Bin am Ende, Eltern verbieten meiner Freundin Kontakt

Tim M (27Jahre)

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Hallo Leute,
ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich (27J) und meine (Ex-) Freundin (24j) waren bis vor 3 Tagen überglücklich miteinander, bis unsere 9 monatige Beziehung ein abruptes Ende nahm.

Es sei dazu gesagt dass ich eben noch ungelernt bin, in meiner Vergangenheit viel Mist erlebt und auch gebaut habe, bin aber kein vorbestrafter Krimineller oder ähnliches. Ich hab mich nur aufgrund häuslicher Probleme sehr früh von meiner Familie abgenabelt habe und bei (teilweise falschen) Freunden eine Ersatzfamilie gefunden, darüberhinaus habe ich meine reguläre Schulzeit eher zur eigenen Selbstdarstellung genutzt, anstatt mein kognitives Potenzial dazu zu nutzen vielleicht etwas sinnvolles zu erreichen. Erschwerend kommt mein damals starker Canna. hinzu.
2006 hab ich aber meinem ehemaligen Dro. den Rücken gekehrt, hab mit jeglichen Dro. aufgehört (Canna., Alk., Tbk, ich trinke nichtmal mehr Kaffee) und seitdem zwei Schulabschlüsse nachgeholt, sogar mit sehr guten Resultaten. Ich hatte immer mal wieder mit Depressionen zu kampfen, weshalb ich mir immer mal wieder selbst im Weg stand. Ende 2012 befand ich mich wg. schwerer Depressionen in stationärer Behandlung und verließ die Klinik (sicher auch aufgrund einer leichten Medikation) als weitestgehend wieder geschäftsfähig.

Und genau in jener Zeit lernte ich diese zauberhafte Frau kennen. Man muss dazu sagen dass die Chemie bei unserem ersten Treffen gar nicht mal so gestimmt hat. Ich empfand sie irgendwie als etwas komisch spießig, was sie von mir hielt war schwer zu deuten. Trotz allem landeten wir an dem Abend noch im Bett (Bitte entschuldigt die vielleicht unnötigen Details, ich denke nur dass mehr Details es leichter machen es nachzuvollziehen). Da der Abschied sich am nächsten Morgen allerdings merkwürdig kühl gestaltete, hab ich es für nen einvernehmlichen ONS gehalten und es herrschte erstmal 2-3 Wochen Funkstille.
Doch nach drei Wochen kam es bei mir zu einer Art Impuls und ich erinnerte mich an dieses Mädchen zurück, vielleicht war es auch einfach nur sowas wie (pardon) gut zumal sie auch recht gut aussieht.

