PikkuMyy
Mitglied
- Beiträge:
- 1
- Themen:
- 1
- Mitglied seit:
ich habe ein großes Problem mit Verlustängsten, die mich panikartig überfallen. Ich habe mich dann nicht mehr im Griff und habe ich nun schon mehrfach so schlimm verhalten, dass meine Beziehung auf dem Spiel steht, oder vielleicht auch schon zu Ende ist. Das weiß ich gerade nicht.
Ich habe dieses Problem schon lange, bekomme es aber einfach nicht in den Griff.
Meine Situation: ich kam vor 5 Monaten mit meinem Partner zusammen. Es begann alles sehr schön, wie es verschiedene Umstände dann wollten, versuchten wir 3 Wochen Urlaub miteinander zu verbringen. Da waren wir erst 4 Wochen zusammen. Der Urlaub fand unter schwierigen Bedingungen statt, die wohl dazu führten, dass wir während dieser drei Wochen sehr aneinander gerieten.
Das erzeugte für mich große Risse in einem Fundament das noch nicht gefestigt war. Ich verlor Vertrauen und bekam Angst um die Beziehung. Hinzu kam, dass ich bereits zuvor schon heftig mit Eifersucht zu kämpfen hatte, denn er hat eine innige Freundschaft zu seiner Ex.
Seitdem häufen sich die Situationen, in denen ich panisch werde und zu einem winselnden, liebebedürftigem Etwas werde. Oft werde ich erst wütend und teile impulsiv hässliche Bemerkungen aus, dann tut es mir leid und ich bekomme Angst vor dem Liebesverlust und dann ist es rum. Ich bedränge und belagere ihn, rufe ihn an, schick zig Textnachrichten, umso mehr, je mehr er dann auf Distanz geht.
Ich heule und weine, bettele und rede mir den Mund fusselig.
Der letzte Vorfall: heute nacht wachte ich schon zum zweiten Mal, als ich bei ihm war, in einem leeren Bett auf mitten in der Nacht. Meine erste Reaktion ist dann sofort Angst. Ich fand ihn dann im Wohnzimmer, er meinte, er hätte nicht schlafen können, weil ich so laut geatmet - fast schon geschnarcht - hätte. Sogar im Wohnzimmer wäre es ihm noch zu laut gewesen, um schlafen zu können.
Ich interpretierte dies sofort als Beweis dafür, dass seine Liebe schwindet weil wenn man jemanden nicht mehr mag, stören einen selbst Kleinigkeiten wie atmen im Schlaf, und wurde panisch. Wollte ihn bewegen, zurück ins Bett zu kommen, und all dies steigerte sich so weit, es gab Streit und böse Worte, er wurde unglaublich wütend und packte mich irgendwann schmerzhaft an den Armen packte und rüttelte mich. Danach standen wir einander sehr lange schweigend und uns in die Augen sehend gegenüber, wir beruhigten uns langsam und dann kam er tatsächlich mit ins Bett.
Aber der Sonntag war natürlich vermurkst, und er sagt, das heute Nacht wäre ein Bruch gewesen, das hätte ihn so verletzt, dass das nicht mehr heilen würde, und er wisse jetzt nicht, wie es weitergehe.
Ich weiß, dass ich mich sehr falsch verhalten habe, und das nicht zum ersten Mal. Ich war schon in Therapie und habe gelernt, dass ich da wohl in einen anderen Persönlichkeitszustand, oder Bewusstseinszustand falle, aber das hilft mir auch nicht viel weiter.
Tatsache ist, ich möchte nicht mehr in diese Panik-Zustände fallen und mich derart daneben benehmen.
Nur es ist in den allermeisten Fällen so, dass ich erst hinterher erkenne, dass es jetzt wieder mit mir durchgegangen ist.
Nach allem was ich so psychologisch weiß, müsste ich mal lernen, die Trigger zu erkennen und dann rechtzeitig gegenzusteuern. Leider weiß ich mir dazu keinen Rat, wie ich das angehen könnte.
Vielleicht gibt es hier Menschen, denen es ähnlich geht. Habt ihr Tipps, wie ich diese schlimmen, zerstörerischen Situationen abfangen könnte? Ich brauche so eine Art Abfangrakete für mich selbst.
Vielen Dank und liebe Grüße,
PikkuMyy