Bella2013
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tja wer hätte gedacht, dass ich mich auch einmal in einem Forum wie diesem anmelde....
Ich bin seid gut 3 Jahren mit einem Mann verheiratet und wir sind im 7. Beziehungsjahr. Es gibt einen Sohn aus erster Ehe meines Mannes und einen gemeinsamen Sohn. Der große lebt bei seiner Mutter und kommt nur an Wochenenden und teilweise in den Ferien zu uns - die Entfernung ist einfach zu groß um sich regelmäßiger zu sehen.
Wir verstehen uns alle 4 super doch leider haben sich mit der Geburt meines Sohnes schwere Ängste bei mir eingestellt die ich erst einmal nicht bemerkt habe. Sie haben mich in eine völlige Schutzhülle zwischen meinem Sohn und mich gebracht. Mein Mann war irgendwie nicht mehr mein Partner - obwohl ich ihn immer liebte. Ich konnte nicht mal mehr Nähe zu meinem Mann zulassen und alles was er tat war irgendwie falsch und er konnte es mir nicht recht machen...
Meinen Sohn war ich nicht in der Lage abzugeben und vor die Türe habe ich mich kaum noch getraut. Alles war so schwer und voller Ängste vor Krankheiten, Unfällen....meinem Mann hab ich alles spüren lassen und somit habe ich ihn sehr sehr verletzt - dabei liebe ich ihn und wollte das nicht. Ich war enttäuscht, dass er nicht so reagiert hatte wie ich es gerade in dem Moment wollte....ohne es ihm zu sagen - natürlich. Immer mit dem Hintergedanken, dass er mich doch liebt und wissen muss was ich will oder brauche. Ich habe ihn gar nicht mehr gesehen und seine Bedürfnisse völlig ignoriert und ihn mehr und mehr bestraft und hab an ihm herumgenörgelt...
Wie lange das so geht? Ich würde schätzen gut 2 Jahre....Mein Mann hat sich beruflich sehr verändert unddie Arbeit wurde mehr und mehr und in der ganzen Zeit hatte er nur Druck und ständig Sorge mir geht es wieder so schlecht, wenn er nicht zu Hause ist und wenn er zu Hause ist bekommt er nicht mal mehr die Anerkennung die er verdient oder gebraucht hätte. Bis heute ist das Arbeitspensum eher angestiegen als weniger geworden.
Gespräche, dass wir uns als Paar verlieren und irgendwann vielleicht einmal verlieren würden, gab es viele aber wurden von beiden so hingenommen. Irgendwas kam immer dazwischen!
Kurz vor Weihnachten kam dann der dicke Hammer. Mein Mann sagte mir aus heiterem Himmel, dass er sich ernsthaft die Frage stellt, ob er so weiterleben wolle. Er liebe mich nicht mehr - bzw weiß es nicht und sei nur noch wegen der Kinder da. Dabei dachte ich wir wären auf einem guten Weg uns wieder zu finden.
Ich habe erhebliche Fortschritte bzgl. meiner Ängste gemacht, da ich seit einem halbem Jahr in Behandlung bin.
Auch mein Verhalten ihm gegenüber tut mir schrecklich leid und ich erkenne mich teilweise überhaupt nicht wieder. Es ist unerträglich für mich zu sehen, was ich meinem Mann angetan habe ohne es zu merken.
Irgendwie sind wir immer noch zusammen aber ein Ja wir versuchen es noch mal oder ein Nein es geht nicht mehr gibt es nach wie vor nicht.
Es ist so unerträglich für mich mit dieser Situation umzugehen. Mal lässt er Nähe zu mal gar nicht. Er glaubt nicht mehr an die Liebe und das wir es schaffen. Dabei ist doch alles dieses Mal wirklich erkannt und auch offen angesprochen.
Glaubt Ihr nicht, dass die Liebe zurück kommen kann wenn man das will?
Ich glaube schon...er hat den Kopf so voll, dass er nicht mal mehr Zeit für sich selbst findet. Das macht es natürlich noch schwerer. Eine räumliche Trennung kommt für uns als Option nicht in Frage. Wir sind beide der Meinung, dass es dann ggf schwerer werden würde und auch gerade für die Kinder, wenn man es dann doch noch mal vesucht....
Hat hier jemand einen Rat oder änhnliches erlebt? Was kann ich tun - ich will meinen Mann nicht verlieren. Eine Eheberatung habe ich bereits vorgeschlagen...er blockt das aber ich denke eher aufgrund der mangelnden Zeit die er durch die Arbeit hat. Eine andere Frau gibt es auch nicht für ihn, das glaube ich ihm auch - auch wenn es mir schwer fällt.
Können Verletzungen die ich ihm angetan habe alles zerstört habenpder gibt es noch eine kleine Hoffnung für uns? Was meint Ihr?
Danke Euch,
Bella