Als ich sie dann per WhatsApp kontaktiert habe, lernte ich eine ganz andere Frau kennen. Sie schrieb dass sie sich wahnsinnig freuen würde, doch wieder von mir zu hören weil sie eben BEFÜRCHTET hätte, es sei nur ein ONS gewesen. Als wir uns am selben Abend noch wiedersahen war sie wie ausgewechselt: Liebevoll, lustig, anschmiegsam, wunderschön usw. Es hat mich noch am selben Abend erwischt und wir wurden ein Paar. Ich hatte die schönste Zeit meines Lebens mit ihr, war ziemlich bald sogar in der Lage meine Medikamente abzusetzen ohne in ein Loch zu fallen. Ich nahm mein Abi in Angriff und meldete mich an der Erwachsenenschule, was ich auf Grund von Finanzierungsschwierigkeiten und sicher auch etwas voreiliger Fehlorganisation meinerseits schnell aufgeben musste und wieder im Hartz IV-Bezug landete.
Man muss dazu betonen dass sie aus gutem Haus kommt. Ihre Eltern gehören wohl dem gehobenen Mittelstand an und ihre Großmutter soll wohl weitestgehend reich sein. Aber das spielte für mich zu keinem Zeitpunkt eine Rolle. Ich hab sie ja auch nicht als wirtschaftlich gut gestellte Person kennengelernt, sondern eher als wundervolle, liebenswerte und tugendhafte Person.
Es wurde schon immer recht hoher Leistungsdruck auf sie ausgeübt. Man hat sie schon früher zu hohen Leistungen gepusht. Sie hat mir gegenüber immer betont dass sie mich über alles liebt und sie bei mir erstmals in ihrem Leben das Gefühl hat sie selbst sein zu dürfen. Versteht mich nicht falsch, sie ist auch von natur aus eine tolle fleißige Person, und ich hätte ihr niemals suggerieren wollen, dass es toll ist arbeitslos zu sein und sich die Eier zu schaukeln, aber ich hätte auch nicht mehr zugelassen dass sie sich an den Rande der Verzweiflung triezt, nur damit ihre Eltern in einem möglichst guten Licht dastehen. Insgesamt hab ich mich aus dieser Thematik aber weitestgehend rausgehalten weil sie den Eindruck machte alles unter Kontrolle zu haben.
Während unserer gemeinsamen Zeit hat sie unsere Beziehung immer ihrer Familie gegenüber geheim gehalten, was ich auch in Ordnung fand, weil ich einerseits (sicher auch aufgrund meiner wirtschaftlichen Situation) nicht allzu scharf auf ein baldiges Aufeinandertreffen war, hauptsächlich aber weil ich dachte dass sie sicher gute Gründe hatte, UNS zu verheimlichen und ich sie diesbezüglich nicht unnötig unter Druck setzen wollte, und sie ja so in der Öffentlichkeit nie auch nur den geringsten Eindruck vermittelt hat, sich irgendwie für uns zu schämen. Ganz im Gegenteil, sie hat es genossen unsere Liebe auch nach außen zu zeigen.
Nun kam es aber wie es kommen musste. Vor etwa 8-10 Tagen (wie waren in ihrer Wohnung) klingelte es an der Tür. Kaum ist der Türöffner gedrückt stürmt schon die Mutter nach oben, und geht trotz mehrmaliger Mahnung meiner Freundin dass sie Besuch hat, schnurstracks in die Wohnung und findet mich quasi unrasiert in Boxershorts vor, verdreht die Augen und geht wieder. Als es dann wenige Tage zu einem Telefongespräch zwischen meiner Freundin und ihrer Mutter kam (welches direkt neben mir stattfand), wurde sie wohl gefragt ob sie denkt ich sei der richtige oder ob es was ernstes sei, antwortete sie mit: Ja, ich denke schon, weiterhin beantwortete sie wohl noch (wahrheitsgemäß) die Fragen nach meinem Alter, meiner beruflichen Situation und warum sie es ihrer Mutter nicht schon früher eröffnete, worauf sie unter bitterem Weinen antwortete: Weil ich nicht wollte dass MAN wieder was dagegen sagt bzw. hat
Als ich sie im Anschluss tröstete, war ich insgeheim ganz glücklich das dieses Geheimniskrämen endlich vorbei ist und obgleich ich dem Braten nicht traute, war ich mir irgendwie sicher dass sie sich eh von niemandem unsere Liebe hätte ausreden lassen würde.

Doch falsch gedacht!

Vor 3 Tagen am Vormittag wurde meine Freundin von ihrer Mutter zum Brunch eingeladen. Ich kann nur Mutmaßungen darüber anstellen, was da konkret besprochen wurde. Folge war, dass im Anschluss an den Brunch die Mutter und meine Freundin direkt zu ihr gefahren sind und die Mutter mich mit einem einfachen So, Sachen packen. Sofort raus! hinausbefördert hat. Ich werfe mir heute natürlich vor, nicht lautstark protestiert zu haben, aber ich wollte meine Freundin auch nicht in eine Situation werfen, in der ich mich schon so oft befunden habe. Nämlich bei einem Streit zwischen zwei geliebten Personen Partei ergreifen zu müssen. Außerdem wäre ich in der Situation zu wütend gewesen um ein sachliches Gespräch zustande zu bekommen. Ich hatte auch nicht damit gerechnet dass das die letzte Situation sein sollte in der ich meine Freundin zu sehen bekommen würde.
Als ich sie am Folgetag per WhatsApp fragte, was denn da gestern passiert sei und ob ich denn auch was falsch gemacht habe oder einfach nur zu arm sei antwortete sie, dass es genauso kam wie ich befürchtet habe.

