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Ich brauche rat, ich brauche ehrliche meinungen

billytheshit

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Hi Ihr,

Ich bin seit 16 Monaten schwer depressiv und möchte meiner ex und meinen damaligen freunden das schreiben.
ich kann nicht mehr, ich weiss nich mehr weiter. bin schon in vollstationärer behandlung und drehe durch.
was denkt ihr wenn ihr sowas lest? bitte ehrlich sein. ist viel aber ich brauche echt hilfe und rat.
danke!


Meine Gedanken sind nicht mehr klar, meine gefühle sind tot. ich bin nicht mehr am leben, nur physisch.

ich habe hier grade eine unglaublich anstrengende, total fi. großgruppe hinter mir in der mir der therapeut in der nachbesprechung so richt mal gar keinen mut gemacht hat.

eher so nach dem Motto: "Stell dich drauf ein, du wirst Jahre kämpfen müssen bis du dich nicht mehr selber fertig machst."

innerlich überkommt mich ein selbsthass, eine trauer, eine leere, die so allumfassend ist das ich es kaum ertrage. ich bin innerlich total unruhig und trotzdem liege ich nur im bett und schaff es nicht mal mehr zu duschen.

ich werde demnächst mit medikamenten "umgehauen" weil ich nur noch am heulen bin.

bevor es soweit ist und ich noch in meinen klaren wenn auch wahnhaften gedanken bin baller ich ein lezten brief raus.

Jeder einzelne von euch wird sich denken dass ich ein kaputtes, vor selbstmittleid triefendes Ar. bin.

oder vielleicht auch: lass mich zur hölle in ruhe, ich habe mein leben und du hast deins. reiss dich zusammen.

keine ahnung.

das sind schwere depressionen und abhangigkeit. die wiederlichste mischung an krankheiten die es gibt.

Das habe ich hier gelernt und selbst wenn ich jemand bis auf den tod hassen würde, *beep* schei. das kann man nicht wollen. das ist auch kein selbstmittleid, das ist beschissener fakt.


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jahrelang habe ich meine depressiven phasen mit Alk. bekämpft, das ging lange ganz gut bis der Alk. nicht mehr kontroliert in mich floss, bis ich mich (fast) jedes mal bis ins nirvana soff und dabei auch noch das gefühl hatte cool und souverän zu sein, alles easy, alles unter kontrolle.

ich wurde ein selbstgerechtes Ar., was durch die extrem hohe toleranz sich sogar noch artikulieren konnte und halbwegs ansprechbar gewesen ist.

nicht immer, es gab sehr viele phasen in denen der rausch schön war, in denen ich unglaublich viel spass hatte.

gemein hatte er aber immer eine tatsache: ich musste mich nicht mit mir beschäftigen. ich musste mir keine gedanken machen was kommt, musste nie schlechte gefühle aushalten die in mir waren, es war immer alles easy, das ganze leben eine einzige party.

ich bin auf meine rudimentärsten triebe reduziert gewesen plus ein hohes maß an agressivität, nicht körperlich, aber verbal.

ich erinner mich an viele dinge nicht wirklich, ich weiss nur das es extrem daneben gewesen ist.

alles was tief in mir steckt, meine böse seite, mein ungefilterter hass auf alles was schei. läuft, wand sich seine bahnen, ohne filter, ohne reflexion, ohne der überprüfung ob es tatsächlich den tatsachen entspricht.

ich habe mir ewig vorgmacht das es nun einmal zu einen suff dazu gehört, habe die augen verschlossen vor den tatsachen, habe verdrängt, beschönigt, oder einfach verschwiegen.

seit meiner kindheit habe ich gelernt nicht aufrichtig zu sein, die ersten 15 jahre meines lebens habe ich mein komplettes umfeld belogen und betrogen wenn es um meine situation zu hause ging. es ist immer alles gut gewesen, alles in ordnung, nein keine probleme, *beep*. betrug vor mir selbst, betrug vor meiner umwelt, ein kleiner piefke der einfach lieber gelogen hat als die wahrheit zu erzählen.

ich habe mich nur an eine schöne kindheit erinnert, und ja sie war schön, viele wundervolle momente, aber sie war auch schei., extrem viele situationen die mir wieder bewusst geworden sind.

