Zitat von Zylinderella: Wenn man über diese redet kommt man zumindest nicht in die N-Ecke.
Bei den Anderen schon.
Also schweigen wir halt.
Und freuen uns - hoffnungsvoll natürlich- auf das, was kommt.
Man kann doch darüber sprechen. Aber dann sprechen wir bitte auch gleichzeitig über institutionelle Diskriminierung - dass Menschen mit dem Nachnamen "Schröder" bessere Einstellungschancen haben als mit dem Nachnamen "Al Hamad" und per se bessere Schulabschlüsse und Noten (das belegen zahlreiche Studien, in denen die Namen von Bewerber*innen oder Klausurschreibenden durch Nummern ersetzt wurden).
Dass Ghettoisierung nicht nur darin begründet ist, dass Menschen möglicherweise gerne mit Menschen zusammenleben, mit denen sie sich in ihrer Erstsprache verständigen können, sondern auch in der Wohnungsbaupolitik, Mietpreisen etc.
Dass Menschen, die seit mehreren Generationen in Deutschland leben, sich immer wieder mit der Frage "Und wo kommst du eigentlich her?" konfrontiert sehen.
Dass integrationswilligen Menschen, Menschen, die arbeiten und Geld verdienen wollen (und solche , die diese Menschen einstellen möchten), die ausgebildet sind, derartige formale Hürden in den Weg gelegt werden, dass es schlicht nicht möglich ist.
Dass einige dieser Menschen ein klassisches Mann-Frau-Rollenklischee vertreten, das hier und andernorts im analogen wie digitalen Raum von Menschen aller Couleur, Herkunft und Religion propagiert wird.
Dass se x uelle Gewalt nach wie vor überwiegend im partnerschaftlichen und familiären Bereich stattfindet.
Das kann man alles thematisieren, es gehört thematisiert. Zu sagen, dass Asylant* innen oder Menschen mit Migrationsgeschichte pe se ein Problem darstellen, springt zu kurz.
Genau so argumentieren einige Amerikaner*innen, wenn sie darlegen, dass die Quote der dunkelhäutigen Menschen in den Gefängnissen höher ist als die der "Weißen".
Die Daten stimmen.
Die Ursachen hingegen liegen höchstwahrscheinlich eher in den Systemen als in der Hautfarbe. Die Religion tut ihren Teil dazu, kann aber m.E. nicht ausschlaggebendes Kriterium sein, denn es gibt sowohl genug Straftäter*innen als auch genug "harmlose" Mitglieder bestimmter Gemeinschaften der "Weltreligionen".