Zitat von chocomoko: Ich würde gerne in die Leichtgkeit finden, die ich vor diesen Erfahrungen hatte.
Ach ja, so geht es mir auch manchmal. Aber da bin ich auch ein wenig Schwarzmalerin: Die Zeiten haben sich geändert bzw die Realität gibt ein zu unbedarftes Herangehen nicht mehr her. Man muss eben mit dem arbeiten, was ist.
😞Zitat von chocomoko: ohne gefühlt tausend Abwägungen zu treffen.
Ich glaube, mein Problem war jetzt eher weniger Unsicherheit ob und wie, sondern eher, dass ich bestimmte Warnzeichen ignoriert habe und zu lange geblieben bin, selbst wenn es nicht gut lief. Wenn ich jetzt beim Daten etwas erlebe, was mir auffällig erscheint, beende ich es deutlich schneller. Und dem verpassten Date trauer ich dann auch nicht nach. Aber das konnte ich auch nicht von Anfang an.
Zitat von chocomoko: Ich finde es so schade, wie uns grundsätzlich Vorerfahrungen so prägen, obwohl sie schon längst abgeschlossen sind.
Ja, das ist wirklich Mist. Ich selbst war bis zu meinen ersten Beziehungserfahrungen so richtig Disney-geprägt
😅 Dann zu erleben, dass viele Menschen da ganz anders ticken, war bzw ist für mich bis heute teilweise noch schwer nachzuvollziehen
🥺 Aber ich denke mir, ich darf es ja schade finden, muss aber dennoch nicht dieses Empfinden dafür sorgen lassen, dass ich mich emotional jedes Mal wieder in Gefahr bringe.
Zitat von chocomoko: ohne Verbitterung oder Misstrauen natürlich.
Misstrauen, wenn es sogar angebracht ist, ist nicht automatisch schlecht. Wenn es aber darin ausartet, dass man irgendwelche Dramen inszeniert und ein gewisser Leidensdruck auf beiden Seiten entsteht, sollte man dringend hinschauen.
Das Wort "Verbitterung" ist ja sehr negativ behaftet und niemand will als "verbittert" gelten. Aber mal ganz ehrlich: Darf man nach mehreren schlechten Erfahrungen nicht auch mal eine Weile oder bei Zeiten verbittert sein?
Ich bin ja so eingestellt, dass jedes Gefühl in gewissen Maßen sein darf. Jedes Gefühl hat eine Funktion. Die Natur hat sich was dabei gedacht.
Zitat von chocomoko: Aber man muss sie integrieren, und mit einem passenden Menschen kann man vielleicht die Brille der Vorerfahrunngen abnehmen.
Habe ich auch mal tatsächlich so gelesen: Um eine Person von ihren Bindungstraumata (gerade Verlustangst) zu heilen, soll eine Beziehung mit einem sicheren Bindungstyp sehr hilfreich sein.
Zitat von chocomoko: Ps Deine Affirmationen klingen gut
Danke, ich arbeite selbst sehr viel damit, da sie im Alltag leichter anzuwenden sind, als andere Techniken und sehr erdend wirken können.