LeTigre
Gast
Zitat von NurBen:Finde ich natürlich löblich, aber die Realität ist nun mal, dass dies eben nicht viele machen.
Deine Realität. Aber warum sollte man sich denn an den "vielen" orientieren, statt zu sagen "ich mach es aber besser"?
Zitat von NurBen:Das sieht man doch deutlich an Datingapps-Statistiken. Wenn eine Frau 1000+ Likes hat, aber trotzdem keinen Mann findet... dann sind ja nicht die Männer das Problem sondern sie. Auch hier erfolgt m.M.n. keine Selbstreflexion.
Da ist sie wieder, die Widersprüchlichkeit: Einerseits sollen Frauen sorgsamer auswählen, andererseits stimmt etwas mit ihnen nicht, wenn das Angebot mager Ist und sie lieber Single bleiben. Ein guter Freund, der selbst bei Tinder war und darüber seine Partnerin gefunden hat, hat mal mit meinem Profil geswipt. Er sagte nach etwa 45Min. zu mir:"...Die Männer hier sind ja alle schrecklich."
Zitat von NurBen:Natürlich zieht man Rückschlüsse aus vergangenen Verhalten
Die Frage ist, ob es die richtigen sind. Du glaubst ja, ich bezweifle es.
Zitat von NurBen:Wie z.B. jemand der in der Vergangenheit seinen Partner betrogen hat.
Bleib doch mal konkret bei diesem einen Punkt, statt immer wieder Beispiele zu nennen, die gar nicht wirklich passen. Bezieh dich mal inhaltlich nur darauf.
Zitat von NurBen:Wenn man diese Person nicht daten möchte, ist es doch auch sein/ihr gutes Recht. Da kommt ja auch keiner auf die Idee deine Ansichten in Frage zu stellen oder zu sagen dass sind hahnebüchene Rückschlüsse.
Ach komm, hier werden doch von Anfang an beidseits Datingkriterien bewertet und in Frage gestellt. Auch du stellst doch permanent Aussagen in Frage, nur weil du das noch nicht erlebt hast.
Zitat von NurBen:Oder wenn jemand seine ehemalige Partnerin schlecht behandelt oder viel gelogen. Da sagt doch auch keiner "Naja, du solltest ihm eine Chance geben, vielleicht ist er ja gar nicht so... da solltest du auf jedenfall die Gründe hinterfragen."
🍎=🍐
Zitat von NurBen:Man könnte es doch einfach akzeptieren. Wenn eine Frau sagt "Ich will keinen der sich durch die Gegen geknattert hat" ist das doch auch völlig in Ordnung.
Ist es auch. Man kann ja auch sagen, dass man keine Alleinerziehenden daten will, keine Männer unter 1,80m etc.
Aber wenn ich das sage und die Begründungen dafür unlogisch sind bzw widersprüchlich, warum nicht ansprechen? Kann ja jeder selbst entscheiden, ob er darüber nachdenken will oder nicht.
Zitat von NurBen:Richtig, genauso wie man über Sinnhaftigkeit von Körpergröße diskutieren kann.
Dann mach das doch. Nur rennst du da bei mir offene Türen ein, denn...
1. Muss ich nicht jeden Sch**ß bis aufs Blut verteidigen, den Frauen tun und denken. Ich kann auch sagen, dass ich manche Dinge, die Frauen machen unlogisch finde.
2. Macht es diese "Bodycount"-Sache nicht automatisch besser, wenn ein Problem seitens der Frauen angeprangert wird. Das ist nur ein "Ja, aber du hast..."
Zitat von NurBen:Aber wozu? Da werden Männer und Frauen nicht einfach ihre Ansprüche ändern. Eine Frau wird dann nicht plötzlich einen Mann daten der 10cm kleiner ist als sie.
Darum geht es doch auch nicht, aber doch: Solch ein Austausch kann sehr wohl Menschen dazu anregen, gewisse Ansprüche zu hinterfragen und neu zu formulieren. Hat bei mir auch schon des Öfteren geklappt und bei Freundinnen auch.
Zitat von NurBen:Um beim Beispiel vom Betrug zu bleiben.
