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Eigentlich ist es eine Affäre, wir leben 2 Leben

Ursprung1000

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Guten Morgen.
Ich weiß garnicht wo ich beginnen soll mit den Problemen.
Zu aller erst aber das Wichtigste: Die Gefühle. Ich hatte noch nie so heftige Gefühle für eine Frau, die doch so extrem anders ist als ich in ihrer Lebensart. Wir kommen beide kaum von einander los, eigentlich garnicht. Wir haben es mehrfach bereits erfolglos probiert, bis wir unser "Schicksal" hingenommen hatten.

Kurz zu den Umständen. Wir kennen uns eigentlich schon seit 2 Jahren: Wir fanden uns von Anfang an gut, aber sie machte irgendwie den ersten Schritt. Wir wohnen 2 Autostunden entfernt voneinander, haben beide ein sehr ausgefülltes Leben, da wir lange Zeit Solo waren. Sie hatte zwar immer mal nebenher was laufen, ich zwar nicht, aber ein Singleleben hatte irgendwie jeder von uns beiden. Kennengelernt haben wir uns über eine Hochzeit. Und wie es der Zufall will, begegneten wir uns beruflich dann nochmal wieder, was dann zum Kontakt führte.

Wir trafen uns anfangs immer nur am Wochenende, abwechselnd bei ihr oder mir. Das ganze lief dann so ab, dass ich oder sie abends jeweils zum anderen fuhr und morgens dann wieder heim. Hatte am Anfang seinen Reiz. Irgendwann sprach ich das an, dass wir das ganze offiziell machen sollten, ich stellte sie meiner Familie vor, das ergab sich spontan, ich schleifte sie auf den 70. meines Vaters mit. Sie nahm mich im Gegenzug dann mal zu ihren Eltern mit.

Irgendwie schlich es sich so ein, dass wir uns dann nur noch alle 2-3 Wochen sahen, weil wir an den anderen Wochenenden jeweils mit Freunden unterwegs waren. Und jeder von uns hatte Scheu den jeweils anderen im Freundeskreis vorzustellen. Sie mehr als ich. Ich hatte damit eigentlich nie ein Problem, es war eher so, dass sie nie Lust hatte, mit zu kommen, angeboten hatte ich es schon einige Male, bis ich es dann nicht mehr anbot, dass sie mal mit kommen könnte. Meistens passte es ihr zeitlich nicht, sie hätte dann am nächsten Morgen zu hause (bei sich) früh raus gemusst und ich meinerseits hatte von ihr nie das Angebot bekommen, dass sie mich mal ihren Freunden vorstellt.

Also kam es bis heute, fast 2 Jahre später, nie dazu, dass irgendwie irgend einer von uns den anderen im Freundeskreis mal offiziell vorgestellt hätte.

Wir haben uns nicht verheimlicht, also Verwandte und Bekannte wussten, dass es da irgendwie wen gibt, aber dieses Gespenst bekam nie einer zu Gesicht und bei mir wurde es dann ein Running Gag im Freundeskreis, ob ich meine imaginäre Freundin heute mal endlich dabei hätte.

Für mich entwickelte sich das als großes Problem, da ich keine Lust hatte mich ständig aufziehen zu lassen. Für sie war das kein Problem, da ihre Freunde sowieso nie einen ihrer früheren Affären zu Gesicht bekamen und ihre letzte Beziehung war schon länger her. Also bei ihrem Freundeskreis war klar, vielleicht hat sie jemanden neben her laufen oder auch nicht. Aber bei mir war das eben anders, ich bin da immer recht offen gewesen.


Nun gab es den großen Krach. Ich hab sie richtig gern, ich habe wahnsinnige Gefühle für sie aber ich weiß nicht, wie ich es anstellen sollte, sie in meinem Freundeskreis vorzustellen. Jetzt nachdem wir 2 Jahre fast uns kennen, kann ich kaum sagen "Hey Leute ich hab hier jetzt mal meine Affäre, ähh Freundin und was auch immer mitgebracht". Ich glaube sie kämen sich auch veralbert vor, denn ich habe irgendwann auch aufgehört über sie zu reden.

Es kommt mir insgesamt vor wie eine Sache, die man ewig aufschiebt und dann wirkt sie unglaubwürdig oder dann bekommt man die Kurve nicht mehr.

Keiner von uns wagt den ersten Schritt, der logistisch betrachtet mit großen Hürden verbunden ist und dann auch eventuell mit Gesichtsverlust. Die ursprüngliche Zurückhaltung, mich bei ihren Freunden vorzustellen, kam ja von ihr, da sie Angst hatte, ich würde von ihren Freunden abgelehnt werden, weil ich so anders sei. Davon will sie heut nichts mehr wissen, wenn ich sie damit konfrontiere. War aber definitiv der Fall, ich erinnere mich genau. Da ich nicht so enge Freundschaften pflege, von denen ich mich tatsächlich beeinflussen lassen würde, hatte ich nie wirklich ein Problem gehabt sie vorzustellen.