nach den chemos hatte ich angst vor meiner mama. habe sie angelogen um ihr nicht zur last zu fallen. habe mich von ihr abgewendet weil ich das leid nicht ertragen wollte. habe jahrelang nicht schlafen können weil überall monster waren.

habe eine verlustangst entwickelt die krankhaft ist, eine gefühlte ewigkeit musste ich sofort losheulen sobald mein papa kurz weg war. ob es nur die paar stunden im kindergarten waren oder kurz mal beim bäcker rein und ich alleine mit den fahrrädern vor der tür.

habe eine absolut ungesunde verbindung in meinen beziehungen gesehen. eine mama, keine partnerin.

eine kind das alles machen darf, das sich nur entschuldigen muss und alles ist gut. ich habe mich fallen lassen auf eine art und weise die nichts rein gar nichts mit gleichberechtigung zu tun hat.

trotdem habe ich wundervolle frauen kennen gelernt, alle meine freundinen waren wundervolle Menschen.

irgendwas hat also doch auch richtig funktioniert, aber ich habe ein dysfunktinales verhalten aus meiner kindheit mitgenommen.

ich habe gelogen, betrogen, verschwiegen, gepöbelt, verletzt, vertrauen missbraucht.

es war ein wunder das es überhaupt so lange gehalten hat, ich konnte mich immer gut entschuldigen, mich immer reuig zeigen und glaubhaft vermitteln das es mir leid tut.

das tat es auch jedes mal. ich habe aber nie dran gedacht mich mal so zu verhalten das mir dinge nicht leid tun müssen, das ich einfach korrekt sein kann, das es funktioniert aufrichtig zu sein, dass es viel schöner ist keine schei. zu bauen die einem um die ohre fliegen kann, die alles kaputt machen kann, die alles in frage stellt. das ich kein Alk. zu mir nehmen sollte, das es fast immer in einer katastrophe enden kann.

ich nam es in kauf weil ich mich sicher gefühlt habe im rausch. ich konnte reden, viel reden, über alles mögliche reden.

ich war das was ich nicht gewesen bin wenn ich nüchtern war.

introvertiert, überlegt, eher schüchtern und viel in gedanken.

deswegen war ich es auch selten und dann nur mit menschen die mir extrem nah waren.

gedanken aus Alk. an, party los, vollgas, rein ins bunte leben voller möglichkeiten ohne rücksicht auf verluste.

ich wurde kreativer, ich wurde selbstsicher, ich wurde das was ich vermeintlich sein wollte.

ein lässiger typ der verdammt cool sein kann.

in meinem leben ist vieles super gelaufen, ich habe tolle freunde, ich habe eine tolle familie, ich habe immer mal mehr mal weniger tolle jobs gehabt, ich habe die welt gesehen, bin viel gereist.

habe tolle frauen an meiner seite haben dürfen, habe vieles richtig gemacht.

irgendwann ist das komplette system gekippt. das erste mal in meinem leben habe ich mit fhainheiten etwas mit aufgebaut was ich derbe gefeiert habe, habe ein frau kennen gelernt die ich mein ganzes leben an meiner seite haben wollte.

habe die tollste zukunft der welt vor augen gehabt, es war der punkt in meinem leben erreicht wo ich hätte inne halten müssen, wo alles wovon ich nicht mal im kühnsten zu träumen gesagt hatte da war.

aber das sytem lief weiter, ich war nicht zufrieden, ich wollte mehr, es war nötig viele Dro. zu nehmen, viel zu trinken um nicht inne zu halten, um keine verantwortung für mein leben, für das leben anderer zu übernehmen.

es ist schon zu spät gewesen, es wäre der perfekte zeitpunkt gewesen aufzuhören, dann wenn es am schönsten ist.

aber ich kommte nicht mehr, ich habe in meiner suchtwelt gelebt und mich nur da sicher gefühlt, ich hatte angst vor mir selbst, habe meiner umwelt nicht getraut.

ihr alle habt zu wenig von dem anderen flo kennen gelernt, ich kann mir nicht vorstellen das ihr ihn nicht gesehen habt, sonst wäret ihr nicht die bindungen zu mir eingegangen die ihr eingegangen seit.

aber ihr kanntet mich nicht lang genug, nicht nüchtern genung, es ist für euch einfach gewesen sich von mir zu trennen, viel einfach als sich mit mir auseinander zu setzten.

