Moin Snowy!
Ich weiß nicht in wie weit da die Vergangenheit eine Rolle spielt.
Sicher eine große, aber das kann mir nur jemand professionelles aufzeigen.
Ich war verliebt und habe mich angekommen gefühlt. Ich wollte das so sehr, dass ich nicht wahrgenommen habe wie weit entfernt ich mittlerweile von einer ausgeglichenen Beziehung bin.
Es war ziemlich bequem mich von ihr mitziehen zu lassen und ich dachte immer wir sind als Team unschlagbar und wir schaffen so vieles wovon ich allein kaum träumen konnte.
Heute weiß ich dass sie dadurch mein Nabel der Welt wurde und ich mich danach verzehrt habe von ihr Anerkennung dafür zu bekommen dass ich funktioniere. Leider gab es dann nurnoch dafür Anerkennung. Keine Zuneigung oder Unterstützung, solange nicht deutlich war dass sie etwas davon hat.
Das ging sogar so weit dass ich an meinen freien Tagen den kompletten Haushalt geschmissen habe, weil sie mir Hoffnung machte abends dann auf dem Sofa zu kuscheln, sofern ihr Tag dadurch entspannter würde.
Das hatte aber nie mal ein Ende. Ich habe mich für immer kleinere Zeichen der Zuneigung immer mehr aufgerieben.
Jetzt stehe ich da und kriege es nicht hin das für mich selbst auch so zu machen, weil mir der Motivator dafür fehlt. Das Haus sieht aus wie Dresden 45, ich stopfe Fraß in mich rein nur um satt zu werden und irgendwie fühlt sich alles sinnlos an.
Das verstärkt das Verlustgefühl noch mehr. Sie macht mit dem neuen weiter wie gehabt, und ich war mal begeisterter Koch, Planungstalent, Haushalt war top und nie ein Thema, und jetzt wird eine Maschine Wäsche zu einer fast unüberwindbaren Aufgabe?
Das schmeckt nach Kontrollverlust und als ob ich tatsächlich der Verlierer bin für den sie mich Jahre lang gehalten hat.
Selbstzweifel vom feinsten