Die Eltern haben sie vor die Wahl gestellt, entweder sie bricht mit mir sofort den Kontakt ab oder die Eltern tun selbiges mit ihr.

Nun weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Das geht weit über diese konventionelle Verliebtheit hinweg. Und auch sie hat mir in den wenigen, wortkargen Antworten geschrieben dass sie nicht mehr kann und es alles so weh tut.
Ich habe sie mehrfach ermutigt wie eine 24 Jahre alte Frau zu handeln und mit ihren Eltern ein ernsthaftes Gespräch auf Augenhöhe zu suchen. Ich will um jeden Preis ein Acht-Augen-Gespräch mit ihren Eltern um ihnen meine Motive darzulegen. Aber ich bekomme einfach keine Rückmeldung diesbezüglich weshalb ich ihr nur noch geschrieben habe, dass die Initiative nun von ihr kommen muss, damit es auch wirklich eine Chance für uns beide gibt, ihre Eltern vielleicht doch noch ins Boot zu holen (was ihr anscheinend sehr wichtig ist)

Es ist nicht mein Ziel sie zu schnappen, ihr fünf Kinder zu verpassen und mit ihr in den nächsten Sozialbau zu ziehen um von der Stütze zu leben. Ich habe selbst ein anderes Bild von meiner Zukunft. Ebenso wenig will ich ihr suggerieren dass es toll ist arbeitslos zu sein. Ganz im Gegenteil: Ich glaube viel eher dass sie einen positiven Einfluss auf mich hat, als ich einen negativen auf sie. Ich brauche ihr Geld nicht und ich lege es auch nicht darauf an, mich mit ihren pseudo-elitären Eltern zum Sonntags-Brunch zusammen zu setzen. Ich will nur dass man sich gegenseitig dafür respektiert dasselbe Ziel zu verfolgen: Nämlich ihre Tochter glücklich zu sehen!
Aber ich bekomme keine Möglichkeit, ich habe keine Möglichkeit die Adresse der Eltern zwecks eines freundlichen Briefes (ich würde mich sogar für die Geheimnistuerei entschuldigen) zu beschaffen und den Kontakt zu meiner Freundin habe ich jetzt auch erstmal eingestellt um nicht den Eindruck zu erwecken liebeskrank zu sein (was ich aber zweifelsohne bin).

Mir ist selbst klar, dass ich auf den ersten Blick nicht der repräsentativste Schwiegersohn in Spé bin, und ich kann jedes Elternteil verstehen, dass Zweifel an mir hegt. Aber ich finde es so grausam so vorverurteilt zu werden. Arbeitslosigkeit ist doch ein momentaner Zustand und kein Geburts-Stigma.
Ich vermisse sie jede Sekunde und weiß nicht wie ich weiter verfahren soll.
Es ist für mich einfach unlogisch eine Person aufzugeben, die mich liebt und die ich liebe, ohne dass es IHR ausdrücklicher Wunsch ist und der Gedanke dass sie sich irgendwann von irgendnem soziopathischen Junganwalt, der, wenn er sich nicht gerade auf sein eigenes Spiegelbild einen runterh***, im Vorbeigehen zwei Kinder ansetzen lässt, nur damit Mutti beim Brunch mit ihren sicher ebenso verblendeten Freundinnen erzählen kann, mit was für Erfolgsmenschen ihre Töchter liiert sind, wo ich doch weiß dass sie zu mir gehört....

Ich hoffe der Text hat euch nicht überstrapaziert. Er wirkt sicher auf außenstehende pathetisch, entspricht aber ungeschönt meiner derzeitigen Gefühlslage.

Ich bin für jeden gutgemeinten Ratschlag dankbar.