ich habe euch genügend gründe geliefert die eine trennung rechtfertigen, die einen bruch erklärbar und nachvollziehbar machen. es wäre ein harter kampf gewesen sich wirklich zusammen zu raufen, dazu habe ich vielleicht zu viel kaputt gemacht.

aber es wäre in meinen augen ein kampf gewesen den man hätte führen können. aber das ist für mich natürlich auch existentieller als für euch, ihr seit am rocken.

ich habe wie ihr alle über ein ziemlich langen zeitraum liebe und zeit in fhainheiten gessteckt, wir haben das ding alle zusammen hochgezogen.

und das sind nicht die festivals gewesen die wir feierten, das war ein langer vorlauf in dem viel liebe von mir steckt, immer noch.

ich habe so unglaublich viele wundervolle erinnerungen an euch alle zusammen, es war einer der schönsten sommer meines lebens mit euch.

ich habe nie aufgehört das ding zu feiern, ertappe mich immer noch dabei ideen und pläne zu haben um daraus noch ganz andere dinge zu machen.

das war ein lebenstraum.

melli, ich weiss das ich dich nicht betrogen hätte wenn du mir nicht das gefühl gegeben hättest es ist in ordnung wenn man mit jemandem anderes schläft, wenn nicht dieser gedanke gepaart mit Alk. und Dro. zu einer fatalen zusammenkunft gekommen wäre.

zwei weitere knutschreien an die ich mich (zum Glück) kaum erinner und das ich dir gesagt habe ich fände es nicht in ordnung wenn sowas passiert setzt dem ganzen die krone auf, ich habe mich jeder glaubwürdigkeit und jedes vertrauens beraubt was du in mich gesetzt hast.

das tut mir wahnsinnig leid, es macht mich verrückt das ich so ein Ar. gewesen bin, das ich nicht der war für den du mich gehalten hast, für den ich mich selber habe halten wollen.

Wenn ich mein Leben Revue passieren lasse habe ich viel richtig gemacht, aber an dem Punkten wo es mir am wichtigsten gewesen ist versagt.

Als Freund (kann man da versagen?) und als Partner (da kann man versagen)

Ich frage mich bis heute was alles noch passiert ist, was es noch alles für abrgündige geschichten gibt, es muss noch mehr sein, noch viel mehr.

ich habe dreissig jahre gebraucht um es zu schaffen das ich für Menschen die mir extrem wichtig sind gestorben bin.

Es wird sich wahrscheinlich nach der Trennung von uns und deiner Wiederkehr alles ineinander verzahnt haben.

Deine extrem schlechten erfahrungen gepaart mit peters und paulas haben ein schlüssiges gesammtbild ergeben in dem ich einfach gar kein platz mehr gefunden habe.

ich bin nicht alleine auf der welt ich habe immer noch ein umfeld was mich versucht zu stützen, aber es ist die wahrheit, und nicht weniger als das, ich habe in euch allen eine art familie gefunden gehabt.

ich würde meine seele verkaufen um euch alle wieder in meinem leben zu haben, es ist krankhaft das ich euch nicht vergessen kann, aber jedes wochenende bin ich in gedanken bei euch, jeden tag bei dir melli.

durch dich habe ich erfahren was mir wichtig ist im leben. es ist eine familie. das wusste ich vorher nicht, es war etwas womit ich mich nie befasst habe, jetzt tue ich es, leider bist du letzt weg.

mir geht es so beschissen wie noch nie in meinem leben, es vegeht kein tag an dem ich nicht einmal heulend zusammenklappe und mich hasse für meine fehler.

ich kann euch nicht für mein glück verantworlich machen, das funktioniert nicht, das ist unfair und falsch, was aber bleibt sind unglaublich viele verdammt schöne erinnerungen, die wohl leider nicht auf gegenseitigkeit beruhen.

ich möchte zurück aber es gibt kein zurück, ich sehe keine zukunft im moment, wenn ich meinen therapeuten glauben schenken darf werde ich ich nächsten jahre (vorrausgesetzt ich bleibe clean) erstmal depressiv sein und in irgendeiner beschissenen form in therapie bleiben.

wenn es ginge würde ich mir eine zeitkapsel kaufen, mit dem wissen was ich jetzt habe zurück fliegen und eineiges anders machen.

