Zitat von NurBen: Dann liegt das an deinem Umfeld, statistisch gesehen ist das nicht einmal im viertel der Fällen der Fall.
Und warum ist das so? Warum sind Männer meistens (freiwillig oder unfreiwillig) Hauptverdiener?
1.Traditionelle Geschlechterrollen: Männer als Versorger, Frauen als Hausfrauen.
Warum? Historische Prägung.
2.Frauen arbeiten öfter Teilzeit oder in schlecht bezahlten Branchen. Warum: Weil sie mehr Carearbeit machen, dadurch flexibler sind/ sie häufiger soziale Berufe wählen
3. Lohnungleichheit: Frauen verdienen bei gleicher Arbeit oft weniger. Ist einfach so. Warum: Diskriminierung, weil sie mehr in Teilzeit arbeiten (müssen), weil sie oft mehr Carearbeit übernehmen.
4. Karrierechancen: Frauen haben seltener Zugang zu Führungspositionen.
5. Erwartungshaltung: Gesellschaftlicher Druck auf Männer, die Familie finanziell zu versorgen. Warum? Wieder historische Gründe
6.Wirtschaftliche Strukturen: Frauen übernehmen häufiger Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Pflege). Warum: Weil es gesellschaftlich immer noch so erwartet wird
7. Fehlende Unterstützung für Väter: Wenig Angebote wie bezahlter Vaterschaftsurlaub oder Kinderbetreuung.
8. Stereotype und Normen: Männer werden als „besser geeignet“ für Führungsrollen angesehen.
Du siehst, vieles ist nicht so, weil Frauen nunmal so sind, sondern weil die Umwelt sie immer noch dazu zwingt.
Und damit schließe ich nicht aus, dass es natürlich Frauen gibt, die das auch so wollen.
Zitat von NurBen: Das ist eine dünne Argumentation. Also wenn eine Frau mehr Carearbeit macht, dann weil sie dazu "gezwungen" wird...
Das bestreitet doch auch niemand. Nur Was wäre die Alternative, wenn Frauen es gerne anders hätten? Da gibt es erstmal wieder blöde Kommentare von außen ("Was, die geht schon wieder arbeiten und der Mann bleibt Zuhause? Was für eine schlechte Mutter"), dann gibt es weniger Geld, denn Männer verdienen halt oft einfach mehr oder (auch schon oft gehört von Männern), die Männer fühlen sich "entmännlicht", weil eine Frau, die mehr verdient als er, ist für manche echt ein Ego-Killer.
Wer hindert denn Männer daran, weniger zu arbeiten, sofern sie können? Entweder veraltete Ansichten oder finanzieller Druck. Viele Frauen würden sich sogar freuen, wenn er weniger arbeitet und dafür mehr Zeit mit ihnen und der Familie verbringt. Aber es ist oft nicht leistbar.
Zitat von NurBen: aber ein Mann der mehr Erwerbsarbeit leistet "will es so"?
Nicht immer, das ist einer von mehreren Gründen.
Zitat von NurBen: Warum nicht umgekehrt?
weil die Frage war: warum Frauen teilweise/ auch auf Einkommen achten bzw darauf, dass er u.a. eine gewisse finanzielle Sicherheit bietet. Da geht es nicht um "kann der mir ein Luxusleben bieten?", sondern "Kann er mir ermöglichen eine Weile auszusetzen, wenn wir Kinder haben?".
Zitat von NurBen: Vielleicht möchte die Frau ja mehr Carearbeit machen als bspw. Erwerbsarbeit? Ich kenne genug Frauen die genau das wollen. Sprich mehr Zeit mit dem Kind verbringen.
Ja, hat ja auch niemand das Gegenteil behauptet.
Zitat von NurBen: Natürlich sagen Frauen das. Ich gehe grundsätzlich nach Statistiken
...wenn sie in dein Weltbild passen, so mein Eindruck.
Es gibt aber Unterschiede zwischen Statistiken und Studien:
Studien:
-Tiefe Analyse und hypothesengeleitet.
-Berücksichtigen Störfaktoren und Kausalzusammenhänge.
Wissenschaftlich fundiert, oft durch Peer-Review geprüft.
-Längere Durchführung, detaillierte Ergebnisse.
-Komplexer und bieten mehr Kontext.
Im Vergleich zu Statistiken:
-Quantitative Daten (Zahlen, Prozentsätze)
-Schnell und einfach, bieten breite Perspektive
-Anfällig für Fehler (z. B. unvollständige Daten)
-Keine tiefergehende Analyse oder Ursachenforschung.
-Können verzerrt oder falsch interpretiert werden.
Erkennst du das Problem?
Zitat von NurBen: Das es Ausnahme gibt, wo die Frau mehr verdient als der Mann gibt es... aber es ist wie gesagt eben nur die Ausnahme.
Und woran liegt das? Habe ich oben erklärt?
Was kann man daraus ableiten im Bezug auf das Datingverhalten von Frauen bzw die Schwerpunkte bei der Suche?
Es entsteht aber ein Wandel. Immer mehr Frauen übernehmen selbst Verantwortung für ihr Leben.
Zitat von NurBen: Laut Statistisches Bundesamt:
" Wenn bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen betrachtet werden, arbeiteten Frauen im Jahr 2022 mit durchschnittlich fast 46 Stunden (alt: 45,5 Stunden) pro Woche mehr als Männer, die im Schnitt 44,5 Stunden (alt: im Schnitt knapp 44 Stunden) arbeiteten."
Das sind 1,5h mehr pro Woche. Und wie gesagt, vielleicht machen sie das sogar gerne.