Nein, keine ungeeigneten Beispiele bitte mehr. Bleib mal inhaltlich beim Thema oder bringe ein wirklich passendes Beispiel als Vergleich.
Zitat von NurBen:Selbst wenn eine Frau ihren Partner betrogen hat, will sie ja trotzdem keinen Betrüger daten. Die sagt doch auch nicht "naja, ich habe meinen Partner auch damals betrogen... dann schaue ich darüber hinweg."
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Zitat von NurBen:In der Regel kommt das Thema Vergangenheit doch erst auf, wenn es ernster wird. Was machst du denn, wenn dir dein potenzieller Partner irgendwann erzählt, dass er regelmäßig in Partnerwechsler gegangen ist, Sex mit Prost. oder Sex mit Männern hatte.
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Tut mir leid, aber es wird langsam anstrengend, dich vermehrt dazu anzuhalten zu müssen, verschiedene und komplexe Situationen nicht in einen Topf zu werfen. Ich glaube, du weißt schon selbst, dass deine Vergleiche sehr hinken. Wenn du das allerdings wirklich nicht selbst siehst, dann belassen wir es dabei, denn ich habe dir die Unterschiede mehrfach genannt.
Zitat von NurBen:Du meinst, dass sie genauso an sich zweifeln wie Männer, die aufgrund von Körperlichkeiten abgelehnt werden?!
Zweifelst du denn an dir? Die Kleinen Männer, die ich kenne, die taten das nicht.
Wenn es Männer doch tun, dann hätte ich dazu mehrere Fragen:
1. Sind daran Frauen Schuld oder doch eher das Patriarchat, welches auch das Denken von Frauen beeinflusst hat und immer noch beeinflusst?
Das Patriarchat lässt wenig Raum für vielfältige Formen von Männlichkeit, z. B. sensible, empathische, kreative, kleine, leise Männer.
Das Patriarchat lebt zudem von Hierarchien und Konkurrenz. Männer werden oft sozialisiert, sich mit anderen zu messen. Da kann Körpergröße zu einem ständigen, belastenden Vergleichspunkt werden. Sogar im Job oder in der Politik gibt es das. Studien zeigen, dass größere Männer öfter als Führungspersönlichkeiten wahrgenommen werden. Das klassische Bild von Männlichkeit im Patriarchat basiert auf Macht, Körpergröße, Stärke, Durchsetzungsfähigkeit. Kleinere Männer passen da oft nicht rein. Zumindest oberflächlich. Also, führt doch eher DAS zu Unsicherheiten. Frauen haben das nur leider teilweise in ihr Denken übernommen. Warum kritisierst du also Frauen, statt das Patriarchat?
2. Männer bevorzugen auch eher kleine Frauen. Zumindest wenn man Umfragen glauben möchte. Gilt deine Beschwerde dahingehend also nicht mehr den Frauen, sondern eher generell veralteten Rollenbildern (großer starker Mann, kleines süßes Frauchen), dann würden doch alle davon profitieren.
3. Führen diese Selbstzweifel dazu, dass kleine Männer ihr sexuelles Verhalten ändern?
Dass sie sich körperlichen Aktivitäten hingeben, die sie nicht wollen?
Oder führen diese Selbstzweifel dazu, dass diese Männer nicht mehr vertrauen können?
Nein, denn deren Selbstzweifel führen oft eher dazu, dass diese Männer mit anderen Dingen versuchen zu punkten, zB mit Charakter. Sie geben sich tendenziell mehr Mühe beim Daten und in der Beziehung, weil sie sich eben nicht auf Oberflächlichkeiten, wie die Größe, ausruhen können. Das macht ihre Beziehung qualitativer, Ehen sind stabiler und langanhaltender.
Daraus würde ich doch als Mann, ob nun groß oder klein, schließen, dass der Schlüssel zum Herzen einer Frau und zum dauerhaften Glück eben doch Empathie, Respekt und Wertschätzung sind und nicht irgendein auswendig gelerntes aufgesetztes Alpha-Mann-Getue.
