Ehemaliger User
Gast
Ich bin neu und krebs schon seit ein paar Tagen bei euch rum. Wie man halt so im Internet rumkrebst in erster Handlungsunfähigkeit
Wir haben uns vor zwei Wochen getrennt. Im Oktober letzten Jahres ist er im Zimmer neben mir (Studentenwohnheim, alles ganz eng) eingezogen und wir waren vom ersten Tag an zusammen. Wegen der Wohnsituation waren wir von Anfang an zu eheähnlichem verdammt. War für mich auch ok, hab ihn gern bekocht, Tag und Nacht zusammen, hab mein ganzes Leben für diesen lang ersehnten Traum aufgegeben, Freunde, eigene Hobies, ... Er war neu in der Stadt und hat auch sonst keine Freunde, wir waren echt fixiert. Ab und an ist er nach Hause, fürs Wochenende, zu Mama zum Wäsche-waschen und so
Ich denke mittlerweile: Ich auf der einen Seite, zusammen wohnen, Fernbeziehung, erwachsene Beziehung, das große Wort "Verantwortung". Und die 16-jährige in seinem Dorf - die perfekte Flucht. Er ist schwach, er ist unreif, es würde passen.
Ich habe ihn wieder fahren lassen, offiziell getrennt, inoffiziell wartend: er wollte sich im Dorf, auch durch ihre Anwesenheit, entscheiden. Hat er nun, gegen mich!
Am Wochenene hat er angerufen. Um halb sechs. Wer bitte ist in einer Trenungsphase nachts stark genug um aufzulegen? Ich hab ihn 1 1/2 Std heulen lasen. Daß die Entscheidung falsch war, daß er seit Tagen durchkotzt, daß er mich vermisst, daß er so glücklich ist, daß ich noch hier wohne - "dann ist sein Leben wenigstens noch nebenan". Trotzdem: Die Beziehung mit der 16-jährige führt er weiter. Er "schaltet einfach den Kopf aus". Flucht - wie immer. Nix halbes und nix ganzes, und für unausgegorenes bin ich perfekt in Trennungs-Phase eins zurückkatapultiert.
Ich darf nicht ausziehen, ich bin noch finanziell abhängig von menen Eltern. Nichts zu machen! ich würd so gern. Er wird nicht ausziehen, hat er versichert (er ist ja so glücklich, haha, s.o.). Wir leben Tür an Tür, man hört alles. Mitte Oktober kommt er wieder. Und er wird wieder angeheult kommen. Und was wenn? Wie stark werd ich sein? Jetzt gehts manchmal schon gut, aber ich glaube, dann fängts erst richtig an, weil ichs dann realisiere. Was, wenn ich ihm glaube, obwohl er sich nicht ändern wird? - weil wir doch so vertraut sind. Wird er sich ändern, durch Trennungsschmerz wachsen? Wachsen - weil Liebe doch auch Entscheidung ist, für einen Menschen, und das braucht Stärke. Was, wenn er aus falschem Grund kommt - weil ich ihm sein Studium organisiere, weil Altes gemütlich ist, aus Wehmut. Wird es Terror werden? Paralleler Zig. am Fenster ohne reden und so - alles schon gehabt. Was wenn meine Entscheidung dann, für oder gegen ihn, falch ist? Er entscheidet nicht. Und was, wenn er nicht rüberkommt, wenn er erstmal da ist? Ich hab ziemlichen Schiss...
Ihr habt bis hierher gelesen??
Nicht wirklich, oder?
Es tut mir leid. Sehr. So viel. Ich habs bisher noch nie geschrieben...
Wieviel Ablenkung ist ok?
Soll ich ihn zurücknehmen? Soll ich kämpfen? Soll ich irgendwas?
Oh, wenn ihr jetzt noch da seid - ich wär so dankbar um Antworten!
Danke!
Nicolette