@ clueso2: einsamkeit nach der beziehung kenne ich ebenfalls sehr gut. ich bin normalerweise eher zurückhaltend und brauche lange um menschen für mich zu akzeptieren. das ist aber ein problem, dass viel über mich aussagt, nicht über meinen gegenüber. das ist mir bewusst.
ich bin es immer so angegangen, dass ich mir beschäftigungen gesucht habe, bei denen ich menschen nicht über das gespräch in kontakt kam (ich muss sowieso ständig schreiben, sprechen und diskutieren).
das kann gerade bei akuter einsamkeit eher negativ enden - man treibt die menschen von sich weg. aber natürlich gibt es auch ausnahmen; man sollte sich an menschen halten, die eine gewisse grundzuversicht schon gefunden haben und die eigene destruktivität nicht verstärken.
konkret waren das bei mir meine nebenarbeit in der gastronomie. und inzwischen tischkicker

. bei ersterem musste ich hart arbeiten und habe trotzdem viele menschen kennengelernt - auch schon früher, ich kann mich kaum mehr erinnern mein leben nicht selbst finanziert zu haben. diese menschen schätzen mich. weil sie sehen dass ich fleißig und zuverlässig bin (würde ich jetzt mal sagen). meiner meinung nach lernt man sich besser kennen, wenn andere sehen können was man gerade tut. und wie man es tut (taten statt worte). ich habe inzwischen einige bekannte oder sogar freunde, die ein vollkommen anderes leben als ich führen. aber wir respektieren und schätzen uns gegenseitig sehr.
und gerade dieser kontakt hilft mir oft, weil er auch krass unterschiedliche sichten auf probleme mit sich bringt.
tischkickern kam bei mir aus zufall dazu. ich geniesse es nach längerem üben inzwischen quasi gedankenlos spielen zu können. mit menschen, die genau wie ich an manchen zeiten in der woche einen abstand suchen und haben. alena hat geschrieben, dass sie dazu mediation nutzt. wäre nichts für mich, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es hilfreich ist.
lg!