen, habe mich mit meinen Hobbies ihm angepasst (das ist nicht sooo schlimm, aber seine andren Hobbies sollte man dann nicht total hinten anstellen!). Ich werde nicht mehr das Hausmütterchen sein, dass neben dem Studium / der Diplomarbeit auch noch den ganzen Haushalt übernimmt und Essen kocht! Ich werde schneller sagen, wenn mir etwas nicht passt, oder wenn ich Bedürfnisse habe! Ich werde mich genauso, wenn nicht noch mehr, lieben, als meinen Partner!
Aber wie du schon gesagt hast, gibt es immer 2 Seiten... Er sollte auch mal seinen Mund aufmachen, sollte sich weiter entwickeln UND er sollte endlich zu einem Therapeuten gehen, damit er seine ganze verkorkste Vergangenheit bezüglichen Frauen / Familie / Kinder mal aufarbeitet! Ich denke, selbst wenn er jetzt zu mir zurückkäme, würde ich erst dann eine neue Beziehung eingehen, wenn er sich für sich endlich mal ändert, denn so kann er sich nicht leiden und somit wird er auch immer wieder, wenn es ernster wird, weglaufen!

11.07.2012 13:04 • #10


Maggie79


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Gratuliere Perla!
schön, dass du jemanden kennengelernt hast und ich finds auch gut, dass du dich nicht hals über kopf direkt hineinstürzt, sondern dir gedanken machst, ob du wirklich schon bereit dafür bist.
das ist ehrlich und fair dir und dem neuen Poten. partner gegenüber!
somit gibst du der neuen beziehung auch eine realistische chance!

meine letzte beziehung war mir in so einer sache eine wirkliche lehre...ich habe zwar gemerkt, dass mein partner zu dem zeitpunkt noch nicht wirklich "frei von Altlasten" war, aber er hat sich leider nicht soviele gedanken drüber gemacht und es einfach mal "so laufenlassen"und mich ganz schön im ungewissen dabei gelassen...letztlich hatte ich dann das schwere los immer mit seiner ex verglichen zu werden und nicht selten kam der satz "das hat meine ex auch immer gesagt, getan, etc" und in manchen situationen, die ich als total harmlos empfand, wurde es ihm ungemütlich oder er hat überempfindlich reagiert und ich ahnte schon, dass das noch die automatischen verhaltensmuster von vorher waren....da ich zu dem zeitpunkt aber schon komplett verliebt war und mit ganzem herzen bei der sache, wollte ich es deswegen nicht gleich hinschmeißen.
ich fürchte, er hat mich bis zum schluß nicht wirklich als einen "anderen/ neuen" menschen wahrgenommen, sondern dort weitergemacht, wo er aufgehört hat.
sehr wahrscheinlich hätte unsere beziehung mehr chancen auf erfolg gehabt, wenn wir uns 1-2 jahre später kennengelernt hätten oder er vorher längere zeit solo gewesen wäre und diese zeit auch zur reflektion genutzt hätte.
in seinen augen war stets seine ex schuld, dass er gegangen ist...keine gute einstellung, meiner meinung nach! es gehören halt immer 2 dazu!
generell sind mir "beziehungshopper" sehr suspekt...das schreit förmlich nach "kann nicht alleine sein = kann mich selbst nicht gut ertragen, brauche jemand um vollständig zu sein"....egal wie, kein guter ansatz für eine gleichberechtigte und gleichwertige partnerschaft.

11.07.2012 13:12 • #11


LadyThumperGirl


Also bei mir wars anfangs so, dass er den Fehler gemacht hatte mir ein halbes Jahr lang von N.B. zu verschweigen. Das war vielleicht was. Danach gabs von meiner Seiten (durch den Vertrauensbruch) Probleme mit Eifersucht und Ängste ihn zu Verlieren. Später wurde es wirklich mal heftig, wo wir ständig am streiten waren (keine tolle Zeit), aber nach der ersten Funkstille (wo ich mich dann gebessert hatte) hatte er das alles als selbstverständlich angesehen (zumindest seh ich das jetzt so), denn da hat er mir auch ein paar Dinge verschwiegen und hat sich wohl gedacht, dass er die Zügel in der Hand hätte. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass es ihm - so bescheuert es klingen mag - auf die Machtverhältnisse in der Beziehung ankommt. Zumindest hat er ne lange Zeit immer davon geredet wie wir auf gleicher Stufe stehen, obwohl es am Ende doch so rauskam, dass er mir ne Menge verschwiegen hat und mich sogar als nervig abstempelte.

Na ja, für mich ist der Salat gegessen. Ich hab aus meinen Fehler gelernt. Er anscheinend nicht. Sonst hätte er mich wohl kaum so oft angelogen. Schon schlimm, dass die meisten Beziehungen nur deswegen scheitern weil die Ehrlichkeit dann zu Brüche geht (durch was auch immer). Ist halt meine bisherige Erfahrung. Gibt natürlich auch zig andere Gründe. Meine war halt diese eine und die hat mir auch gereicht, denn danach ist das mit dem Vertrauen gegenüber anderen echt schlimm.

11.07.2012 15:06 • #12




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