Nalf
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Zitat von sadMonkey:sondern mit absolutem Schmarrn.
Den Ukrainekrieg hat Putin veranlasst. Identifiziert sich, glaube ich, als Mann.
Zitat von sadMonkey:je nach Auslegung - jegliche Eigenschaft die als "männlich" interpretiert wird als toxisch angesehen.
Da füg gerne noch einen Link ein. Das würde ich gerne mit eigenen Augen sehen.
Und zu Deiner Behauptung, Kritik an Frauen werde sofort als Misogynie mundtot gemacht: Schon mal die Kritik an den weiblichen Politikern, Sportlern oder Wirtschaftsführern gesehen? Da stürzen sich die Männer wie die Fliegen drauf und lassen all ihren empfundenen Groll aus und ziehen, wenn eine Frau auf der Sachebene argumentiert, mit "man darf ja nix gegen Frauen sagen" beleidigt den *beep* ein.
Zitat von Blindfisch:Okay, ändern wir das.
Hase, Du willst doch gar nichts ändern. Du willst doch zurück zu Vatters Zeiten. Was Du gerne würdest, ist die Argumente zu überprüfen und zu widerlegen.
Zitat von Blindfisch:Du hast vor dem Gesetz die gleichen Rechte.
Haben Menschen mit dunkler Hautfarbe oder exotischem Namen oder Behinderung auch. Nutzt denen nur im Alltag eben auch nichts. Ist bei Frauen das gleiche. Sie werden in der Regel unterschätzt und für inkompetenter gehalten als ein gerade gewachsener Stefan Müller.
Siehe:
Zitat von ElGatoRojo:Allerdings kann man nicht 50 % der Vorstände wünschen, wenn man nur 30 % der Mitarbeiter stellt (beispielsweise)
Wer hat denn diese Regel aufgestellt?
Männer exakt zu dem Zeitpunkt, als es ihnen was nützte.
Wie wäre denn eine umgekehrte Quote: Nur so viele Posten an Männer, wie sie im Gesamtbetrieb repräsentieren?
Oder vielleicht so: Im Verhältnis der Kunden. Sind die Einkäufer 60% Frauen, müssen es auch Vertriebler und Vorstand sein.
Oder verändern Männer einfach gerne die Regeln, bis sie selbst wieder bevorzugt werden, um dann bei 30% (also "nur" 70% für sie) von Diskriminierung zu sprechen?
Zitat von Worrior:Auch wenn die Karre vor die Wand gefahren wird und viele Menschen ihre Arbeit verlieren?
Zitat von Worrior:Sollte sich das Durchsetzen sind wir innerhalb weniger Jahre auf dem Stand eines Entwicklungslandes?
Bis vor wenigen Jahrzehnten galt noch die 100% Männerquote. Auch danach wurde nie nur nach Qualifikation eingestellt. Also waren stets auch durchschnittliche und sogar unterdurchschnittliche und sogar unqualifizierte Männer am Werk. Und dennoch stürzte die Wirtschaft nicht ab?
Aber wehe, eine einzige Frau (oder gar 30%) wird bei GLEICHER Qualifikation bevorzugt.
DAS kann die Wirtschaft nicht aushalten. Dann bekommen die gleich oder weniger qualifizierten Männer den Job ja nicht und DANN ist Hungersnot angesagt.
Und ihr wollt das logische, mathematisch begabte Geschlecht sein?
Zitat von ElGatoRojo:einen an deiner Seite zu haben, der den jagenden Leoparden abwehrt
So viele Leoparden laufen gar nicht durch meine Stadt. Aber sollte mal einer vor mir stehen, ist mir eine 40jährige Frau als Kampfpartner lieber als ein 80jähriger Mann.
Diese Beschützerfunktion der Männer ergibt heutzutage doch nur noch Sinn, wenn damit die Bedrohung durch andere Männer abgewehrt werden soll. Ist also ein sich selbst erhaltendes System der nicht-Arbeit von Männern durch Bedrohung von Frauen. Denn vor Inflation oder Krankheit bewahren uns Männer ja leider nicht.
Zitat von Worrior:Wo aber sind die merkbaren Verbesderungen in unserer Gesellschaft
Warum müssen Frauen es besser machen und damit mehr leisten als Männer?
Ich finde, Frauen sollten es genauso gut oder schlecht wie Männer machen, um genauso gefördert und bezahlt zu werden. Erst bei gleichen Privilegien für underperformende Frauen sind wir bei Gleichberechtigung.
Zitat von ElGatoRojo:Ist nicht in den Tarifverträgen keinerlei Unterschied
Stell Dich bitte nicht so dumm.
Geht bei der Einstufung der relevanten Berufserfahrung los, die nur auf Männerbiografien gemünzt ist. Geht bei Einstellung des einen als Junior Sales Manager und der anderen als Sales Assistant weiter, obwohl beide die gleichen Leads anrufen und Angebote auf Zuruf schreiben. Dann das beliebte "Bereitschaft zu Dienstreisen", mit dem Frauen mit Familienverantwortung aussortiert werden, obwohl nur 2-4 Reisen im Jahr anstehen.
Und nicht zuletzt das "Eine steht für alle"-Trope: Wir haben schon eine Frau, wir können wieder frei einstellen. Oder: Wir hatten mal eine Frau und die war nicht so gut. Seitdem machen das wieder Männer.