Aber das sagt doch genau das aus, was ich meine. Trotz gleicher Arbeitszeit übernehmen Frauen zusätzlich dennoch mehr Carearbeit.
Und das Problem mit Statistiken nannte ich dir ja bereits.
Zitat von NurBen: Wie können Frauen denn weniger von einer Beziehung profitieren, wenn der Großteil der Frauen vom Geld des Mannes profitieren!?
Sie profitieren ja nicht davon. Sie können dadurch nur die Carearbeit übernehmen, die ja sonst beide machen müssten. das heißt, sie kümmert sich um das GEMEINSAME Kind. Nicht ihr Kind, sondern auch seines.
Dafür steigt ihr Risiko von Altersarmut und sie macht sich finanziell abhängig. Wo profitiert sie da?
Zitat von NurBen: In der Zeit der Schwangerschaft und Kindererziehung profitiert sie durchgehend vom Mann.
Nein, denn die Erziehung/ Versorgung muss ja übernommen werden, außer er gibt sich damit zufrieden, gleichberechtigt mit ihr die Carearbeit zu leisten, damit sie auch arbeiten kann.
Kindererziehung ist zudem kein Urlaub, sondern wirklich Arbeit. Will sie das Kind oder beide? Würde er das Kind auch mit ihr bekommen, wenn es direkt in die Betreuung müsste nach der Geburt und würde er es gut finden, wenn sie eine Nanny um das Kind kümmert? Würde er es nach der Arbeit noch mehrere Stunden versorgen oder ist er froh, wenn die Frau sich darum kümmert?
Zitat von NurBen: Das siehst du doch allein schon wie viele Frauen hier in Deutschland abhängig vom Geld des Mannes sind.
Und warum ist das so? Siehe ganz oben.
Aber dennoch: Wie viele Frauen sind es denn? Welche Altersklasse? Welcher Bildungsstand?
Zitat von NurBen: Weil Frauen in der Regel Männer wollen die ähnlich oder mehr als sie verdienen.
Und warum das so ist, weißt du ja jetzt, WENN es denn so ist. Der Trend geht nämlich dahin, dass immer mehr Frauen sich selbst gut aufstellen, dass sie im Falle des Falles auch ohne Mann auskommen, weil man sich darauf eben nicht verlassen kann und will.
Zitat von NurBen: Ich finde das Argument immer sehr interessant. Gar nicht lange her, da kam eine Statistik raus, wo mehr Frauen erfolgreich die Uni abschließen als Männer. Da wurde kräftig applaudiert.
Zitat von NurBen: Wenn aber Männer erfolgreicher (z.B. Berufstechnisch) sind, wird im gleichen Atem von der Unterdrückung der Frau gesprochen
Wer redet denn davon, dass Frauen unterdrückt werden, wenn ein Mann erfolgreich im Job ist? Hast du da ein konkretes Beispiel?
Übrigens ist ein Studium etwas anderes als ein Arbeitsverhältnis.
Zitat von NurBen: Es wird doch gerne von "Gender-Pay-Gap", wo Männer ja bevorzugt werden. Warum redet aber keine bei der "Education-Gap" wo Frauen bevorzugt werden!?
Schließlich sind bspw. die meisten Förderprogramme auf Frauen/Mädchen zugeschnitten.
Dann rede doch davon. Es darf doch auch parallel Probleme auf beiden Seiten geben.
Zitat von NurBen: Ich sage nur, dass beide Parteien vom jeweils Anderen profitieren.
Aber oft nicht ausgeglichen stark. Darum geht es.
Zitat von NurBen: Für jedes Beispiel wo ein Mann von einer Frau "profitiert" kann ich dir ein Gegenbeispiel nennen. Also bringt die ganze Diskussion nichts.
Doch, denn es geht nicht um die Anzahl der Gegenbeispiele, sondern um deren Wert und Vergleichbarkeit.
Zitat von NurBen: Ebenso ist es ein Punkt, dass eine "Ungleichberechtigung" gewollt ist.
Vielleicht möchte die Frau auch einfach lieber Zeit mit den Kindern verbringen, als 40h zu arbeiten!?
Das eine schließt das andere doch nicht aus bzw bestätigt es sogar
Zitat von NurBen: Es ist eben oftmals auch eine ökonomische Entscheidung: Sprich; der Hauptverdiener arbeitet weiter und der weniger Verdienende bleibt bei den Kindern.
Richtig, dann weißt du ja jetzt, worum es geht, wenn EINIGE Frauen evtl auch mal auf den Verdienst beim Mann schauen, wenn sie daten.
Zitat von NurBen: Und ebenso könnte ich doch sagen: Wieso? Niemand hat dich gezwungen mit ihm zu schlafen. Hast du doch freiwillig getan.
Der Unterschied ist, dass es mies ist einer Frau Gefühle oder eine gemeinsame Zukunf vorzuspielen, obwohl man von Anfang an weiß, dass er sich nichts Festes mit ihr vorstellen kann.
Wenn eine Frau aber jemanden datet, um ihn kennenzulernen (mit ehrlichen Absichten und Interesse), dann aber beim 3. Date merkt "Oh, da hat er aber komische Ansichten" oder eben feststellt, dass es einfach nicht für mehr reicht und dann das Kennenlernen beendet, dann ist doch völlig ok. Dazu dienen ja die Dates: Um sich kennenzulernen.
Sollte sie es nur auf ein kostenloses Essen abgesehen haben von Anfang an, fände ich das aber auch richtig daneben.