Ostern... war eigentlich immer schön. Außer, dass mein Dad an Ostern oft nicht da war. Da mein Geburtstag oft auf Ostern fiel, erinnere mich, dass er mir einmal über meine Mutter einen Stoff-Osterhasen mit Sonnenbrille aushändigen ließ. Da hab ich mich sehr gefreut.
Ansonsten waren meine Eltern immer bemüht, mir ein schönes Osterfest zu bereiten. Wir gingen spazieren und heimlich haben sie dann Ostereier am Gehweg im Gras versteckt und ich dachte immer, es seien wirklich Ostereier vom Osterhasen..

Auch wenn wir nicht DIE konventionelle Family waren, waren wir mehr ein Team, als ich immer gedacht habe. Und wir sind es noch heute, auch wenn bei uns regelmäßig die Fetzen fliegen.
Ich glaube, tief in meinem Inneren bin ich heilfroh, in solch behüteten Verhältnissen aufgewachsen zu sein. Ich glaube auch, dass ich mich aufhängen würde, wenn meinen Eltern was passieren würde. Aber das würde ich ihnen nie zeigen... also dass ich so an ihnen hänge. Eher zicke ich sie an, wenn irgendwas ist, tue so, als seien sie mir gleichgültig und könnte mir hinterher immer in den Po beißen, dass ich wieder so unmöglich war. Aber na ja, was soll ich sagen: Sie kennen mich und sie wissen insgeheim, dass ich an ihnen hänge. Und wenn es hart auf hart kommt, halten wir immer zusammen.
Das, was ich hier teilweise lese, rührt mich zu Tränen.
Ebenso werde ich allerdings auch etwas sentimental, wenn ich an meine Kindheits-Erinnerungen denke, was Ostern betrifft. Irgendwie war da mehr Familie. Mit Opa, Tanten und Cousinen und Cousins... heute ist davon nicht mehr viel übrig...
Die Erinnerungen schmerzen manchmal sehr.. weil sie einfach vorbei sind.. so was kommt nie wieder...