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Beziehungsaus nach 8 Jahren Beziehung

amir121

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Hallo liebe Mitglieder,

ich habe mich in der vergangenen Zeit (3 Wochen) seit der Trennung von meiner Freundin bereits durch unzählige Foren gelesen. Ich werde aus dem, was anderen passiert ist aber nicht schlauer und möchte euch um Hilfe oder wenigstens einen guten Ratschlag bitten.

Vor 3 Wochen habe ich mich von meiner Freundin getrennt. Wir waren 8 Jahre zusammen, ich bin 24, genau wie sie. Wir sind entsprechend relativ jung zusammengekommen, hatten jedoch davor schon Beziehungen. Bei mir war meine die zweite Beziehung, und sie war auch das zweite Mädchen, mit dem ich überhaupt etwas hatte. Wir hatten viele Höhen, aber auch viele Tiefen, zumindest in den ersten paar Jahren. Zum Ende hin war eigentlich alles in Ordnung.

Nun habe ich vor 3 Wochen die Beziehung beendet. Ich hatte im Vorfeld schon länger (immer mal wieder) mit dem Gedanken "gespielt" dies zu tun. 5 Wochen vor der Trennung wurde dieser Gedanke intensiver, sodass ich sehr in mich gekehrt war und kaum Kontakt zu ihr hatte. Ich habe mir extrem den Kopf darüber zerbrochen, abgewägt und bei dem Gedanken an das Beziehungsaus auch oft geweint.

Während der Beziehung, so nach 6 Jahren in etwa, fing ich immer mehr an andere Frauen attraktiv zu finden. Ich bin ihr nie fremd gegangen, habe mir aber die Frage gestellt warum das so ist und bin zu dem Entschluss gekommen dass mir irgendwas in der Beziehung fehlt. Es handelte sich dabei jedoch nur um ein Bauchgefühl, das immer immer stärker wurde. Was genau es war was mir fehlte, kann ich nicht sagen. Die Beziehung fühlte sich einfach "nicht mehr richtig" an.

Ein weiterer Grund für den "Schlussstrich" war, dass ich das Gefühl hatte, dass wir einfach zu verschieden sind. Während sie ein unvorstellbar herzlicher, loyaler und aufrichtiger Mensch ist, der sich durch seine Naivität leider auch oft zu offensichtlich falschen Entscheidungen hinreißen lässt und ohne die Hilfe Anderer in dieser Welt wahrscheinlich häufig aufgeschmissen wäre
bin ich eher jemand, der versucht Entscheidungen gut abzuwägen und auch mal "Nein" zu sagen. Ihre Art war für mich sehr oft sehr anstrengend, da man ihr noch selbst die einfachsten Dinge erklären musste.

Mich hat das Ganze so sehr bedrückt und nachdenklich gemacht. Ich dachte es könne doch nicht normal sein, dass man immer mehr darüber nachdenkt, eine Beziehung zu beenden.

Am Ende war ich fest entschlossen, die Beziehung zu beenden. Als ich dann bei ihr war und es ihr gesagt habe hat sie geheult wie ein Schlosshund und ich schlussendlich auch. Ich fand es nicht fair für sie die Beziehung so weiterzuführen. Niemand hat es verdient mit jemandem zusammen zu sein, der die Beziehung ständig anzweifelt. Das sagte ich ihr auch. Also dass ich nicht genau weiß was es ist was mich bedrückt, dass es schon länger so ist und ich nicht richtig weiß, was ich will. Manchmal habe ich das Gefühl, das Gras ist bei mir immer grüner auf der anderen Seite - total bescheuert.

Dass ich es geschafft habe das Ganze durchzuziehen wundert mich selbst. Es hat mich extrem mitgenommen. Sie hat mich angefleht, sie würde alles für mich tun, sie wolle nur mich und keinen anderen und wir könnten das alles schaffen. Ich hatte mir jedoch im Vornherein derart lang Gedanken gemacht, dass ich die Entscheidung nun auch durchziehen musste. Also habe ich einen Punkt hinter die Beziehung gesetzt, meine Sachen gepackt und bin völlig fertig von dannen gezogen. An dem Tag war ich so aufgelöst und mitgenommen, dass ich mich noch über der Toilette erbrochen habe, mir schlug das Ganze sehr auf den Magen. So einen "Herzschmerz" habe ich bis dato noch nie gefühlt (obwohl ich doch selber Schluss gemacht hatte?). Ich möchte einfach nicht wissen was für einen unglaublichen Schmerz sie empfunden haben muss, sie tat (und tut) mir unvorstellbar doll leid.