Liebe Grüße
TimM.

09.01.2014 21:27 • #1


peppina


74145
oh,
die Geschichte bewegt mich,..
es ist toll, wie du reagiert hast, als die Mutter in der Wohnung war..


ich denke, ich würde an deiner Stelle die Sache etwas ruhen lassen...
Deine Ex wird grad in einem Riesendilemma stecken, ich vermute übrigens, dass ihre Eltern dabei ihre Tochter ein Stückweit verlieren werden.
auch wenn deiine Exfreundin grad so reagiert hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass in ihr da nicht die Erwachsene mal durchkommen wird.. ich könnte mir vorstellen, dass es zuhause jetzt schon Krach geben wird..
ich glaube, es wird sich in ihr etwas tun..

du hast schon sehr viel geschafft! wirst auch weiterhin viel schaffen!

09.01.2014 21:52 • #2



Bin am Ende, Eltern verbieten meiner Freundin Kontakt

x 3


peppina


74145
So rein gefühsmässig kann ich dir nicht empfehlen, den Eltern noch einen Brif zukommen zu lassen.
wenn ein Mensch sich einem fremden Menschen gegenüber so verhält, steht der Eindruck.. aber nicht von dir, sondern von einem Bild, was sie von dir hat. und das wird sich durch einen Brief nicht ändern, denke ich..

09.01.2014 21:55 • #3


Tim M (27Jahre)


74145
Vielen Dank, Peppina!

Ich denke auch dass ein Brief nicht der geeignete Weg wäre. Ich würde mir nur von Herzen wünschen dass man mir (gerne auch an nem neutralen Ort) 30 Minuten zuspricht in denen die Eltern sich von meinen Intentionen überzeugen könnten. Der Brief ist eher sowas wie ein verzweifelter (und zugegeben schlechter) Denkansatz um irgendwie mit den Eltern in Kontakt zu treten.
Mir ist klar dass ich nicht in der Lage sein werde, da mit ner Umarmung und den besten Wünschen verabschiedet zu werden, aber ich glaube dass ich eloquent und vor allem vorbereitet genug bin, um zumindest zu erreichen dass man sich gegenseitig eine Daseinsberechtigung einräumt.

Dieser Zustand der Hilflosigkeit ist am Schlimmsten. Man klammert sich eben an jeden Strohhalm. Was eben so wehtut ist, dass wir vor 4 Tagen noch ein Herz und eine Seele waren und vor 3 Tagen war es vorbei. Wenn ich so nen Text selbst lesen würde, würde sich mir immer der Verdacht aufdrängen dass es schon vorher gekriselt haben muss, damit man so einen Cut machen kann.

Aber noch vor vier Tagen als ihr einen weiteren Teil meiner eher holprigen Vergangenheit offenbart habe betonte sie wie sehr sie mich liebt und fiel mir um den Hals. Am Vorabend meinte sie noch sie würde am liebsten in mich reinkriechen während sie mich umarmt hat. Sie trägt unser Kennenlern-Datum am Schlüssel. Ich habe sie nie geschlagen, betrogen und war auch sonst nie grob zu ihr.

Und gerade dieser Kontrast von einem auf den anderen Tag macht es so schmerzvoll, weil ich weiß dass sie mich noch liebt und ich an jedem Tag den ich länger (auf diese Weise) von ihr getrennt bin, Angst habe dass sie uns aufgibt und sicher nicht mehr zurückkommt...

Noch einmal vielen lieben Dank für die netten aufmunternden Worte und den Ratschlag.

LG
TIM

09.01.2014 22:28 • #4


Tim M (27Jahre)


74145
Dennoch stehe ich irgendwie nach wie vor mit dem Rücken zur Wand und bin mir nicht sicher welche Maßnahmen ich noch ergreifen kann bzw. soll.

Ich will sie irgendwie noch nicht aufgeben...