4. Männer mögen auch lieber Frauen mit langen Haaren, mit Kurven und kleiner als sie selbst. Und? Ist das ein Wettbewerb, wer mehr benachteiligt wird/ unter dem Verhalten des anderen Geschlechts zu leiden hat oder geht es um Selbstreflexion und darum, etwas besser zu machen?
Zitat von NurBen:Dann solltest du mit dem Thema Bodycount ja keine Probleme haben.
Und du ja nicht, wenn andere Männer wegen ihrer Größe aussortiert werden. Warum bemängeln wir es dennoch, obwohl es uns nicht direkt betrifft? Ich kann nur von mir reden, aber ich finde es auch nicht schön, wenn andere Leute/ Frauen unter Fehlverhalten von bestimmten Personen zu leiden haben. Ich wurde auch noch nie wegen meiner Hautfarbe diskriminiert. Finde ich dennoch nicht ok, wenn es anderen passiert.
Zitat von NurBen:Wie ich schon sagte, wenn es Unsicherheit wäre, würde mich der Ex-Mann doch mehr verunsichern als irgendwelche ONS.
Kann, muss aber nicht.
Zitat von NurBen:Daher hat es meiner Meinung nach nichts mit Unsicherheit zu tun.
Meiner Meinung nach schon, denn ein selbstsicherer Mann weiß, was seine Partnerin an ihm hat und muss sich daher nicht mit anderen Männern vergleichen, die evtl schneller zum Zug bei der Frau kamen oder kommen könnten und ein selbstsicherer Mann hat auch keine Angst, dass eine Frau aufgrund mehrerer Männer in der Vergangenheit ihm untreu werden könnte, denn: warum sollte sie? Sie hat doch ihn und war ja in der Vergangenheit wohl auch nicht untreu.
Zudem benötigt ein selbstsicherer Mann keine Bestätigung von Anderen. Er kann sich natürlich dennoch drüber freuen, aber er würde sich nicht verunsichern lassen, wenn eine Frau keine Nähe sucht, sondern sie einfach selber anbieten oder es nicht auf sich beziehen.
Ein selbstsicherer Mann ist authentisch und muss sich nicht verstellen.
Du wirst wahrscheinlich wieder Gegenargumente suchen, warum das nicht so ist und wo Frauen das auch machen, aber darum geht es mir ja gar nicht.
Zitat von NurBen:Ich bin 178cm, also weder klein noch sonderlich groß.
Ich dachte mir schon, dass du unter 1,80m bist. Also, wahrscheinlich selbst erfahren, dass die eine oder andere Dame da nicht angebissen hat. Kann das sein?
Zitat von NurBen:Ich bringe das Beispiel, weil es meiner Meinung nach ein gutes Beispiel ist.
1. Weil die Mehrheit der Frauen größe außerordentlich wichtig ist und
2. kein Argument bringen können warum es ihnen so wichtig ist außer "ich finde es attraktiver"
Das Beispiel ist aber nicht passend, denn ein letztes Mal:
Wenn Frauen kleinere Männer nicht attraktiv finden, ist das eine ästhetische Präferenz. Vergleichbar mit Haarfarbe, Stimmklang oder Kleidung. Sie sagt nichts über den Charakter oder die moralische Qualität des Mannes aus.
Wenn ein Mann sagt, eine Frau mit vielen früheren Sexualpartnern sei "untreu" oder "wertloser", ist das eine moralische Abwertung. Er spricht ihr Charakter, Treuefähigkeit oder Beziehungswert ab, ohne die Frau wirklich zu kennen. Das ist nicht bloß eine Präferenz, das ist ein Urteil.
Wenn es wirklich um Treue ginge, müsste ein hoher Bodycount auch bei Männern negativ gewertet werden. Oft wird das aber nur Frauen gegenüber vorgebracht und das zeigt das wahre Problem.
Männer mit hohem Bodycount gelten oft als "erfahren" oder "erfolgreich", Frauen dagegen als „billig“. Das ist eine Doppelmoral, die auf sexistischen Strukturen beruht.
Größe ist ein festes, nicht veränderbares Merkmal. Daran lässt sich objektiv nichts deuten.
