Zitat von LeTigre: Kurz gesagt: Beim Dating spielen Berufsbilder eine Rolle, weil sie eine Art Abkürzung im Kopf sind. Sie liefern sofort greifbare Annahmen über Charakter, Lebensstil und Beziehungstauglichkeit – auch wenn die Realität oft viel komplexer ist.
Das finde ich spannend, denn ja, es ist viel komplexer. Und ich bin da auch in die "Falle" getappt.
😃 Ob im online dating oder im wahren Leben.
Denn was habe ich in jüngeren Jahren alles schon gedacht damals. Ich habe mir zb "extra" Landwirte, Schreiner oder zb Winzer "gesucht", weil ich dachte das sind bodenständige, ehrliche Typen mit Werten. (Also nicht gesucht im Sinne von gesucht, sondern sie fielen mir auf, sagen wir so).
Ich wollte Typen die geerdet und bescheiden sind, und solche zb Berufe oder Tugenden habe ich halt zb damit assoziiert. Und was ist passiert? Ich wurde so dermaßen enttäuscht. (Natürlich, aber damals war ich halt jung und so) Nix mit Werten, das waren keine guten. Im Gegenzug hätte ich zb einen Mann im Anzug nicht attraktiv gefunden, oder einer der verschwenderisch ist und alles ausgibt oder über seine Verhältnisse lebt. Das war und ist einfach nicht mein Geschmack. Aber kann natürlich trotzdem passieren.
Wie mach ichs heute? Mir ist klar, dass das fast immer am Anfang gefragt wird. Und ich sage manchmal wenn ich ein gutes Gefühl habe," lass uns den beruflichen Part mal skippen, das finde ich erstmal uninteressant." Ich will einfach auch nicht mehr irgendwas mit Berufsbildern assoziieren, ich will aber auch nicht dass der Mann das bei mir tut, deshalb vermeide ich das (neben dem ganzen Sexzeug, ist auch der Beruf erstmal unwichtig, aber ihm solls dann bitte auch unwichtig sein.) Denn genauso wenig wie aufs äußere, möchte ich auch nicht auf berufsbilder und auf die damit einher gehenden Vorstellungen reduziert/bewertet werden. Völlig egal ob es ne positive oder negative Bewertung ist, ich will einfach grundsätzlich keine.
Bei einem meiner Exen zb hatte ich anfangs das Gefühl, er war Feuer und Flamme als ich damals in jüngeren Jahren noch Kunst studiert hab. Weil er eine Art "Muse" wollte. Richtig bekloppt im Nachhinein. - Demnach assoziieren ja alle nicht nur Frauen Dinge mit Berufen, wie hier u.a behauptet wurde, sondern Männer machen das genauso. Und da muss man keine P.rostituierte sein damit sie das tun, (wie hier auch angedeutet wurde), das machen sie auch bei anderen Berufen. Und Frauen ja auch.
Keine Ahnung, zb Erzieherin mit kinderlieb, Ärztin mit Idealismus usw. Aber nicht jede Erzieherin ist ja gleich. Genauso wie nicht jeder Mann im Hähnchenmastbetrieb gleich ist.
- Aber : zugegeben, da gibt es glaube ich Grenzen. Wenn man zb Vegetarier ist und einen Metzger datet, ist das ein Widerspruch. Oder man ist pazifistisch, aber datet einen Soldaten. Das ist genauso ein Widerspruch. Diese Dinge sind nicht unentscheidend. Aber nicht weil der Beruf zb Niedriglohnsektor (oder was auch immer) ist, sondern weil es mit den Wertemaßstäben kollidiert. Man kann sich nicht damit identifizieren. Und das ist wichtig, wenn es extrem wird. Aber darüber hinaus, ist das nicht entscheidend.
Das verführt, Menschen in Schubladen zu pressen, in die sie nicht hineingehören. Aber natürlich, wenn es extrem wird, sehe ich da auch keinen Kompromiss. Deswegen sind diese Dinge auch nicht völlig egal, das gehört dann auch ins Gesamtbild. Aber man muss eben differenzieren. Aber das hat meiner Meinung nichts damit zutun dass Frauen (oder Männer) Status wollen, sondern dass es mit den Werten ggf. nicht passt.
Es wäre schon sehr ironisch, zb Vegetarier zu sein und sich dann in einen Viehzüchter zu verlieben
😃. Oder backpacking traveller zu sein, und sich dann in einen "Hotelmanager" (oder wie mans nennt) zu verlieben. Oder oder. Also ja nicht per se ein Ausschlusskriterium, aber ggf. schwierig. Finde ich sehr spannend. Demnach kann man also nicht sagen, der Beruf ist völlig egal, wenn es so konträr mit den Werten ist. Waren nur so meine Gedanken gerade zum Thema mit den Berufsbildern usw
😃