Tomte
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Ich muss mir gerade einfach mal meinen Kummer von der Seele schreiben. Und würde mich sehr freuen wenn jemand da draußen aufmunternde Worte hat.
Ich hatte heute nach 8 Wochen Trennung die Übergabe meiner Sachen und das Abschlussgespräch mit meinem Ex. Es ging 2 Stunden. Tränen auf beiden Seiten. Mir war klar dass mich dieser Tag zurück werfen würde. Ich wusste aber auch ich brauche das um loslassen zu können. Dass es mich so umhaut und ich mich wie direkt nach der Trennung fühle macht mir trotzdem zu schaffen.
Kurzriss der Beziehung zum Verständnis:
Während unserer Beziehung wurde sein job immer anstrengender. Er sagte täglich er muss die arbeit von drei Leuten erledigen und schafft das alles nicht mehr. Es ging so weit dass er zwei Wochen krank geschrieben war und Antidepressiva verschrieben bekam. Die Medikamente nahm er nicht. Wollte auch nie wirklich drüber reden. Er hatte Schlafstörungen und Panikattacken. Parallel lief seine Scheidung. 1 Jahr länger als erwartet.
Ich hab immer versucht ihn zu unterstützen. Er zog sich immer mehr zurück. .
Nun zu meinem eigentlichen Thema:
Heute sagte er mir es war nie der job. Es geht ihm wieder gut. Er kann schlafen. Das war ein großer Schlag ins Gesicht. Die Scheidung hatte seiner Meinung nach auch gar keinen einfluss auf unsere Beziehung und seine damalige Gefühlslage!
Er stellte es so dar, dass ich es war. Das war seiner Meinung nach keine Schuldzuweisung. "Es hat nicht gepasst"
Und nun sind wir beim Thema. Ich empfinde das als Ausrede. Dieses "es hat nicht gepasst". Ist damit denn grundsätzlich eine gescheiterte Beziehung begründet? Ich finde nicht. Natürlich hat es nicht gepasst. Aber ich reflektiere mich. Frage nach meinen Fehlern, die des anderen. Schaue wo es schief lief. Versuche zu analysieren und zu verstehen.
Er scheint da nichts von getan zu haben. ich bin weg. ihm gehts gut. Thema erledigt.
Seine Scheidung war eine dauerbelastung. Ebenso sein job. Immer habe ich versucht ihn zu unterstützen. Es tut weh, dass er gar nicht sehen mag was seine Anteile waren. Bei seiner Scheidung war auch das die Begründung. "Es hat nicht gepasst"
Mein Verstand sagt, dass er einfach nur nicht in der Lage ist sich mit sich auseinander zu setzen. Dass seine Scheidung natürlich Einfluss auf uns hatte und dass ein Job, der dafür sorgt dass er täglich hundemüde ist und er zum Arzt wegen zu viel stress geht uns beeinflusst hat.
Mein Herz hört aber heute nur "es lag nicht am job. Die Scheidung hatte keinen einfluss" und fühlt "dann war ja alles meine schuld"
Ich musste das mal los werden. mitten in der Nacht. Ich weine seit mittlerweile 12 Stunden. Musste sogar gerade weinen als ich mit Freunden in einem Restaurant war.
Danke an jeden der sich die Zeit zum lesen genommen hat.