Der „Bodycount“ sagt nichts über die Qualität der Beziehungen, den Kontext oder die aktuelle Haltung der Person aus. Menschen verändern sich.
Ein Mensch mit Vergangenheit kann heute reflektierter, beziehungsfähiger und loyaler sein als jemand, der „kaum Erfahrung“ hat, aber emotional unreif ist.
Das Argument „viele Partner = untreu“ ist sachlich nicht haltbar. Es gibt keinen wissenschaftlichen Zusammenhang, der beweist, dass Menschen mit mehr sexuellen Erfahrungen weniger treu sind. Untreue ist von ganz anderen Faktoren abhängig, z. B. Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Bindungsfähigkeit. Nicht von Zahlen.
Eine Frau, die sagt: „Ich stehe eher auf große Männer“, bewertet keine Persönlichkeitsmerkmale. Ein Mann, der sagt: „Sie ist untreu, weil sie viele hatte“, stellt einen Charaktervorwurf in den Raum, ohne Beweise.
Ein hoher Bodycount kann viele Gründe haben:
-Lebensphase (z. B. vor einer langen Beziehung)
-Persönliche Entwicklung
-Freie Sexualität ohne Bindungssuche
-Trauma oder Selbstfindung
-Täuschung durch Männer
etc.
Wer Angst vor Erfahrung hat, sollte seine eigene Unsicherheit reflektieren.
Oft steckt hinter dieser Einstellung nicht Moral, sondern Vergleichsangst oder Kontrollbedürfnis. Ein Mann, der wirklich selbstsicher ist, hat kein Problem damit, dass eine Frau mehr erlebt hat als er.
Zudem geht es nicht darum jemandem zu sagen "Du darfst das nicht doof finden". Man darf aber auf Widersprüchlichkeit aufmerksam machen. Vor allem, wenn diese Denkmuster das eigene Verhalten gegenüber Frauen beeinflusst, zB diese dann auszunutzen für Sex ("Ist eine wertlose Frau") oder sie zu bedrängen ("Also, wir hatten jetzt 3 Treffen, was ist nun?") oder ihr das vorzuwerfen. Das ist der Punkt, denn unsere Gedanken beeinflussen unser Verhalten.
Zitat von NurBen:Es hat halt eben auch keinerlei Logik und sind lediglich Überbleibsel des Steinzeithirns
Möchtest du denn wie ein Steinzeitmensch denken und handeln oder möchtest du Verantwortung für deine Haltung und Handlungen übernehmen?
Zitat von NurBen:Das ist ebenfalls ein Überbleibsel vom "Steinzeitgehirn". Von Zeiten wo es noch keine Verhütung und Vaterschaftstests gab.
Evolution bedeutet auch geistige Weiterentwicklung.
Zitat von NurBen:Dieses Risiko war natürlich höher, wenn sie viele Sexualpartner hat/hatte.
In diesen zusammenhang verbinden wir es mit treue
Also, ist das eigentliche Problem männlicher Anachronismus?
Zitat von Balu85:Man kann jemanden attraktiv, anziehend und sympathisch finden aber dennoch wissen das es eben für eine feste Beziehung nicht reicht. Deswegen ist man ja nicht gleich angewidert oder so.
Sofern diese Person weiß, dass es der anderen nur um Sex geht und diese dem unverbindlichen Sex zustimmt, gebe ich dir Recht, aber wenn ein Mann das nicht tut, dann hat das nichts mit Respekt zu tun. Einer mir sympathischen Person latsche ich nichts ins Herz.
Zitat von Balu85:Du wirst doch sicher auch mal ein Eis/Stück Kuchen/ne Schoki gegessen haben ohne das du Hunger hattest oder dringend Kalorien zu dir nehmen musstest...sondern einfach weil du Bock drauf hattest. Und da wirst du ja sicher nicht immer die super-duper handgemachten Edelprodukte vernascht haben sondern da reicht evtl. die Milka aus der Werbung? Oder?
Du vergleichst jetzt nicht ernsthaft ein menschliches Wesen mit einer Seele und Gefühlen mit Lebensmitteln...