Zitat von Blanka:Liebe Alena-52, lieber Hinrich,
Alena-52, hast du den Eindruck gehabt, dass ich in meinem Bericht zu sehr auf den anderen geschaut habe?
hallo blanka
der eindruck entstand bei mir weil du nach 4 jahren analyse noch weitermachen wolltest und neue stunden bewilligt wurden.
ich kenne menschen die jahrzehntelang auf der couch gelegen haben, sich immer wieder ihre elternthemen und traumen angeschaut haben , aber nichts in ihrem leben ändern konnten. und sich einige deshalb immer wieder, mit den gleichen problemen, in die klinik einwiesen liessen.
therapie finde ich nicht unbedingt sinnlos, wie ich schon schrieb, es kann durchaus auch hilfreich sein um sich selbst besser verstehen zu können. so können wir mehr verständnis und mitgefühl für uns haben.
wichtiger als analyse ist mir letztendlich verhaltensänderung, bei ersteren kommen mir zuwenig konkrete lösungsansätze, die herausgearbeitet werden könnten. das ist meine ganz persönliche meinung dazu.
Zitat:Erfüllte Liebesbeziehungen, wer führt die schon? Mal ganz ehrlich, selbst wenn ich mich sehr gut kennen würde, so muss doch auch der Andere bereit sein an sich und seinem Bild von sich zu arbeiten. So sehe ich das jedenfalls.
für mich zählte am ende meiner "laufbahn"

dann nur noch annehmen was ist - das war nicht immer einfach - aber das war das, was mir letztendlich half.
und meine lange unbewussten erwartungen von mir selbst und auch vom anderen runterzuschrauben, dann kann ich ein durchaus erfülltes leben leben, z.z. auch allein - oder partner.
wenn ich still werde bin ich erfüllt, denn die fülle ist immer da-in mir selbst.
Zitat:Ich habe Meditationserfahrung, praktiziere Yoga und auch der Spruch ist nicht einfach so gewählt, sondern weil auch ich mich schon mit dem Buddismus beschäftigt habe. Es ist mir alles nicht fremd und dennoch konnte ich in der letzten Beziehung wieder nicht ganz bei mir bleiben und brauche auch nichts mehr zu analysieren, sondern wie Gast 20500 schon sagt, will mein Leben leben. Ich bin dabei mich wieder/neu zu finden.
ich meditiere seit ca. 25 jahren regelmäßig, mache u.a. Qi Gong und lebe annähernd die huna-lebensphilosophie. die viel mit vergeben und innere kind-arbeit zu tun hat. das alles half mir bewusster zu leben, mich besser anzunehmen, wahrzunehmen, zu schätzen und gelassener zu werden.
Zitat:Es freut mich Alena-52, dass du schon diese Unabhängigkeit und Gelassenheit hast die Dinge so sein zu lassen, wie sie sind. Vielleicht komme ich da auch mal hin, vielleicht aber auch nicht. Deine Wort hören sich für mich so an, als wenn meine ganze Therapie umsonst war. Wie gut, dass ich weiß, dass sie es nicht war.
nein, habe nirgends geschrieben das dieser eindruck bei mir entstanden ist. mich freut es auch, habe ja lange dazu gebraucht. der weg hat sich gelohnt. und es scheint so als wäre ich hier um ganze viele erfahrungen machen zu wollen. es reichte aber auch
ich habe keine eigenen kinder mehr, mein einziges kind starb plötzlich, viel zu früh, aber meine beiden langjährigen partner hatten kinder, das fand ich schön und ich liebe sie wie meine eigenen - wir haben ab und an noch kontakt. deshalb konnte und kann ich auch meine mütterlichen gefühle -jetzt zwar weniger- ausleben.
vielleicht ist das auch für dich irgendwann mal möglich ?
jeder muss seinen eigenen weg finden, ich fand meinen. und habe auch einen analytischen verstand und muss wissen um verstehen zu können, allerdings ist es dann für mich damit auch genug, ich bohre nicht endlos nach, denn das könnte auch retraumatisieren.
vieles ist für mich inzwischen bedeutungslos geworden und ich komme inzwischen sehr schnell in die umsetzung.
das ist übungssache.
alles gute für dich!