Seit der Trennung habe ich Phasen, in denen es mir gut geht. Das ist meist der Fall wenn ich abgelenkt bin. Wenn ich alleine bin lese ich oft Foren und denke zunehmend an sie und an die guten Zeiten, die wir zusammen hatten. Und wenn ich rational darüber nachdenke haben die guten Zeiten bis zuletzt überwogen.

Nun sitze ich schon wieder hier und weiß nicht, ob es richtig oder falsch war. Ich weiß, dass es ihr extrem schlecht geht. Viel schlimmer ist aber, dass ich sehe, was ich an ihr hatte. Sie hatte ein so ruhiges Wesen, ein so großes Herz, war nie schlecht gelaunt, aufrichtig und hat einen nicht in Frage gestellt - im Gegensatz zu mir Ich glaube, dass ich sie liebe, denke jedoch dass ich einfach anders liebe als sie. Sie liebt einfach bedingungslos. Ich wünsche jedem, dass er einen Partner findet, der so liebt. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich.

Ich weiß nicht, ob es noch ein zurück gibt, denke aber sehr oft daran. Wovor ich Angst hätte, wäre, dass es wieder so wird wie vorher und beginne zu zweifeln - dieses Gefühl wiederbekomme, an dem ich einfach nichts ändern konnte, so sehr ich es auch wollte. Und dass ich in 10 Jahren alles bereue und es nie wieder ein Zurück geben wird, den Fehler hat mein Vater mit meiner Mutter gemacht. Auf der anderen Seite habe ich Angst, dass ich in alte Muster zurückfalle, wenn ich sie kontaktiere (sofern sie das dann überhaupt möchte. )

Natürlich ist die Trennung extrem frisch, dessen bin ich mir bewusst. Und selbstverständlich denkt man nach einiger Zeit, wenn man kälter geworden ist und die Situation einen emotional nicht mehr so beherrscht anders darüber. Aber die Frage ist für mich ob ich überhaupt an diesen Punkt gelangen möchte, an dem es mir egal ist. Vielleicht wird es in den nachfolgenden Beziehungen ja nicht besser und ich fange wieder an so rumzuspinnen.. ich hab so Angst dass die Entscheidung falsch war.

Was denkt ihr darüber? Ich bin kurz vorm Durchdrehen

02.12.2019 16:35 • #1


DieSeherin

DieSeherin


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ich glaube, du bist gerade in einer phase, in die jeder kommt, der sich nach langer zeit "grundlos" trennt - damit meine ich, keine andere liebe, kein bestimmter fehler, kein großer knall, sondern einfach das langsame und fast unbemerkte vergehen der liebe.

und meist kommt ganz kurz ein wenig erleichterung, sofort aber dann schuldgefühl und echter trennungsschmerz und dann geht es los... die hinterfragerei... "habe ich das richtige getan?"

gib dir selber noch ein wenig zeit und lass die trennung ruhig noch sacken - 3 wochen sind nichts, wenn ihr so lange zusammen ward

wenn du nach dieser phase des zweifelns dann in die nächste kommst, dann sagt dir dein gefühl genau, ob die trennung richtig war, oder du sie wieder willst!

02.12.2019 16:43 • x 2 #2


amir121


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Mir geht es einfach so unglaublich schlecht. Ich habe so Angst dass mir die Beziehung, in der ich doch eigentlich alles hatte, einfach langweilig geworden ist und ich mir der Tragweite meines Handelns nicht bewusst bin.

Das Ganze ist eine unheimliche Katastrophe für mich. Ich ertrinke hier in Selbstmitleid und fühle mich als wäre ich selbst verlassen worden. Und es schmerzt unheimlich zu wissen wie sehr ich sie verletzt habe. Für nichts und wieder nichts

02.12.2019 22:04 • #3




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