Zitat von Soraya:
Ich bin mit jedem deiner Ratschläge einig.
Es ist nur nicht immer so einfach sie umzusetzen.
Ja, das weiß ich.

Aber es ist wichtig, nicht aufzugeben und an sich selbst zu glauben. Es ist auch eine Frage der Einstellung, des Willens. Du steckst ja auch schon ziemlich lange in dem Dilemma und das muss sehr zermürbend sein.
Niemand wird dir die Absolution erteilen. Das kannst du nur selbst. Wir alle sind Menschen mit Schwächen und Stärken. Man sollte sowohl das eine wie auch das andere respektieren und annehmen. Wir machen alle mal Fehler. Aber es gilt, aus ihnen zu lernen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Es ist nun mal passiert und du kannst nichts rückgängig machen. In Selbstmitleid zu versinken wie im tiefen Morast hilft dir nicht weiter und hemmt dich am Weitergehen. Komm endlich raus da! Gibt es keine beste Freundin, die dir die Hand reichen kann? Oder ein Familienmitglied, das dir sehr nahe steht?...
Zitat:Seit ein paar Wochen fühle ich mich wieder gestärkt und einen Schritt vorwärts.
Dann kommen Tage wie der heutige, wo man mit der Vergangenheit konfrontiert wird und feststellt, dass ein einziges, noch so bedeutungsloses Ereignis - das an die Vergangenheit gekoppelt ist - einem aus der Bahn werfen kann und man ist wieder ganz am Anfang mit dem eigenen Elend.
Es wird immer so genannte Flashbacks geben, die dich in die Vergangenheit zurückkatapultieren wollen, dich mit Bildern quälen, mit Worten konfrontieren, mit Musik zum Weinen bringen....
Ich kenne das auch. Es sind Erinnerungen, die wir aus unserem Gedächtnis nicht streichen können. Wir können sie aber positiv besetzen. Erinnere dich an das Gute, schenk deinem Gesicht ein Lächeln, behalte die Momente in deinem Herzen.
Sich nur mit Fragen zu quälen, auf die man ohnehin keine Antwort- oder keine befriedigende Antwort- erhalten wird, macht dich irgendwann krank, depressiv und weltfremd.
Was du erlebt hast, ist Teil deines Lebens. Unauslöschlich. Du hast in der Hand, wie du damit umgehst und ob deine Vergangenheit dich um den Verstand bringen wird oder dir das Leben lehrt.
Zitat:Mein grösstes Problem, nebst den Fragen hätte, wäre, wenn..., wohin mit der ganzen Sehnsucht und der Liebe nach dem verlorenen Menschen?
Wir tragen doch alle eine Sehnsucht im Herzen nach einem Menschen, mit dem man Glück und Leid teilen kann. Der einem zur Seite steht, wenn es uns mal nicht gut geht. Der sich mit uns freut, wenn uns etwas besonders gut gelungen ist. Jemand, der dir auf Augenhöhe begegnet und dem du dein Vertrauen schenken kannst. ....
Das alles kann dir wieder beschieden sein. Du musst aber deinen Teil dazu beitragen. Von allein kommt nichts.
Zitat:Mich interessiert niemand anders, noch kann ich mir in naher Zukunft jemand anders an meiner Seite vorstellen.
Das geht mir ähnlich. Da gibt es diese Diskrepanz zwischen: ich will Nähe und ich kann sie nicht ertragen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich das eines Tages legen wird.
Ich glaube daran. Und du solltest es auch!