10.01.2014 02:23 • #5


Alena-52


74145
Zitat von Tim M (27Jahre):
Kaum ist der Türöffner gedrückt stürmt schon die Mutter nach oben, und geht trotz mehrmaliger Mahnung meiner Freundin dass sie Besuch hat, schnurstracks in die Wohnung und findet mich quasi unrasiert in Boxershorts vor, verdreht die Augen und geht wieder.

...die Fragen nach meinem Alter, meiner beruflichen Situation und warum sie es ihrer Mutter nicht schon früher eröffnete, worauf sie unter bitterem Weinen antwortete: Weil ich nicht wollte dass MAN wieder was dagegen sagt bzw. hat
Als ich sie im Anschluss tröstete, war ich insgeheim ganz glücklich das dieses Geheimniskrämen endlich vorbei ist und obgleich ich dem Braten nicht traute, war ich mir irgendwie sicher dass sie sich eh von niemandem unsere Liebe hätte ausreden lassen würde.
.... Folge war, dass im Anschluss an den Brunch die Mutter und meine Freundin direkt zu ihr gefahren sind und die Mutter mich mit einem einfachen So, Sachen packen. Sofort raus! hinausbefördert hat.

Als ich sie am Folgetag per WhatsApp fragte, was denn da gestern passiert sei und ob ich denn auch was falsch gemacht habe oder einfach nur zu arm sei antwortete sie, dass es genauso kam wie ich befürchtet habe.

Die Eltern haben sie vor die Wahl gestellt, entweder sie bricht mit mir sofort den Kontakt ab oder die Eltern tun selbiges mit ihr.
hallo tim

tut mir leid, dass du diese erfahrung machen musstest. deine freundin ist in einer abhängigkeit von ihren wohlhabenden eltern geblieben, sie läßt über IHR leben bestimmen und hat es zugelassen, dass so mit dir umgegangen wird, sie haben dich wie einen bettler hinausgefördert, aus ihrer wohnung.
es wird deiner freundin sehr schwer fallen aus dem warmen nest zu fliegen und flügge zu werden, sie hat die eltern über die beziehung zu dir gestellt und hat es nicht geschafft von der eltern in die paarbeziehung zu wechseln.

du kannst stolz auf dich sein, darauf, was du alles schon erreicht hast, trotz allem, was dir früh widerfahren und was du erlebt und getan hast. du brauchst dich deshalb nicht minderwertig fühlen oder dich wohlmöglich schämen, dass könnte sie und ihre eltern übernehmen.
ihre eltern zeigen keine liebe wenn sie das glück ihrer tochter am schnöden mammon ausmachen,
natürlich lebt es sich mit einem kleinen polster angenehmer, aber sie hätten dir zumindest ALLE eine chance geben können dich zu beweisen und das machst du eh schon länger!

deine freundin wusste was da kommt und hat es trotzdem nicht geschafft IHRE wünsche und ziele durchzusetzen, traurig aber wahr. und richtig, jetzt ist sie dran wieder auf dich zuzukommen.

schaue jetzt nach vorn, organisiere dein leben, arbeite vorausschauend für deine zukunft,
deine freundin wird ihre abhängigkeiten und ihre schwächen nicht von heute auf morgen aufgeben können, darauf kannst du nicht zählen, aber dich vielleicht überraschen lassen.

alles gute und viel wünsche ich dir!

10.01.2014 02:51 • #6


Gast7


74145
Hallo Tim,

das Verhalten der Eltern ist unentschuldbar und ich hoffe sehr, du lässt dir dadurch keine Minderwertigkeitsgefühle verpassen. Was du in deinem Leben geschafft hast trotz widriger Umstände ist eine tolle Leistung und ich ziehe davor den Hut. Und egal, was passiert, bleibe auf deinem Weg! Sorge für dich und deine Zukunft!

