@Wurstmopped
Toxische Männlichkeit wird wohl kaum in der Kita bekämpft. Es wird eher darauf geachtet, sie nicht anzuerziehen, indem versucht wird, Jungs keine andere Aufmerksamkeit zu schenken und für sie keine anderen Regeln gelten zu lassen, als (für) Mädchen.
Zitat von ElGatoRojo: Wenn man das Leben natürlich hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt Mann <--> Frau betrachtet,
Ja was denn nun?
Stellt man gleiche Erwartungen an alle, kommt von Wurstmopped die Beschwerde, er wolle sich und Jungs allgemein nicht zu Mädchenverhalten unterziehen lassen.
Und macht frau die gesellschaftlich noch bestehenden Unterschiede deutlich, kommst Du um die Ecke und behauptest, es gäbe seit den 70ern keine Unterschiede mehr und das, was Studien zeigen, seien Individualprobleme unfähiger Frauen (und Männer).
Zitat von ElGatoRojo: die junge Generation denkt, sie wären die Avantgarde
Sind sie doch immer. Auch wenn sie schon bekannte Muster neu interpretieren.
Wir gehören aber beid nicht mehr zur jungen Generation. Die schreibt in Foren nur selten.
Zitat von ElGatoRojo: hängen doch nur bei den gleichen Problemen ihrer Vormütter herum.
Die da wären?
Dass Frauen 9 Monate schwanger sind und evtl. 6 Monate stillen und davon die übrigen 90 Jahre Leben geprägt sein müssen?
Du bist doch in einem Alter, in dem Du mindestens 15 Monate "gedient" hast, oder? Inwiefern hat diese Zeit Deine Erwerbschancen, Deine Rente und die Anzahl der Stunden, die Du mir Hausarbeit verbringst, geprägt?
Zitat von ElGatoRojo: Nicht alle Blütenträume reifen.
Was sind denn die Blütenträume, die Du bei Jüngeren vermutest und ihnen nicht gönnen könntest?
Zitat von Wurstmopped: Wie kommst du auf solchen mumpitz?
Du hast doch geschrieben, dass Du befürchest, dass von Jungs Mädchenverhalten verlangt werden könnte. Stillsitzen und Zuhören (Konzentration) ist bei Jungs in der Schule ein Problem.
Zitat von Wurstmopped: Wenn Fussball spielen auf dem Schulhof und raufen für dich toxisch männlich ist, dann....
Was für mich toxisch männlich ist, habe ich oben beschrieben.
Wie kommst Du auf diesen Mumpitz mit Fußballspielen auf dem Schulhof und "raufen" (was immer Du darunter verstehst)? Und wo genau wird Fußballspielen und faires Ringen auf Schulhöfen verboten? Bis gestern war das noch überall erlaubt.
Zitat von Wurstmopped: dafür ziehen die toxische Männlichkeit in den krieg, siehe Ukraine
Hach, das Wehrpflichtargument.
Ihr Leben, ihr Land und ihr Hab und Gut verteidigen auch Frauen - wenn man sie lässt.
Mit dem Unterschied, dass Frauen nicht über das Heldentumnarrativ zu locken sind, weil unsere patriarchale Prägung nur Jungs vermittelt, dass sie sich mit besonderen Heldentaten hervor tun müssen, um die Prinzessin zu bekommen.
In den Krieg ziehen die, die bedroht werden.
Angriffskriege führen und das heroisierte Leiden, Töten und Sterben kann man aber tatsächlich kapitalistischen und patriarchalen Frames zuordnen.
Es entspricht auch patriarchaler Denkweise, dass Männer abgewertet werden, wenn Frauen aufgewertet werden.
Mal auf ein anderes Thema übertragen (das ich wohl künftig bei Tinder als Lackmustest zum Vorfiltern von Männern empfehlen werde): Wird die Ehe zwischen Mann und Frau entwertet, wenn gleichgeschlechtliche Paare das gleiche Privileg genießen?
Weiblich ist?
Alles, was Frauen durch Männer exklusiv zugeordnet wird. Früher blau, jetzt rosa. Heute noch Nagellack und Glitter und weiche Stoffe. Empathie, Verständnis, Langmut, Sorgearbeiten, Gleichwertigkeit in der Gruppe, Kooperation, Ausgleich, emotionale Arbeit, Fremdregulation, leise und im Hintergrund sein, für Arbeit nicht oder zu wenig bezahlt werden, weinen, Angst haben, Risiken meiden, alles gleichzeitig bedenken und besprechen, etc. pp.
Und eben auch Stillsitzen und Zuhören in Kita und Schule. Testosteron scheint das zu erschweren. Aber Radfahren fällt den meisten Kindern auch nicht leicht. Sie lernen es dennoch, weil es erstrebenswert erscheint. Als Junge so gut, geschickt, leise, kommunikativ oder mitfühlend wie ein Mädchen zu sein, erscheint Männern und Jungs dagegen nicht erstrebenswert, selbst wenn es ihnen persönliche Vorteile brächte.
Voilà: Patriarchat.