es gibt vielleicht menschen die all sowas easy peasy weg stecken, ich gehöre nicht dazu und ich weiss das ich mir nie verzeihen werden kann euch alle aus meinem leben vertrieben zu haben.

irgendwann ist vielleicht der moment gekommen an dem es verblasst und ich damit einfach gut leben kann, einfach eine schöne zeit sehe und nicht meine ganzen verlorenen Momente mit euch.

aber im moment kann ich es nicht, es war zu schön mit euch allen.

mein kopf dreht in immer wiederkehrenden gedanken an euch seit einer viel zu langen zeit, seit einer gefühlten unendlichkeit, ich werde dem ganzen nicht herr, ich finde keine mittel und wege nüchtern mit mir selbst klar zu kommen, in dem wissen mich vielleicht tot zu saufen sollte ich trinken ist aber auch das keine option mehr.

es gibt für mich nur die möglichkeit auf ein happy-end oder irgendwas dazwischen zu hoffen, aber darauf möchte ich nicht mehr warten, ich möchte am liebsten jetzt mit euch allen reden und den tango des lebes tanzen oder ich vergesse.

aber das kann ich nicht.

mir kommt mein leben wie ein alptraum vor aus dem ich nur erwachen muss, aber wenn ich aufwache ist es realität.

in meinen träumen bin ich häufig bei euch, viel zu häufig, fast jede nacht um ehrlich zu sein.

*beep* schei., es ist wie es ist, das leben spielt nur einmal für einen, es gibt keine zweites.

wenn ich gute gründe in meinem handeln sehen würde, zb. konsti ist schei., fhainheiten war fürn Ar., die beziehung zu melli lief schlecht oder der s. war schei., wenn ich euch wirklich so finden würde wie ich es euch vermittelt habe, wenn ich euch so finden würde wie ihr mir zeigt zu euch gewesen zu sein, dann wäre es einfach damit klar zu kommen.

aber es ist das genaue gegenteil der fall.

schei. petra du fehlst mir unglaublich, wenn ich zurück blicke dann habe ich immer gesucht nach irgendwas, wusste nie was es war bis ich dich traf, auf einmal wusste ich das ich gefunden hatte wonach ich suchte, wusste was es gewesen ist.

schei. peter du fehlst mir, wir haben so viel mehr an vergangenheit als fhainheiten, du bist mein wahnsinns-freund gewesen der ähnlich abgefahren verückt ist wie ich. vielleicht war es auch gar keine freundschaft sondern nur verrücktheit, aber egal was es war, es war fett.

ich habe von nun an ein leben vor mir das durch komplette abwesenheit jeglicher bewusstseinserweiteternder substanzen auskommen muss, das *beep" mich ziemlich, ich habe immer gerne Dro. genommen, das war lange zeit echt schön, viel spass, ich weiss nicht wie ein leben ohne Dro. funktioniert, hab die hälfte meines lebens welche genommen.

ich muss mich neu erfinden, neu finden, neu lernen, wie ein kleinkind das sprechen laufen reden kann, dem aber jeglicher umgang mit der umwelt fremd ist, ich habe mich verändert, habe hier seiten in mir entdeckt die ich nicht kannte, bin dazu gezwungen worden mein komplettes system zu hinterfragen, es zu rebooten.

noch ist es nicht wieder hoch gefahren, es stockt und stottert und es fehlt an allen ecken und kanten.

ich kann mir keine freundin aus dem ärmel schütteln, zumal so eine weltklassefrau wie du petra mir wahrscheinlich nur einmal im leben über den weg läuft, schwer depressive Alk. nur schwer zu vermitteln sind und ich auch überhaupt kein intresse mehr an jemand anderem habe. ich hab mich auf einer schei. singlebörse angemeldet und ertappe ich dabei alles was ich an einer frau mag, alles was ich toll und anziehend finde eingetlich in dir gefunden hatte.

ich kann mir kein business aus dem ärmel schütteln, zumal so ein *beep* cooles projekt wie fhainheiten mir vielleicht nur einmal im leben wiederfährt.

ich möchte von euch hilfe, nur wenn ihr könnt.

Ich habe mir die kaputte Beziehung zu euch nicht ausgesucht, ihr auch nicht, ich möchte euch nicht vergessen, besser gesagt ich kann nicht.

auch wen keine liebe mehr da ist, wenn keine freundschaft mehr da ist, ich möchte ein neues leben anfangen und ihr wart ein elemtarer bestandteil davon, ich finde es schade wenn es nicht mehr so ist.

