paula123
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ich möchte mir mal meinen trennungsschmerz von der seele schreiben, vielleicht bekomme ich als extra auch noch den ein oder anderen klugen gedanken dazu, der mir weiterhilft.
die trennung erfolgte bereits am 13.11. (einziger freitag der 13. in 2020 welch passendes datum. ) per whatsapp, ein schlag ins gesicht. mein exfreund und ich waren anderthalb jahre zusammen, wir wollten zusammen ziehen, haben uns auch schon einige wohnungen angeschaut. er hat eine kleine tochter (6) und erzählte ihr noch 5 tage vor der trennung, dass wir zusammenziehen wollen. danach gab es einen großen streit, am nächsten morgen sagte er mir noch, dass er mich liebt und mit mir zusammenziehen möchte, aber ich hatte das gefühl, dass er es um des lieben friedens willen sagte und die probleme wieder die gleichen sein werden. ich wurde wütend, konfrontierte ihn damit und verließ wutschnaubend seine wohnung. 2 tage funkstille, dann fragte ich nach wie lang wir uns noch anschweigen und miteinander schmollen und dann kam das "es ist aus"
die ganze sache ist schon 2 monate her und ich leide noch immer und finde an vielen tagen keine kraft. ich bin im winter immer mit gedrückter stimmung geplagt, da mir tageslicht fehlt und substituiere schon mit vitamin d und johanniskraut. es ist irgendwie ein verwaschener schmerz, denn ich kann nicht genau verorten, ob es mir wegen der trennung nicht so gut geht, wegen dem winterblues, oder corona oder wegen allem zusammen.
es gab aber seit der trennung auch keinen tag an dem ich nicht an ihn gedacht und ihn vermisst habe. seine tochter fehlt mir auch total. es macht mich fertig. in seiner nachricht, dass er nicht mehr kann und deswegen alles beendet, bot er mir auch ein persönliches gespräch an plus das allseits beliebte "ich würde mich freuen, wenn wir einen freundschaftlichen kontakt pflegen können."
ich rief ihn danach sofort an und fragte nochmal nach, ob er sich sicher ist, dass er 1,5 jahre jetzt wegwirft ja, er war sich sicher. ich warte noch eine woche ab, meldete mich nochmal mit einer langen nachricht. er antwortete sehr emotional, aber er blieb bei seiner entscheidung. ich rief ihn dann nochmal an, er weinte am telefon, sagte er habe angst die falsche entscheidung getroffen zu haben, aber er könne nicht mehr weitermachen.
er hat sich kurz darauf nochmal gemeldet, weil er sich zu hause ausgeschlossen hatte und ich noch den schlüssel für seine wohnung hatte, ob er mit seiner tochter kommen und den abholen könne bei mir auf arbeit. ich hatte den schlüssel zu diesem zeitpunkt schon vom bund gemacht und konnte und wollte weder ihn noch die kleine sehen. die übergabe der sachen hat 2 tage später eine freundin erledigt, sie wollte er da noch ausfragen, ob ich denn an dem tag die wahrheit gesagt hätte. also ob ich den schlüssel wirklich nicht mehr am bund gehabt hätte. ich fiel aus allen wolken. habe ihn überall blockiert und gelöscht. ein gespräch gab es bis heute nicht. ich quäle mich mit der frage, ob ich es noch wahrnehmen sollte. ich weiß nicht, ob ich es verkraften würde ihn zu sehen
neujahr schrieb er eine nachricht und wünschte mir alles gute, ich habe das gefühl seitdem ist der schmerz wieder stärker.
lieber ein ende mit schrecken oder schaffe ich mir gerade einen schrecken ohne ende?