In der Familienwelt deiner Freundin ist einiges im Argen und deine Freundin tut mir sehr leid. Von den eigenen Eltern vor diese Art von Entscheidung gestellt zu werden ist unmenschlich und grausam. Sicher, deine Freundin wäre eigentlich alt genug, sich abnabeln zu können, aber wer in dieser Abhängigkeit und mit diesen Zwangsmustern aufgewachsen ist, wird das nicht so leicht können. Ich kann nachvollziehen, dass sie trotz der Art und Weise wie sie behandelt wird, sicherlich riesige Angst hat, ihre Familie zu verlieren. Sie kennt das freie Denken wie du so nicht. Sie ist in dieser Abhängigkeit aufgewachsen und kennt es nicht anders und kann sich daher wohl auch nur schlecht wehren.

Wenn du es möchtest, könntest du ihr vielleicht helfen, indem du sie jetzt nicht noch zusätzlich unter Druck setzt. Die Trennung von dir war doch eine Art Kurzschluss unter immensem Druck. Ich denke, die endgültige Entscheidung für oder gegen dich kann nur langsam in ihr heranreifen und erfordert sicherlich von ihrer Seite sehr viel Mut und Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Abhängigkeiten.
Sie hat sich erstmal zu den Eltern geflüchtet, aber ich glaube, wenn du ihr zu verstehen geben kannst, dass du dich nicht sofort von ihr abwenden wirst (aber nur, wenn das für dich nicht zu schmerzlich ist!) sondern bereit bist, ihr die Zeit zu geben, die sie für eine überlegte Entscheidung benötigt, hilfst du ihr sehr.

Aber bei allem darfst du nicht vergessen, dich in erster Linie um dich selbst zu sorgen, zu schauen, was tut mir gut und was überfordert mich.

Ich wünsche dir viel Kraft und glaube an dich, denn du hast schon viel in deinem Leben gemeistert!

10.01.2014 09:41 • #7


Tim M (27Jahre)


74145
Es ist mittlerweile eh so dass sie auf nichts mehr antwortet. Ich hatte ihr noch geschrieben dass sie zumindest ihre Sachen abholen solle, weil es zusätzlich schmerzt immer noch durch Krempel an ihre Existenz erinnert zu werden, aber nichtmal darauf bekomme ich jetzt mehr ein Feedback.

Das ist ein Verhalten, mir welchem ich mein Todfeind nich behandeln würde. Es ist Folter noch vor wenigen Tagen gesagt zu bekommen wie sehr man geliebt wird, um dann wenige Tage später wie ein Idiot behandelt zu werden, der sicher schon das Interesse verliert, wenn man nicht antwortet.

Ich bin echt ziemlich hin. Habe mittlerweile seit 4 Tagen nichts gegessen und trauer einer Frau nach, die ihr Glück wohl lieber unterm Rock ihrer erpresserischen Mutter sucht, als an meiner Seite...

10.01.2014 12:40 • #8


Alena-52


74145
Zitat von Tim M (27Jahre):
Ich bin echt ziemlich hin. Habe mittlerweile seit 4 Tagen nichts gegessen und trauer einer Frau nach, die ihr Glück wohl lieber unterm Rock ihrer erpresserischen Mutter sucht, als an meiner Seite...
hallo tim

versuche dich etwas zu distanzieren, eine frau, die so unter dem pantoffel ihrer eltern steht und nicht mal den mum aufbringt dich angemessen zu verabschieden und die dich ignoriert, hat dich nicht verdient. sie war und ist deine liebe nicht wert, sie misst deren stellenwert genauso wie ihre eltern ein. das ist doch ein ganz armer haufen!
ich habe den eindruck, keiner von denen hat den wert einer liebe jemals erfahren.

die trauer um sie will gelebt werden und die enttäuschung auch, langsam wir es weniger und du bekommst abstand.
auch wenn du nicht magst, versuche etwas leichtes zu essen, immer mal kleinere portionen, es wird dir helfen dich etwas kräftiger zu fühlen.

auch du wirst langsam deinen liebeskummer überwinden und kannst irgendwann nach vorn schauen!

10.01.2014 14:01 • #9


peppina


74145
Ich bin selber fassunglos, als Aussenstehende..
ich kann mir kaum vorstellen, wie du dich fühlen wirst..

10.01.2014 22:15 • #10



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