Ich möchte ein leztes mal reden mit jedem von euch, nur wenn es ist damit ich bessser abschliessen kann.

Life is a *beep* Hexe and then you die.

Oder auch when life gives you lemons, paint that *beep* gold.

11.05.2016 06:05 • #1


Käptn Nemo

Käptn Nemo

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Hallo billy,

ich hab den Brief jetzt nicht ganz bis zum Schluß gelesen, weil er sehr anstrengend zu lesen ist - aber (!) ich würde ihn nicht abschicken! Ich kann verstehen, dass Du Dich ihnen erklären willst, aber in Deinem momentanen Zustand wäre das wohl nicht so gut.
Wer einen Brief schreibt, der wartet auch auf Reaktionen und was passiert wenn diese ausbleiben? Dann fällst Du noch tiefer!
Du bist in Behandlung, kümmere Dich jetzt erst einmal nur um Dich - danach kannst Du immer noch überlegen, ob ein Brief so sinnvoll ist, ob persönliche Gespräche besser wären oder ob Du es sogar ganz sein lässt.

Alles Gute

11.05.2016 06:31 • #2


Thomas69

Thomas69

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Bin seit elf Jahren clean, nach einem Leben voller Alk.ohol ,Dro. gen und Lügen die dieser Werdegang mit sich bringt (man kann nicht als Wrack Leben und auf Dauer ehrlich bleiben zu seinen Mitmenschen, leider)... War nach dem Tod geliebter Mitmenschen schwer depressiv (als ich therapiert wurde war ich bereits clean) und heute glaube ich an Gott, bin ehrlich zu meinen Mitmenschen, nehme weder die alten Gifte noch Medikamente zu mir und das Leben hat (trotz gescheiterter Beziehung) auch sehr schöne Seiten... Du siehst also es geht, gib der Sache eine Chance, denn nur so kommst du da raus... Therapie kann lange dauern aber klappt am besten wenn du dich drauf einlässt... Und - es geht nur trocken, aber es geht ! Den Rest des Lebens kann man später ganz bestimmt neu ordnen... Gruß Thomas!

11.05.2016 06:43 • #3


Grace_99

Guten Morgen,
ich habe es nicht durchgelesen, weil es mir zu schwere Kost ist und ich denke, dass würde Freunden / Familie / Ex-Beziehung genauso gehen.

Man wird nicht mit Medikamenten "umgehauen", sondern bekommt sie, damit man wieder in die Lage kommt, sein Leben auf die Reihe zu kriegen.

Therapie ist anstrengend, keine Frage. Aber lass dich drauf ein, lass dich auch auf die Medikamente ein, ein Schritt nach dem anderen.

Wenn es Dir ein Bedürfnis ist, kannst du den Menschen, die dir wichtig sind eine kurze Nachricht zukommen lassen "Bin aufgrund schwerer Depression in dem und dem Krankenhaus, ich melde mich, sobald ich wieder etwas Boden unter den Füssen habe" - sowas in der Art.

Und dann konzentriere dich auf deine Genesung.

11.05.2016 06:43 • x 2 #4


Rüde

Rüde

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Nicht schreiben. Das kommt in meinen Augen als Betteln nach Mitleid rüber. Echte Freunde interessieren sich von selbst wie es dir geht.

Alles Gute!

11.05.2016 06:59 • #5


Ricky

Ricky

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Dein Therapeut ist deshalb so ehrlich, weil er nicht möchte, dass Du ins alte Muster zurück fällst. Eine schwere Depression zu bekämpfen, dauert nunmal seine Zeit. Wie Grace schon richtig sagt, sind die Medikamente nicht dazu da Dich auszuknocken, ruhig zu stellen oder ähnliches, sondern dafür, dass Du erstmal die nötige innere Balance hast, um mit Dir selbst wieder ins Reine zu kommen und die Therapie besser anschlägt.

Ich vermute auch mal, dass Deine Freunde, Familie und Bekannte irgendwie wissen, dass Du in Therapie bist. Vielleicht solltest Du daher mal auf diesen Brief verzichten und lieber mit ihnen reden, sobald es Dir tatsächlich besser geht.

11.05.2016 07:05 • #6