Mittlerweile bin ich insgesamt skeptisch, ich halte das ganze für nicht alltags tauglich, da sie mit ihren Freunden um her zieht und ich zunehmend auch wieder aktiv werde. Bin eigentlich eher ein Zuhausebleiber am Wochenende und beschäftige mich viel mit mir selber. Sie dagegen ist viel auf Achse mit ihren Hobbys und auch mit Freunden spontan abends mal weg.

Spontan geht wegen der Entfernung schon mal garnicht.

Ich weiß mir keinen Rat. Eigentlich macht das ganze wegen fehlender Alltagstauglichkeit keinen Sinn, aber ich habe so starke Gefühle für diese Frau, dass ich sie nicht ziehen lassen kann.

Weiss irgendwer Rat?

02.08.2014 07:22 • #1


Hildegard


Guten Morgen Ursprung1000,
puh, bei deiner Geschichte ist es sehr schwer, einen Rat zu geben.
So wie es aussieht, hegst Du ja tiefere Gefühle für sie und willst Eure Beziehung "offizieller" machen, sie aber nicht.
Daß Du darunter leidest, liegt auf der Hand.
Ist sie denn womöglich mal so verletzt worden, daß sie eher auf Unverbindlichkeiten steht?
Oder ist sie generell so?
Wie reagriert sie denn auf Deine Bitte genau?
Irgendwas muss sie doch dazu sagen, um sich zu erklären.

02.08.2014 08:02 • x 2 #2


Ursprung1000


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Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie das nicht will, denn ich war ja bereits offiziell bei ihr, nur wurde ich eben nie persönlich präsentiert, es wurde viel über mich geredet, also ich war Thema und jeder wusste, dass sie vergeben ist. Dann hatten wir uns verkracht und es war vorbei - auch offiziell.

Und nun schafft es keiner von uns beiden mehr, diese Hürde zu nehmen und das ganze, was mal offiziell war, dann nach der Trennung inoffiziell weiter lief, wieder offiziell zu machen. Kompliziert. Ich denke keiner von uns traut der Sache mehr, obwohl wir eigentlich beide wissen, dass wir füreinander sehr sehr tiefe Gefühle haben.

Vordergründig hat aber sie den größeren Freundeskreis, der mir gegenüber mehr Skepsis gegenüber bringen dürfte als das umgekehrt ist, da ich kaum Freunde habe, die so eng sind, als dass sie mich in meiner Meinung nachhaltig beeinflussen. Ich gebe nicht viel auf die Ansicht anderer Leute.

02.08.2014 08:23 • #3


Hildegard


Und dies scheint der große Unterschied bei Euch Beiden zu sein: sie gibt mehr auf die Meinung der anderen, anstatt ihr eigenes selbstbestimmtes Leben zu führen.
Im Grunde ist sie genau der Spiesser, der sie nicht sein will.

02.08.2014 09:22 • x 2 #4


Mollykira

Mollykira


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[quote] Ich weiß mir keinen Rat. Eigentlich macht das ganze wegen fehlender Alltagstauglichkeit keinen Sinn, aber ich habe so starke Gefühle für diese Frau, dass ich sie nicht ziehen lassen kann.

Mal so betrachtet : Würdest du die selben Gefühle für sie haben, wenn ihr in der Nähe wohnen würdet und einen Alltag (in welcher Form auch immer) bestreiten würdet?

Und wieso ist es einfacher, sich gegenseitig zu den Eltern mitzunehmen als zu den Freunden? Ist es nicht andersrum? Finde ich skurril, aber da tickt wohl auch jeder anders

16.02.2018 09:25 • #5


Stefanie8

Stefanie8


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Guten Morgen

Wie ist denn nun der aktuelle Stand bei euch ?
Habt ihr noch Kontakt und trefft euch ?
Also ich würde deine Belastung mal mit ihr besprechen ...
Genauso wie hier, würde ich versuchen ihr zu erklären, was dich da so lang schon belastet.
Regiert sie eher abgeneigt, hast du aber endlich Klarheit und kannst deine Zeit.

Liebe Grüße Stefanie

09.05.2019 08:47 • #6


Räubertochter007

Räubertochter00.


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Zitat von Stefanie8:
Guten Morgen



Moin

Duhuuuuu.... der Thread ist von 2014

09.05.2019 08:52 • x 1 #7


Stefanie8

Stefanie8


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Zitat von Räubertochter007:

Moin

Duhuuuuu.... der Thread ist von 2014



Oh Danke, ich bekam ihn als neu angezeigt und war heut morgen dann wohl noch nicht ganz wach

Danke

09.05.2019 09:22 • x 1 #8




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