Zitat von Blindfisch:wer handelt bessere Löhne aus
Wem wird bei geringerer Leistung größeres Potential unterstellt und daher mehr Verantwortung, Gehalt und Unterstützung angeboten?
Privileg ist, wenn man glaubt, verdient zu haben, was einem hinterher getragen wurde.
Zitat von Blindfisch:Niemand hält Frauen davon ab, sich dort hinzuarbeiten
Eben. Frauen müssen sich hinarbeiten. Männer werden hingetragen. U.a. auch von den eigenen Partnerinnen, die sie bestärken, auffangen, beraten, trösten.
Zitat von Blindfisch:Die (wenigen) Männer, die da "oben" stehen, haben eine 60-80 h Woche
Dann schauen wir uns mal Trump oder Musk oder Scholz oder Merz an und stellen fest: stimmt gar nicht.
Auch in der freien Wirtschaft: Die 60 Stunden sind, wenn sie überhaupt produktiv verwendet werden und nicht nur zum Glänzen und Scheinen. Gesponsert by Mutti, die für den vollen Kühlschrank und den Rückhalt der Familie sorgt. Daher verdienen verheiratete Männer mehr als unverheiratete. Und bei Frauen ist es umgekehrt.
Da gibt's auch keine giftigen Blicke, wenn Mr. CEO sein Kind zufällig mal von der Kita abholt. Bei Baerbocks Jobs kam sofort die Frage, wie sie das denn mit den Kindern macht und ob die nicht leiden.
Zitat von Worrior:mehr Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, sei es Überstunden, Weiterbildungen, Übernahme von Zusatzfunktionen
Überstunden bei Männern nehmen zu, wenn Kinder da sind. Verantwortungsgefühl oder kein Bock auf den unbezahlten Nebenjob?
Weiterbildung ist ein Privileg. Auch da wird viel mit "Ausfallszeiten" bei Frauen argumentiert. Männer suchen auch gezielt Arbeit nach dem persönlichen Nutzen aus und nicht nach der Notwendigkeit im Team. Würden Frauen ebenso handeln, fielen Wirtschaft UND Gesellschaft auseinander.
Zitat von ElGatoRojo:sind, aber immerhin vorhanden. Letztlich ist es Sache der Frau, nur mit dem Mann ein Kind zu haben, von dem sie
Aha. Selbst schuld, wenn eine Frau Arbeit übernimmt, für die sie nicht bezahlt wird. Für Erwerbsarbeit gibt's Mindestlohn. Gestations- und Gebärarbeit ist eben traditionell kostenfrei und gesetzlich auch nicht mit Mindestlohn oder anderen Leistungen belegt. Aber das ist keine strukturelle Benachteiligung von Frauen, sondern die Individualschuld der Frau, die ein Kind bekommen hat, ohne vorher vom Partner einen Surrogatsvertrag unterschrieben bekommen zu haben, richtig?
Weil das gesellschaftlich definitiv unterstützt wird und auch Männer es nur als fair erachten, wenn ihnen das Kind nicht geschenkt wird.
Wie viel haben eure Frauen denn von euch für die Gestationsarbeit erhalten? Ihr würdet ja nie Frauen ausnutzen, oder?
Zitat von ElGatoRojo:Die nun aber wiederum nicht durch stattliche Maßnahmen änderbar wäre
Na doch. Mindestvergütung pro erfolgreichem Schwangerschaftsmonat von Staat und Kindsvater. Der Einfachheit halber einfach an den Wehrsold anpassen. Inklusive Rente, versteht sich. 18jährige Verpflichtung und Schwangerschaft und Stillzeit als Kriegseinsatz. Dann passt das.
Zitat von ElGatoRojo:Denkst du denn, diesen ganzen Kram machen nur die Mütter?
Das denke ich nicht, das weiß ich. Das wurde untersucht und gemessen und Du, Kater, bist die rühmliche Ausnahme.
Väter überschätzen ihre Mitarbeit in Haushalt und Sorgearbeit und verbringen mehrere Stunden die Woche weniger damit als Frauen, selbst wenn die Frau mehr Einkommen nach Hause bringt. Und für diese eklatante Faulheit und Minderleistung werden sie nicht von fleißigen Männern wie Dir ausgelacht.
Zitat von ElGatoRojo:Regelblutung, Kinder bekommen, Wechseljahre usw.), denn das ist nun wirklich kein gesellschaftlich-soziologisches Problem und auch mit allem guten Willen nicht änderbar. Und auch das Patriarchat hat sich das nicht ausgedacht.
Biologische Fakten sind nicht änderbar.
Aber ihre Bewertung.
Warum ist die Regel kein Grund für Erschwerniszulage, aber ein paar Grad Kälte in Männerberufen schon?
Warum sind Büros nicht an Wechseljahren angepasst und Teil des Arbeitsschutzes, aber Lageristen haben ein halbes Dutzend rückenschonende Assistenzsysteme?
Weil Männer ihrer Beschützerfunktion so gut nachgekommen sind?
Weil Männer so gerne Gleichberechtigung hätten, aber nichts daran ändern können, dass für ihre Zyklen und Anatomien die Toiletten angepasst und ausreichend sind und für die Zyklen und Anatomien der Frauen eben nicht?
Oder war es bislang schon ganz ok so, dass sich alles nur um die Bequemlichkeit der Männer drehte und die Frauen für eine Heirat und etwas Zugewinnausgleich dankbar sein konnten?