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Dauerhafte Angst wegen Vergangenheit

Elena-22

Hallo!
Ich bin 22 und mein Freund 45.
Ich hab mehrere Probleme mit meinem Freund und brauche dringend Hilfe.
1. Wir haben uns vor 3 Jahren ineinander verliebt, waren dann ein Jahr zusammen und dann hat er mich für eine Frau in seinem Alter verlassen. Er kam mit dem Druck der Gesellschaft nicht mehr klar und auch nicht mit den ganzen Streiterein mit mir. Er war mit der anderen Frau dann ein Jahr zusammen, wir haben den Kontakt aber nie verloren und er hat mir im Prinzip gesagt, dass er mich mithilfe von Ihr vergessen wollte und es nicht klappt.
Also haben wir es nochmal versucht. Leider lässt mich das jetzt nicht mehr los.
Ich habe jeden Tag Angst, dass er wieder auf der Suche nach einer anderen sein könnte und mir das nochmal passiert.
Hat da jemand einen Rat?

2. Das nächste ist, dass mein Freund total emotionslos ist. Er kann nicht über Gefühle reden und mich belastet es wahnsinnig. Er sagt Liebe müsste man nicht beweisen, das müsste ich auch so fühlen, ohne dass er es sagt. Für mich ist es aber wichtig.

3. Wir streiten sehr oft,. weil ich ihm zu anhänglich bin. Vor kurzem zum Beispiel, hab ich nachts mein handy laut gelassen, weil er mit Kumpels weg war und danach noch 45 minuten nach Hause fahren musste. Ich wollte nur wissen, dass er gut angekommen ist. Er fand das total schrecklich und es nervt ihn, obwohl ich sonst den ganzen Abend nichts geschrieben habe.


Danke
und Liebe Grüße

16.04.2016 10:21 • #1


bleistift

bleistift


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@elena,

er ist zu alt für Dich!
er betrügt Dich!
er wird immer genervt sein von Dir!

Trenne Dich, alles andere ergibt sich!

16.04.2016 10:39 • #2


SilentOne78

SilentOne78


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Hallo Elena,

zu 1)
jeder Partner ist nur ein Gast in Deinem Leben, dem es jederzeit frei steht zu gehen. Mit diesem Gedanken wirst Du zu leben lernen müssen. Niemand ist gefeit davor, verlassen oder betrogen zu werden. Es gibt rein gar nichts, was Du tun kannst, um das zu verhindern. Vermeiden kannst Du dieses Risiko nur, indem Du keine Beziehung mehr eingehst und allein bleibst.
Eifersucht und Verlustangst sind normale Gefühle, aber wenn wir die nicht in den Griff bekommen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die Beziehung dadurch erst recht zu sabotieren. Je eher Du diese Ängste zu beherrschen lernst, um so besser.

zu 2)
Dein Freund ist, wie er ist. Du bist, wie Du bist. Menschen können sich ändern, aber das erfordert Willen, Geduld und Beharrlichkeit. Manche Eigenschaften lassen sich leichter ändern, andere stecken so tief in uns drin, dass es kaum machbar ist.
Der Mensch, den wir am ehesten ändern können, sind wir selbst. Du wirst Deinen Freund nicht zwingen können, Gefühle zu zeigen. Du kannst ihm allenfalls nachdrücklich, aber ruhig (ohne Vorwurf, ohne betteln/fordern, ohne Druck) sagen, wieviel Dir daran liegt. Entweder er nimmt Dein Anliegen ernst und schafft es, Dir entgegenzukommen. Oder er blockt ab. Dann ist die Frage, wie weit Du ihm entgegenkommen kannst. Ob Du es als eine Eigenart von ihm akzeptieren kannst, die nichts mit Dir zu tun hat und Dich nicht abwertet.
Es gibt da einen schönen Vergleich: Magst Du Katzen? Hast Du schon mit Katzen zu tun gehabt? Dann kennst Du vermutlich diese Eigenart von Katzen, dass sie plötzlich ankommen, sich ihre Schmuseeinheiten holen, und dann unvermittelt wieder vom Schoß springen und wegspazieren. Wer ein bisschen Erfahrung mit Katzen hat, nimmt das gelassen. Der fragt sich nicht "hab ich was falsch gemacht, mag sie mich nichtmehr , bin ich nicht gut genug?" Der nimmt das nicht persönlich, weil er weiß, Katzen sind einfach so. Und wer damit nicht klarkommt, sollte sich keine Katze zulegen.
Vielleicht schaffst Du es, das Verhalten Deines Freundes so ähnlich zu sehen. Wenn nicht, ist er auf Dauer der falsche Partner für Dich.

zu 3)
Das hängt mit 1) und 2) zusammen...
Anhänglichkeit und ein starkes Nähebedürfnis resultiert oft aus Verlassensangst. Je größer die Angst, desto stärker das Bedürfnis nach Nähe. Versuch diese Angst in den Griff zu bekommen.
Aber natürlich gibt es auch ein Bedürfnis nach Nähe und Kontakt, das nicht von Angst getrieben ist sondern einfach von dem Wunsch nach Verbundenheit, Zusammensein und Intimität (nicht nur s. sondern auch emotional) Jeder Mensch hat da ein anderes Maß, was zu wenig, genug und zu viel Nähe ist. Bei euch scheinen die Bedürfnisse ziemlich auseinander zu gehen. Und da sind wir wieder bei 2).

Ich denke, Du solltest mal tief in Dich gehen und Dir darüber klar zu werden versuchen, wie Du Dir eine Beziehung vorstellst. Was wirklich wichtig für Dich ist, was Du zu geben bereit bist, wo Deine Grenzen sind.
Und wie realistisch es ist, dass Du mit Deinem Freund eine solche Beziehung leben kannst.

16.04.2016 12:59 • x 1 #3




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