Liebe joflow,
wie kann ich denn abschließen, ohne alles zu verdrängen?hm, ich denke, man hat die Möglichkeit, etwas positives, wie Du es ja auch als Threadüberschrift gewählt hast, aus der Beziehung mitzunehmen und sich öfter vor Augen zu führen. Sich daran zu erinnern, und nicht nur den Verlust zu sehen.
Verlust ist meist negativ besetzt. Man möchte ihn verdrängen.
Aber dankbar für einen Gewinn an Lebenserfahrung zu sein... An neuen Impulsen der die oder der Ex gesetzt hat, aktiv oder auch passiv durch sein Verhalten.. sich weiterhin daran erfreuen und diese ohne ihn kultivieren, fortführen. Mit zunehmender Zeit wirst Du das emotional von ihm entkoppeln.
Bei mir ist es schon so, dass der ex ein aktiver Geist war und ist. Er hat mir ein paar Tore aufgestoßen, für die ich gewissermaßen dankbar bin. Mehrere Sportarten, Spiritualität. Versuche der Achtsamkeit/besseres Körpergefühl. – Das kommt alles mit ins nächste Jahr!
Offensichtliche Dankbarkeit würde ich ihm dafür unter aktuellen Umständen nicht mehr entgegenbringen.
Aber es ist durchaus -für mich allein- zu würdigen.
Mit diesen Eigenschaften habe ich ein lebenswerteres Leben als vorher, da bin ich sicher.
Vielleicht findest Du auch solche Dinge.
Treib sie selber voran, Du brauchst ihn nicht dafür.
hm... und sonst nehme ich Korrekturen mit ins neue Jahr.
Meine Vorstellung von Liebe hat sich verändert. Ich habe durch diesen Riesenscheisshaufen gemerkt, dass meine Vorstellungen davon, "wie Liebe zu sein hat" ein schrecklicher Irrtum ist. Dass Liebe nicht durch Wohlverhalten zu erkaufen ist und es keine Waagschale gibt, die zur Rechenschaft ruft.
Aber auch, dass ich zu respektieren bin, ich erkenne die wahre Liebe anderer nun endlich – so hoffe ich jedenfalls! Ich werde da auch mit sehr viel Vorsicht irgendwann in etwas neues gehen.
Und zu guter letzt denke ich, dass meine Korrekturen von der Bedeutung wie Liebe "zu sein hat" etwas ist, dass ich lernen MUSSTE irgendwann. Es ist mir in einer eher oberflächlichen, (4 Jahre, vielleicht relativ) kurzen Beziehung passiert. Es gibt keine Kinder.
Vielleicht ist es noch ein guter Zeitpunkt, um zu lernen.
Naja, und ein bisschen mehr Menschenkenntnis nehme ich natürlich auch mit. Ein zweites Mal werde ich bestimmt nicht auf so ein verantwortungsloses Windei reinfallen
Ich weiß jetzt was ich will und ich weiß, dass es um mich geht in meinem Leben und ich auf mich achten muss.
Dass ich liebenswert und schön bin. Diese Gedanken kommen grade wieder und das macht mich sehr froh..
Liebe Grüße!